Tipps & Tricks: Mindful Working im Home Office

Durch COVID-19 heißt es für viele von uns ab ins Home Office. Nach den ersten Tagen realisieren wir: das ist alles andere als spätes Aufstehen, regelmäßige Kaffeepausen und gemeinsame Zeit mit der Familie. Das Abschalten vom Arbeitsalltag wird schwerer und der Stress nimmt durch Krisennachrichten und Co. auf allen Kanälen zu. Kurz um: Man verliert sich und schafft es nicht „Hier und Jetzt“ zu leben. Um diesem Dilemma rechtzeitig aus dem Weg zu gehen, möchten wir Sie über „Mindful Working“ aufklären und Ihnen wertvolle Tipps und Tricks für Ihr Home Offe mitgeben. Haben Sie sich heute schon Zeit für sich genommen?

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Ruhe am Arbeitsplatz...

Im Hier und Jetzt!

Im Home Office verspüren wir oft den Drang ständig erreichbar sein zu müssen und der Flut an Informationen 24/7 die Stirn zu bieten. Auch das Verlangen danach immer up to date zu sein nimmt nicht ab. Statt Entschleunigung herrscht also Beschleunigung. Der Kopf ist voll mit unzähligen Tasks, die Gedanken drehen sich um schaurige Pressenachrichten und am Ende des Arbeitstages bleibt der Erfolg aus. Der Grund dafür? Wir vergessen im „Hier und Jetzt“ zu leben und uns auf das zu konzentrieren, was in diesem Moment wichtig ist.

Doch das muss nicht sein, wie wir bei ambuzzador finden. Daher lautet unser Motto: Achtsamkeit an den Home Office Alltag zu legen. Faktoren, wie zielorientiert zu arbeiten und im Lead seiner eigenen Aufgaben zu sein, stehen bei uns im Mittelpunkt. Doch wie gelingt das? Wir erklären Ihnen die wichtigsten Eckpfeiler samt Tipps!

Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz meint im Arbeitsalltag das „mit sich in Beziehung stehen“. Der Fokus liegt hierbei darauf, sich 1) selbst wahrzunehmen, 2) zu steuern und 3) sich auch zu motivieren.

Bei der Selbstwahrnehmung geht es darum sich bewusst zu machen, wie es mit den eigenen Ressourcen steht, welche persönlichen Vorlieben es bei der Arbeit gibt und ob Sie eingefahrene Verhaltensmuster daran hindern, voranzukommen.

In zweiter Linie gilt es darüber nachzudenken, wie Sie ihre Bedürfnisse während des Tuns steuern können. Dabei sollten Sie sich die Fragen stellen, wie Sie die eigenen Ressourcen einsetzen und Ihre Arbeitsvorlieben stillen. Abseits sollten Sie Ihre Augen auch nicht vor neuen Möglichkeiten verschließen.

Letztlich dreht sich emotionale Intelligenz um die persönliche Motivation. Sind Sie sich ihrer Werte in der Arbeitswelt bewusst? Lenken Sie ihre Zukunft auch in die für Sie richtige Richtung? Können Sie mit Widrigkeiten umgehen? Wenn diese Fragen für Sie beantwortet sind, haben Sie bereits eine gute Basis geschaffen, um achtsam mit Ihren Kollegen umzugehen. Wir sprechen hierbei von „mit anderen in Beziehung treten“. Damit ist gemeint, emphatisch mit diesen in Kontakt zu treten und die eigenen sozialen Kompetenzen vernünftig einzusetzen, um andere zu unterstützen oder zu befähigen.

So geht’s

  • Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie auf, wie Sie sich momentan im Home Office fühlen. Welche Emotionen schwirren Ihnen im Kopf herum?
  • Halten Sie fest, was Sie daran hindert effektiv im Hier und Jetzt zu arbeiten und was Sie gerne machen würden.
  • Notieren Sie auf einer Skala von 1 bis 10 (1 ist das Niedrigste und 10 das Höchste), wie Ihre Ressourcen heute verfügbar sind.
  • Beantworten Sie sich selbst nach dem Notieren die Frage, ob Sie sich Ihrer Befindlichkeiten bewusst sind und wie Sie eine aktive Steuerung Ihrer Home Office Ziele vornehmen können.
  • Sobald diese Dinge geklärt sind, nehmen Sie sich Zeit für Ihre KollegInnen und tauschen Sie sich aus. Wo können Sie andere im Home Office Alltag supporten und vice versa.
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Sind Sie glücklich?

Resilienz

Die innere Ruhe zu bewahren sowie emotionale und kognitive Widerstandsfähigkeit im Home Office an den Tag zu legen, ist das Um und Auf. Diese Kernkompetenzen helfen Ihnen dabei Hindernisse in Zeiten wie diesen zu bewältigen. Um einen Vergleich zu ziehen: Sie können in unbekannten Ozeanen schwimmen und sich von Wellen überrumpeln lassen – oder Sie schnappen sich eine Welle und surfen einfach mal mit ihr. Falls Sie vom Surfbrett fallen, stehen Sie wieder auf und probieren es von Neuem. Mit dieser Einstellung nehmen Sie Stresssituationen anders wahr und werden auch resistenter.

