Use Case : Chatbots @ Immobilien- & Jobsuche

In einer Chatbot-Serie präsentiere ich regelmäßig Usecases aus den verschiedensten Industriezweigen. Heute: Chatbots im Bereich Immobilien- & Jobsuche

Heute an der Reihe: Real Estate & Jobsuche

Wie in den vorherigen Artikel festgestellt, machen Chatbots vor allem dort Sinn, wo sie VerbraucherInnen eine bessere User Experience ermöglichen als das eine Applikation oder Website tut.

Eine Suchfunktion ist prinzipiell schon auf eine Konversation, also eine Text- oder Spracheingabe, ausgerichtet und somit für ein Conversational Interface sehr gut geeignet.

Aber warum macht ein Bot mehr Sinn als eine Website?

Nun ja, im wesentlichen aus einem Grund: Wir sind faul!

Jeden Tag in der Früh und am Abend nach der neuen Traumwohnung suchen?

Mehrmals am Tag die aktuellen Jobs checken, um einer der ersten Bewerber zu sein?

*Puh* !

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Conversational Search

Die Lösung für effiziente Bewerber und weniger involvierte Wohnungssuchende – Conversational Search .

Im wesentlichen zeichnet sich Conversational Search dadurch aus, dass UserInnen via Volltext Eingaben tätigen können, die von der Maschine im Volltext analysiert werden.

In weiterer Folge werden die Ausgaben auf die Suchanfrage ebenso im Kontext von Sätzen wiedergegeben, wirken somit menschlich und werden neben der klassischen Keyword Analyse im Gesamtkontext betrachtet.

Usecase: Mr. Hokify by Hokify

Das österreichische Start-Up Hokify, welches sich selbst als das Tinder für Jobs bezeichnet, war mit dem Facebook-Messenger Bot einer der First Mover unter den Jobsuch-Bots.

Der Bot Mr. Hokify soll Menschen auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im Rahmen eines Conversational Interfaces die mühsame Tortur der täglichen Überprüfung von Jobportalen & Co. ersparen.

Foto: Hokify

Foto: Hokify

Funktionalitäten

  • Jobsuche via Facebook Messenger
  • Intelligente Suchfunktion mit „Gedächtnis“
  • Job-Alarm

Beispielvideo Mr. Hokify

Fazit:

Meine Versuche, via Mr. Hokify in verschiedenen Branchen und nach Jobs zu suchen, liefen leider zu 90% ins Dead-End. Die Idee an sich halte ich jedoch für eine sehr wertvolle, die speziell in immer dynamischeren Zeiten einen echten Mehrwert liefern kann.

Bleibt nur zu sagen: Abwarten, was das Team von Hokify mit ihrem Bot noch alles anstellt. :)

Usecase: zoomBot by Zoomsquare

Ebenfalls von einem österreichischen Start-Up wurde der zoomBot ins Leben gerufen: Angetreten, um das Wohnungssuche-Erlebnis zu revolutionieren.

Wohnungssuche via Conversational Interface? Das schauen wir uns doch genauer an!

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Funktionalitäten:

  • Wohnungssuche via Facebook Messenger
  • Abfrage der Präferenzen
  • Ausspielung von Anzeigen
  • Selbstlernender Algorithmus
  • Bot merkt sich Präferenzen und die letzte Suchanfrage
  • Benachrichtigung über neuste Anzeigen

zoombot

Fazit:

zoomBot ist quasi in der Beta-Phase gelauncht worden, um möglichst schnell ein Produkt auf den Markt zu bringen, welches über den Einsatz von Artificial Intelligence von der ersten Konversation an beginnt zu lernen. Aus meiner Sicht genau der richtige Weg, um ein Produkt iterativ an die Anforderungen der KonsumentInnen anzupassen , ohne zu viel Zeit in aufwändigen Usertests & Co. zu verlieren.

Features, die mir sehr gut gefallen, sind einerseits die Möglichkeit, sich als User aussuchen zu können, wann der Bot mich über neue Angebote informiert, und andererseits die Tatsache, dass ich die Suche nicht bei jeder Anfrage neu anfragen muss, sondern der Bot sich an meine letzte Suchanfrage erinnert.

Ein bequemer Weg, um regelmäßig ein Update über Wohnungsanzeigen zu bekommen – die Revolution meldet der zoomBot aber sicherlich (noch) nicht an. :)

Resume:

Die Möglichkeiten, die eine Kombination von Artificial Intelligence, Natural Language Processing System und Machine Learning bieten, werden aktuell noch nicht ausgeschöpft.

Die angeführten Cases lassen sich wohl eher als MVPs (Minimum Viable Product), also eine Art Testcase, verstehen.

Interessant für UnternehmerInnen aus der Branche: Die Zukunft ist noch nicht geschrieben, kreative Ansätze können umgesetzt werden und somit ein Differenzierungsmerkmal zum Mitbewerb schaffen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wir freuen uns über Anfragen zu Ihrem persönlichen Chatbot-Projekt an:

speakingdigitalfuture@ambuzzador.com

Robot Hand

Keinen blassen Schimmer, worum es hier geht?

Im Rahmen einer der letzten Blogposts habe ich die Grundlagen der Facebook Messenger Bots und das im Thema schlummernde Potenzial beschrieben.

Zum Grundlagenartikel „Chatbots – alter Wein in neuen Schläuchen?“ geht es hier .

Im Rahmen einer regelmäßigen Reihe an Blogposts werden ab sofort Usecases vorgestellt, die auf die branchenspezifischen Potenziale der Chatbot-Umgebung eingehen.

Hier geht es zu den bereits vorgestellten Usecases :