Sinn macht Sinn. Der Corporate Culture Jam 2019

Der Corporate Culture Jam 2019 beschäftigte sich an zwei inspirierenden Tagen mit der entscheidenden Frage, wieviel Sinn ein Sinn macht. Und zwar kein ungefährer, sondern der Sinn eines Unternehmens. Auch genannt Purpose, der genau herausgearbeitete moralische, organisatorische und geschäftliche Kompass eines Unternehmens.

Wie rettest du die Welt?

Im allesumfassenden „War for Talents“ sind Homeoffice-Möglichkeit und Tischfußballtisch schon längst nicht mehr das, was einen Arbeitgeber nach außen attraktiv macht. Denn so wie sich die Welt außerhalb und innerhalb unserer Bildschirme verändert, so verändert sich auch das Arbeitsleben. Aber was tun als Unternehmen, wenn der Gehaltsscheck nicht mehr reicht, um neue Menschen in die Organisation zu integrieren? Sie brauchen Identifikation. Sie brauchen Haltung. Sie müssen einen Sinn erkennen, in der Tätigkeit des Unternehmens und der ihren. Über den Tellerrand hinaus, eingebettet in unserer immer kleiner werdenden und näher zusammenrückenden Welt.

Start with WHY

Ein klar formulierter Unternehmens-Purpose schafft hier eine „Gegenbewegung zur entsinnlichten Welt“ (c Hanno Burmester, unlearn). Abgegrenzt zu anderen Begriffen wie Werte (das „How“), Mission (das „What“) oder Vision (das „Where“) geht es beim Purpose um das WHY. Warum gibt es dich als Unternehmen überhaupt? Welchen höheren Sinn in der Gesellschaft stiftest du? Das Credo am Corporate Culture Jam: Wer das WHY für seine Organisation und seine Arbeit klar hat, hat in Zukunft den Wettbewerbsvorteil.

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Sinn stiftet Transformation

Die Findung und Implementierung eines Purpose geht natürlich nicht über Nacht, geschweige denn in einem Halbtagesworkshop. So gab es genug Erfahrungsberichte, die auf die möglichst breit gefächerte Involvierung von möglichst vielen Mitarbeitern zur Erstellung des Purpose pochten. Bis zu 100 Personen haben zum Beispiel bei Coca Cola European Partners beigetragen, bis der gemeinsame Nenner des eigenen Sinns gefunden wurde. Das war aber nur der Anfang: In einem langfristigen Projekt wurden tausende von Mitarbeitern in mehreren Ländern persönlich abgeholt und unzählige Gespräche geführt.

Das fördert den Austausch im Unternehmen, vernetzt Menschen in einer neuartigen Art und Weise und ermöglicht selbst neuen Mitarbeitern, den übergeordneten Purpose auf meine tägliche Arbeit runterzubrechen. Ansonst verkommt ein Purpose tatsächlich nur zu einer kommunikativen Übung und hat nicht die Chance, in einer gelebten Unternehmenskultur aufzugehen.

Wie messe ich Kulturwandel?

Wie man dort hinkommt? Wie immer in der Transformation: Mit vielen kleinen, aber bestimmten Schritten. Kleine Ziele und Arbeitspakete schnüren, diese messen, Mitarbeiter laufend erinnern und Erfolge sichtbar machen. Und: Motivierte Mitarbeiter als Multiplikatoren verwenden. Dann wird es intern getrieben und schwappt in die gesamte Orga über.

Wer es noch anzweifelt: Schon heute werden in Investoren-Calls von börsennotierten Unternehmen 12% der Zeit über Unternehmenskultur gesprochen, Tendenz steigend.

Heute ist der beste Tag…

um sich über die eigene Unternehmenskultur Gedanken zu machen. Wir als ambuzzador tun es selbst Tag für Tag und unterstützen auch unsere Kunden dabei. Finden wir doch gemeinsam den Sinn des Lebens heraus: speakingdigitalfuture@ambuzzador.com