Methode Empathie

WIE ein Interview vorbereiten?

BRAINSTORMING ZU DEN FRAGEN MACHEN.

Schreiben Sie alle potenziellen Fragen auf, die Ihr Team generieren kann. Versuchen Sie bei der Fragenentwicklung, auf den Ideen des jeweils anderen aufzubauen, um aussagekräftige Themenbereiche herauszuarbeiten.

THEMEN IDENTIFIZIEREN UND ORDNEN.

Lassen Sie Ihr Team, ähnlich wie bei der „Gruppierung“ in der Synthese, Themen oder Themenbereiche festlegen, in die die meisten Fragen fallen. Sobald Sie die Themen Ihres Fragenpools identifiziert haben, legen Sie die Reihenfolge fest, damit das Gespräch so natürlich wie möglich ablaufen kann. Auf diese Weise können Sie den Ablauf Ihres Interviews strukturieren und die Gefahr für eine ziellose Interaktion mit Ihrem User verringern.

FRAGEN VERFEINERN.

Wenn Sie alle Fragen nach Thema und Reihenfolge gruppiert haben, werden Sie möglicherweise feststellen, dass einige Bereiche des Gesprächs sich überlappen oder dass Fragen gar nicht dazu passen. Nehmen Sie sich außerdem Zeit, um sicherzustellen, dass Sie in Ihrer Planung genügend Platz lassen für „Warum?“-Fragen, für Fragen in Richtung von „Wie war das, als Sie das letzte Mal _____“ und für Fragen, die darauf abzielen herauszufinden, wie der User SICH FÜHLT.

WARUM befragen?

Ziel ist es, die Gedanken, Gefühle und Motivationen von Personen zu verstehen, damit Sie für die Betreffenden Innovationen entwickeln können. Wenn Sie verstehen, warum Menschen bestimmte Entscheidungen treffen und bestimmte Verhaltensweisen haben, können Sie deren Bedürfnisse identifizieren und Designs so gestalten, dass sie diese Bedürfnisse decken.

WIE befragen?

FRAGEN SIE WARUM.

Selbst wenn Sie glauben, die Antwort zu kennen, fragen Sie die Menschen, warum sie gewisse Dinge tun oder sagen. Die Antworten werden Sie manchmal überraschen. Ausgehend von einer Frage soll das Gespräch so lange fortgesetzt werden, wie es erforderlich ist.

BEIM FRAGEN NIEMALS „NORMALERWEISE“ SAGEN.

Fragen Sie stattdessen nach einem bestimmten Vorfall oder Ereignis, z. B. „Wie war das, als Sie das letzte Mal _ _ _ _ _ _? Erzählen Sie mir davon“.

ZUM ERZÄHLEN ERMUTIGEN.

Egal ob die Geschichten, die Menschen erzählen, wahr sind oder nicht – sie geben Aufschluss darüber, wie die Befragten über die Welt denken. Stellen Sie Fragen, die Menschen dazu bringen, Geschichten zu erzählen.

NACH WIDERSPRÜCHEN SUCHEN.

Manchmal widersprechen sich die Dinge, die Menschen sagen und die sie tun. Diese Differenzen beinhalten oft interessante Erkenntnisse.

AUF NONVERBALE HINWEISE ACHTEN.

Berücksichtigen Sie Körpersprache und Emotionen.

KEINE ANGST VOR STILLE HABEN.

Interviewer haben oft das Bedürfnis, eine andere Frage zu stellen, sobald eine Pause eintritt. Wenn Sie Stille zulassen, kann eine Person über das nachdenken, was sie gerade gesagt hat, und vielleicht etwas Tieferes preisgeben.

KEINE ANTWORTEN AUF DIE EIGENEN FRAGEN VORSCHLAGEN.

Selbst wenn Befragte vor einer Beantwortung zögern, helfen Sie ihnen nicht, indem Sie eine Antwort vorschlagen. Dies kann unbeabsichtigt dazu führen, dass Leute Dinge sagen, die Ihren Erwartungen entsprechen.

FRAGEN NEUTRAL STELLEN.

„Was halten Sie davon, für Ihren Ehepartner Geschenke zu kaufen?“ ist als Frage besser geeignet als: „Glauben Sie nicht, dass Einkaufen großartig ist?“, da die erste Frage nicht impliziert, dass es eine richtige Antwort gibt.

KEINE BINÄREN FRAGEN STELLEN.

Binäre Fragen können mit einem Wort beantwortet werden. Sie wollen aber ein Gespräch führen, das auf Geschichten basiert.

GESPRÄCH FESTHALTEN.

Machen Sie das Interview immer zu zweit. Wenn dies nicht möglich ist, verwenden Sie einen Voice-Recorder. Es ist nicht möglich, mit einem User ein richtiges Gespräch zu führen, sich auf ihn einzulassen und gleichzeitig detaillierte Notizen zu machen.