„Walk a mile in my shoes“

Am Valentinstag treffen sich digitale Pioniere zur Digital Date Night in Wien ausgerechnet in einer mehr als 200 Jahren alten Schuhmanufaktur: Um in den Schuhen ihrer Kunden zu gehen und dabei die Druckstellen im Geschäftsmodell der Zukunft zu erkunden.

ambuzzadorABC goes analoge Schuhmanufaktur: Wir haben die Schuhmanufaktur Scheer als Eventlocation ausgewählt, um am Valentinstag mit digitalen Geschäftsmodellen zu flirten. Warum das der ideale Ort ist, um sich das Kundenerlebnis wirklich vor Augen zu halten? Der Mensch macht den Unterschied im Digitalen Zeitalter, deshalb lässt sich das Digitale Geschäftsmodell auch nicht am Reißbrett entwickeln, ohne sich auf laufende Resonanz aus dem Ökosystem einzulassen. „Walk in someones shoes“ ist dabei ganz wörtlich zu nehmen – nach dem Marktforschen kommt nun das Beobachten und Erleben des echten Kundenerlebnisses, jeden Tag, um Druckstellen im aktuellen Geschäftsmodell aufzuspüren.

Ein neues Business Model alleine am Reißbrett zu entwickeln – das geht heute nicht mehr. Es braucht laufendes Testing, laufend die Resonanz der Umwelt, um wirklich neu zu denken. Im Business Model Crafting haben wir gemeinsam mit den TeilnehmerInnen einen Entwurf für das neue Geschäftsmodell aufgesetzt und dabei wesentliche Punkte in einem Blind Date gechallengt: Was ist unser Purpose 2020? Welche Schritte in der Agile Transformation brauchen wir dafür? Wie gestalten wir Customer Touchpoints, und wie unsere Organisationskultur? Und welche KPIs sind geeignet, um „the new normal“ messbar zu machen?

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Michael Friedmann - Rosenbauer, Bernd Stockinger - Holding Graz, Frank Förster - LV 1871, Ralf Woltmann - LV 1871, Oliver Grill - Erste Group IT, Sabine Hoffmann - ambuzzador, Ulrike Schuch - Waagner Biro Foto: © Jürgen Hammerschmid

Blind Date mit dem eigenen Geschäftsmodell

Einen großartigen Impuls dafür, das Unmögliche möglich zu machen, gab uns Hubert Rhomberg: Er führt in vierter Generation das Vorarlberger Bauunternehmen – und hat mit Cree ein Tochterunternehmen gegründet, mit dem er den Holzbau revolutioniert. Für sein Holzbauprojekt packt er Massen an Daten in die Cloud und macht „die Baustelle zur Plattform“. Das erklärte Ziel: Hochhäuser aus Holz zu bauen, bis zu 100 Meter hoch – nach bisheriger Expertenmeinung ein Ding der Unmöglichkeit.

Rhomberg erklärt sein Erfolgsrezept: „Manchmal ist Erfahrung schädlich. Denn wer genau weiß, wie etwas geht, muss nicht innovativ sein. Mir geht es darum, neues Wissen aufzubauen und dann auf einer Plattform zu teilen, damit auf der ganzen Welt so gebaut werden kann. Das ist eine ganz neue Ökonomie: Jeder kann alles nehmen und verbessern. Ego hat da keinen Platz mehr.“

Um vom eigenen digitalen Geschäftsmodell nicht überwältigt zu werden, plädieren wir für agile Methoden: Es geht immer um den nächsten Schritt, nicht gleich um den ganzen Marathon, dessen Ziel wir noch gar nicht kennen.

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