So geht’s

  • Denken Sie über eine Stresssituation erneut nach und rekonstruieren Sie Ihre Handlungsmuster. Versuchen Sie diese neutral zu bewerten. Stellen Sie in den Raum, ob Ihre Nervosität oder Ihr Stresslevel gerechtfertigt war und ob eine andere Kollegin ähnlich oder anders reagiert hätte. Diese Übung soll Ihnen dabei helfen über Ihre Handlungsmuster zu reflektieren und dieser bewusst zu werden.
  • Eine weitere Übung ist, sich Ruhe für sich selbst einzuräumen. Setzen Sie sich weg vom Schreibtisch und schließen Sie Ihre Augen. Legen Sie Ihre Hände mit der Handfläche nach oben auf Ihre Oberschenkel und seien Sie im Hier und Jetzt. Fokussieren Sie sich und lassen Sie den Stress für fünf Minuten außen vor.
  • Power Posing: Setzen Sie sich auf einem bequemen Sessel und nehmen Sie eine Pose ein, die Sie an den Tag legen, wenn Sie traurig und niedergeschlagen sind. Halten Sie für zwei Minuten inne. Stehen Sie wieder auf und nehmen Sie eine Pose ein, die Sie ermächtigt. Denken Sie dabei an Ihre Stärken und wie Sie komplexe Stresssituationen meistern würden.
  • 3 Atemzüge: Stehen Sie auf und nehmen Sie drei tiefe Atemzüge. Mit dem folgenden Einatmen und Ausatmen richten Sie Ihre innere Aufmerksamkeit auf die Atmung. Beim nächsten Einatmen und Ausatmen lösen Sie bewusst die Schultern. Diese Übungen wiederholen und stellen Sie sich dabei die Frage, was in diesem Moment wichtig ist. Sobald Sie diese Runde beendet haben, beginnen Sie die Übung von Neuem.
  • Quick Win: Trinken Sie ein Glas eiskaltes Wasser - das beruhigt das vegetative Nervensystem.
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Einfach mal durchatmen...

Positive Emotionen

Menschen neigen dazu sich eher auf das Negative, als auf das Positive zu konzentrieren. Diese Imbalance können Sie allerdings durch aktive Achtsamkeit lenken. Wichtig: Lassen Sie deshalb positive Emotionen im Home Office zu und finden Sie Freude an dem, was Sie tun. Der Bonus: Durch Ihre positive Einstellung bewältigen Sie Aufgaben effektiver und gleichzeitig auch kreativer.

So geht's

  • Schreiben Sie auf, worauf Sie sich heute im Home Office freuen und warum.
  • Nachdem ihr Tag zu Ende gegangen ist, notieren Sie, warum Sie stolz auf sich sind.
  • Nutze Sie die nächsten Begegnungen mit KollegInnen, um einen Moment innezuhalten und ihnen in Gedanken mitzuteilen: „Ich wünsche mir, dass du glücklich bist“. Diese Übungen über den Tag verteilt, wiederholen.
  • Setze Sie sich in Ihr Wohnzimmer und beachten Sie all die Dinge, die Sie umgeben. Was sehen, was hören und was riechen Sie? Gab es etwas, das Sie besonders schön fanden?
  • Nehmen Sie sich Zeit für drei tiefe Atemzüge, sodass Sie im Hier und Jetzt ankommen. Schließen Sie Ihre Augen und denken Sie darüber nach, wofür Sie dankbar sind. Nehmen Sie Ihre Dankbarkeit wahr und fühlen Sie, wie sich diese Emotion in Ihrem Körper ausdrückt. Seien Sie dankbar dafür, dass Sie das Gefühl der Dankbarkeit empfinden können und atmen Sie wieder tief ein und aus.
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Das Mantra: Positiv denken!

Weitere Tipps für Mindful Working im Home Office

  • Starten Sie ein virtuelles Meeting mit 1 Minute Ruhe. Stellen Sie sich einen Timer und lassen Sie alle TeilnehmerInnen im Meeting ankommen.
  • Nutzen Sie den Weg zur Kaffeemaschine, um sich zu entschleunigen. Gehen Sie den Weg ganz langsam quasi in Zeitlupe. Nehmen Sie wahr, wie sie ihren Fuß auf den Boden aufsetzen, erst die Ferse, dann den ganzen Fuß, dann die Zehen usw.
  • Fühlen sie sich mit einer Situation oder Aufgabe überfordert, halten sie kurz inne und atmen Sie bewusst ein und aus. Einatmen "Ich tue mein Bestes", Ausatmen "Ich lasse alles andere los".
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Pausen machen und Handy abschalten!

Sie haben Fragen zu "Mindful Working"? Kein Problem! Kontaktieren Sie CEO Sabine Hoffmann oder Barbara Fekete, die beide das seach inside yourself Seminar von Google besucht haben und die Achtsamkeitsübungen daraus täglich trainieren. Denn emotionale Intelligenz ist wie ein Muskel. Wir würde uns freuen, gemeinsam zu üben!