Nicht einmal eine Woche nach dem fulminanten Launch des heiß ersehnten iPad Tablets (300.000 verkaufte Stück am ersten Verkaufstag) stellte Apple am vergangenen Donnerstag mit dem iPhone OS 4.0 die neueste Version des Betriebssystems für iPhone, iPod touch und iPad vor. iPhone OS 4.0 wird im Sommer via iTunes verfügbar sein und stellt nach dem Release von OS 3.0 im Juni 2009 ein weiteres großes Update für die nun um das iPad vergrößerte Riege an mobilen Devices dar.

Zu den wichtigsten Neuerungen von iPhone OS 4.0 zählt die Multitasking Fähigkeit für iPhone 3GS (für das 3G aufgrund nur über “Umwege” möglich), iPad und der neuesten Generation des iPod touch. Diese Ankündigung mag wohl für viele für keine große Überraschung sorgen, gibt Apple damit doch gegenüber zahlreichen Kritikern (und Befürwortern des multitaskingfähigen Android-OS) nach. Als weiteres Feature kommt mit der neuen Betriebssystem-Version das bereits für das iPad vorgestellte iBooks auch auf das iPhone bzw. den iPod touch. Zudem kommt eine verbesserte Mail App mit nur noch einer universellen Inbox für alle Mail-Adressen und einzelne Apps können am Homescreen jetzt in Ordnern zusammengefasst werden (somit finden nun bis zu 2160 statt der bisher maximal 180 Apps am iPhone Platz). Zahlreiche weitere Features hat BenM.at in mehreren Blog-Einträgen beschrieben.
Die für Werber und App-Entwickler wohl interessanteste Neuerung dürfte jedoch iAd sein, eine interaktive Werbeplattform, die bereits auf den HTML5 setzt. Die Verwendung des neuen Web-Standards soll dafür sorgen, dass Werbung für den User interessanter werden sollen, indem nicht nur Text-Links, sondern auch Videos und eigene Mini-Anwendungen in Apps integriert werden können. Das ist vor allem für Anbieter interessant, die ihre Apps kostenlos zur Verfügung stellen und über Werbung finanzieren wollen. Von den Werbeeinahmen erhalten diese künftig 60 Prozent, die übrigen 40 Prozent behält sich Apple ein, die dafür im Gegenzug die iAds auf ihren Servern hosten. Auch wenn Apple’s Anteil am Werbekuchen für einige recht hoch erscheinen mag, so ist dieses Modell doch zumindest weitaus transparenter als bei Google, wo angenommen wird, dass sich der Suchmaschinenriese bis zu 80% der Werbeeinnahmen einbehält.
Wie auch schon bei den Apps aus dem App Store überprüft Apple die eingereichten iAds vor ihrer Freischaltung. In welchem Umfang Apple diese “Qualitätsüberprüfung” vornimmt, ist noch unbekannt. Tatsache ist jedoch, dass iAds Nicht nur in Apps, sondern auch in “normale” Websites integriert werden können. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl neuer Gestaltungsmöglichkeiten für mobile Werbemittel, auf die sich Mobile Marketing Agenturen schon sehr bald stürzen werden.
Quellen:
werbeplanung.at
benm.at
digirati.eu
Tags: iAd, iPad, iPhone OS 4.0, Mobile Advertising, Mobile Marketing - Gepostet von Florian Figl






















[...] ist noch gar nicht so lange her, als Apple iAd vorgestellt hat, eine neue interaktive Werbeplattform auf HTML5-Basis. Mit interaktiven Full-Screen-Videos [...]