Snapchat ist das neue Facebook

GenerationNOW und die Social Media Nutzung: Die 15-jährige Dina erzählt uns, welche Kanäle sie täglich auf welchem Device nutzt. Überraschend: Whatsapp wird als Lernplattform genutzt und Facebook ist bei den Jüngsten zu uncool.

— von Dina Fric —

Dina Fric

Die 15-Jährige Dina berichtet für ambuzzador von ihrer Social Media Nutzung.

Whatsapp, Snapchatt und viele weitere Social Media Kanäle begegnen mir täglich. Ich bin fünfzehn Jahre alt und besonders Apps sind Teil meines Alltags. Welche Kanäle nütze ich, welche nicht und warum.

Was ist das erste, was ich tue, wenn ich in der Früh aufstehe? Ich schaue auf mein Handy und checke meine neuesten Nachrichten auf Whatsapp . Meistens sind es welche von meinen FreundInnen, wegen Hausaufgaben oder diversen Terminen, aber sogar Lehrer haben schon Whatsappgruppen erstellt um mit den Schülern leichter zu kommunizieren. Es ist einfach praktisch: Nachrichten kosten nichts, die ganze App läuft nur über das Internet. Außerdem werden Bilder, Videos und Audioaufnahmen einfach und schnell verschickt und kommen, ganz im Gegenteil zu MMS und SMS, so an, wie man sie verschickt hat. Die erste App, die ich herunterlud, als ich mein erstes Smartphone bekam, war somit auch Whatsapp, da sie jeder meiner Freunde und Schulkollegen nützt.

Andere Apps, wie zum Beispiel Snapchat, We heart it, YouTube und Instagram sind mir aber genauso wichtig, da sie einfach lustig und unterhaltsam sind. Snapchat habe ich jetzt schon lange auf meinem Smartphone und es macht noch immer Spaß, Momente mit Freunden zu teilen, indem man ihnen Fotos oder Videos schickt. Besonders die neueren Funktionen, wie „ Discover “, womit man sich ansehen kann, was diverse Sender posten und „Live“, was dazu dient, um mit zu verfolgen, was andere Menschen weltweit erleben, sind sehr unterhaltsam. We heart it ist eine App, die nicht jeder kennt, ich habe sie durch eine Empfehlung einer Freundin erst kennen gelernt und nun nütze ich sie täglich. Man verschickt damit, genauso wie mit Instagram Bilder, allerdings sind diese in viel besserer Qualität und werden so gefiltert, dass man, nach bestimmten Interessensfeldern stöbern kann, um Inspiration zu finden und Bilder herunter zu laden.

We heart it ähnelt Instagram. Allerdings können dort Interessen eingegeben werden, nach denen Bilder sortiert werden.

Auch mit Instagram kann man eigene Bilder mit anderen Menschen teilen. Ich persönlich poste kaum Bilder, sondern nutze die App hauptsächlich, um Prominente ein bisschen näher kennen zu lernen , Freunden zu folgen und mich von manchen Seiten inspirieren zu lassen. YouTube ist also die einzige Seite, die ich sowohl am Computer, als auch am Handy verwende. Man findet Videos zu jedem Thema und da Musik sehr wichtig für mich ist, ist dieser Social Media Kanal super, um Musikvideos anzusehen oder einfach über das Neueste informiert zu sein.

Facebook und Twitter? Not for GenerationNOW

Es gibt aber auch Social Media Kanäle, die sehr bekannt sind, wie Facebook und Twitter , die ich dennoch nicht nutze. Ich bin nicht interessiert in solche Seiten , denn ich habe weder das Bedürfnis, über das Internet bekannt zu werden, noch möchte ich, dass man alle meine Daten finden kann. Vielleicht würde ich Facebook, Twitter etc. nutzen, wenn meine Freunde mich dazu überreden würden, aber die meisten davon sind, genauso, wie ich, der Meinung, dass sie solche Seiten nicht brauchen.

Natürlich ist besonders Instagram eine App, die perfekt für Firmen ist, um Werbung zu machen und die Aufmerksamkeit von App-Nutzern auf ihre Produkte zu ziehen. Die Seiten werden unter „Suche“ vorgeschlagen und somit stolpert man immer wieder über Werbungen. Was mich betrifft, folge ich Modemarken , um am Laufenden zu bleiben, was Angebote angeht. Nervig finde ich aber Benachrichtigungen von mir komplett fremden Marken , die mich in einem Kommentar unter einem Bild erwähnen, um mich dazu zu bringen, diese Werbung wahr zu nehmen.

Kurzvideos und Push-Benachrichtigungen begegnen mir aber auch oft auf YouTube und vielen anderen Seiten, was mir auf die Dauer ziemlich auf die Nerven geht. Das wäre ein Grund dafür, mir einen Ad-Blocker zu installieren, welcher die Werbung ausblendet. Ich verwende momentan keinen, aber ich habe vor, mir einen in Zukunft zu installieren, denn besonders Werbungen, die man nicht schließen kann, ohne auf „Ok“ zu klicken, empfinde ich als nervig und unnötig.

Alles in allem nutze ich Social Media hauptsächlich auf meinem Smartphone , während ich mit dem Laptop eher für die Schule arbeite und recherchiere, manchmal aber schaue ich auch YouTube-Videos an, um mich nach der Schule zu entspannen oder zu informieren.

Fazit der Social Media Redaktion

Dina als 15-Jährige in der GenerationNOW repräsentiert die Zukunft der NutzerInnen. So schnell sich Social Media per se ändern, so weit werden es auch die NutzerInnen. Während die kaufkräftige Schicht von heute vor allem auf Facebook & Co. unterwegs ist, werden es in 5-7 Jahren bereits vermutlich andere Kanäle sein. Dann zählt Dina zu dieser kaufkräftigen Schicht. Wobei für Marketer auch gilt, dass gerade der Sociale Netzwerk-Riese Facebook bereits ungewöhnlich lange auf dem Online-Parkett tanzt. Wir dürfen noch gespannt sein, inwieweit dessen Transformation die Bedürfnisse der GenerationNOW in Zukunft bedienen wird.