Apples iAd: Start in eine neue Zukunft?

Am 1. Juli hat Apple seine neue Werbeplattform iAd gestartet. Doch obwohl iAd zunächst nach einem umwerfenden Erfolg aussieht, gibt es auch Kritik: Moniert werden hohe Kosten und angebliche Wettbewerbsverzerrung.

iAd für Nissan LEAF

Es ist noch gar nicht so lange her, als Apple iAd vorgestellt hat, eine neue interaktive Werbeplattform auf HTML5-Basis. Mit interaktiven Full-Screen-Videos innerhalb von Apps solle Werbung lebendiger und attraktiver werden, versprach Apple im April anlässlich der Präsentation des iPhone OS 4.0, und der Großteil der Werbeeinnahmen – 60 Prozent – bliebe den Anbietern. Mit iAd sicherte Apple nicht nur eine Refinanzierungsmöglichkeit von Gratis-Apps zu, sondern auch dessen Integrierbarkeit in normale Websites.

Dass „der Erfolg nicht lange auf sich warten“ ließ, wäre – wie so oft bei Apple – beinahe untertrieben. Bereits Wochen vor dem Start waren iAd-Buchungen in der Höhe von 60 Millionen Dollar eingegangen – rund 50 Prozent des gesamten Etats, das in den USA für mobile Ads für die zweite Hälfte des Jahres erwartet wird. „iAd bietet Werbern Emotionen wie im Fernsehen mit der Interaktivität des Webs und Usern einen neuen Weg, Werbung zu entdecken, ohne aus ihren Lieblings-Apps gerissen zu werden“, rühmte Steve Jobs sein neues Geschäftsmodell Anfang Juni. „iAds wird Millionen von iPhone- und iPod-Touch-User erreichen – für Werber hochbegehrte Bevölkerungsgruppen – und bietet Entwicklern einen neuen Weg, Geld zu verdienen, damit sie weiterhin Gratis- und Billig-Applikationen entwickeln können.“

Am 1. Juli war es soweit, Apple startete iAd. Zu den ersten Konzernen, die sich auf das neue Terrain wagen, gehört Nissan. Der Autobauer hofft, dass jene „hochbegehrte Bevölkerungsgruppe“ der Smartphone- und iPod-Touch-User sich auch für den neuen Leaf interessieren könnte – aus gutem Grund. Denn optisch mag der Leaf wie eine normale Familienkutsche aus dem Hause Renault-Nissan erscheinen, doch sein Inneres ist revolutionär: Der Leaf ist ein Elektroauto, dessen Vorbestellungen bereits jetzt so üppig ausfallen, dass nun auch die Markteinführung in Europa vorverlegt wird.

Ob damit wirklich ein Grundstein für eine so rosige Zukunft gelegt ist, bleibt natürlich fraglich. „Während ich bei Elektroautos keine Zweifel hege, daß sie ein großer Fortschritt sind auf dem Weg zum Transportmittel der Zukunft, bin ich mir bei den iAds nicht so sicher, ob diese Art der mobilen Werbung wirklich die Werbung der Zukunft ist, und ob sie tatsächlich einen Fortschritt bedeutet für die Welt, die Menschen und die Unternehmen“, zweifelt etwa Werbeblogger Jay Martin. Neben der Überprüfung aller iAds durch Apple sind es unter anderem auch hohe Kosten, die seinen Zweifel nähren.

Kritik kommt aber auch von ganz anderer Seite. Als ob Google nicht schon genug Probleme mit Facebook hätte, sieht sich der Suchmaschinen-Riesen nun auch am freien Wettbewerb durch Apple gehindert. Der Hintergrund: Google hatte vor kurzem den Handy-Werbedienstleister AdMob übernommen. Doch mit einem neuen Regelwerk würde sich Apple einen rechtswidrigen Vorteil verschaffen – es geht um Daten, an die Drittanbieter nicht herankommen –, so der Vorwurf.

Der Wettbewerbsvorwurf wird derzeit von der US-Handelsbehörde untersucht.

Quellen:
http://www.apple.com
http://www.werbeblogger.de
http://diepresse.com
http://www.appleradar.de
http://vimeo.com (Screenshot)

Tags: , , , - Gepostet von Rafael Buchegger

3 Responses to “Apples iAd: Start in eine neue Zukunft?”

  1. Sehr informativer Artikel, hat mir paar Inspirationen gegeben, ich bin auch noch auf der Suche nach Geld verdienen im Internet Aber Sie helfen mir schon ziemlich gut mit ihren Artikeln, dafür danke ich Ihnen!

  2. Das kenne ich gar nicht, scheint sich wohl auch nicht durchzusetzen, der Artikel ist ja auch nicht mehr so neu.

    Gruss

  3. [...] Kampagne ist nicht Teil von Apples iAd-Plattform. Doch um die scheint es derzeit ohnehin nicht gut bestellt zu sein. Nach Chanel hat laut dem [...]





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