New Work: Das bleibt von der Corona-Krise

Was vorher in vielen Unternehmen als Prototyp in kleinen Teams getestet, als kühne Vorschläge bei Teamevents ins Spiel gebracht oder von Coaches empfohlen wurde, wurde für viele von uns schlagartig Wirklichkeit. Schlagworte wie Home Office, kollaboratives Arbeiten, CoCreation und Videokonferenzen waren von einem Tag auf den anderen Teil unseres Alltags.

Nun geht es für viele langsam wieder zurück zum neuen Büroalltag. Und wir haben uns gefragt: Was bleibt von der Corona-Krise außer der Mund-Nasen-Schutz, das Desinfektionsmittel auf jedem Schreibtisch und die Video-Apps am Smartphone? Was wollen wir uns bewusst mitnehmen, weil es uns produktiver arbeiten und nachhaltiger leben lässt?

#1: Verbunden sein

Schon nach 2 Tagen im Home Office haben wir ein neues Ritual ins Leben gerufen, dass so simpel wie wirkungsvoll war und weiterhin ist. Als gesamtes Team sprechen wir 1x morgens (CheckIn) und 1x abends (CheckOut) alle miteinander - je 15 Minuten. Wir halten uns über unsere Aufgaben, die Herausforderungen, Learnings & Emotionen auf dem Laufenden.

Im Home Office war das für uns ein Mittel um weiterhin verbunden zu sein und uns zu sehen und zu hören. Das Ritual gab dem Tag in den eigenen 4 Wänden einen fixen Rahmen. Und auch jetzt im Office behalten wir die CheckIns und CheckOuts bei, denn sie sind unsere Zeit um Inne zu halten und uns als Team wahrzunehmen.

Praxis-Tipp:

  • Beim CheckIn stellen Sie sich folgende Frage: Was hab ich heute vor um meine Ziele für diese Woche zu erreichen?
  • Das CheckOut eignet sich für eine kurze Retrospektive: Vor welchen besonderen Herausforderung bin ich heute gestanden und wie hab ich sie gemeistert?

#2: Ich achte auf mich

Wer hat das noch erlebt? Das Home Office verleitet dazu ohne Pausen und ohne fixen Feierabend seine vielen Aufgaben abzuarbeiten. Nach spätestens 2 Wochen im Home Office war vielen von uns klar: Das ist anstrengend! Erstmals kam aber auch die Einsicht: Ich bin selbst dafür verantwortlich, dass es mir gut geht. Organisiert man sich und seine Aufgaben selbst, hängt es auch von einem selbst ab sich mentale Ruhephasen, sportliche Aktivitäten und gesundes Essen einzuplanen.

Hat man sich diese Rituale im Home Office erst mal geschaffen, waren einige von uns überrascht, wie fit und leistungsstark sie plötzlich waren. Zurück im Office holt einen dann aber schnell wieder der alte Trott ein: Mittagessen am PC, Aufstehen nur um schnell einen Kaffee zu holen,... Doch auch hier darf und muss es Pausen geben!

Praxis-Tipp:

  • Verlegen Sie doch mal ein Brainstorming nach draußen! Im Gehen kommen einem meist noch bessere Ideen.
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Ich schau auf mich mit so kleinen Dingen, wie Blumen und gesunden Snacks am Schreibtisch.

#3: Gemeinsam gestalten

Um aus der Not eine Tugend zu machen, haben wir bei ambuzzador recht rasch geplante Trainings & CoWorkings in den virtuellen Raum verlegt. Zuerst war für uns nicht einschätzbar, in welcher Motivation wir die MitarbeiterInnen unserer Kunden antreffen, wie bereit sie sind, gemeinsam Neues zu denken, in Zeiten, die so unsicher sind. Schon das erste CoWorking hat uns gezeigt: da ist so viel Dankbarkeit und Motivation mitgestalten zu können und an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten!

Darauf wollen wir auch in den nächsten Monaten den Fokus legen, denn diese Krise ist DIE Chance viele Wege neu zu denken und dann auch zu gehen. Ob die CoWorkings virtuell oder wieder von Angesicht zu Angesicht stattfinden, spielt dabei weniger ein Rolle.

Praxis-Tipp:

  • Es gibt zahlreiche Tools, die dabei helfen, gemeinsam virtuell zu arbeiten. Wir nutzen zum Beispiel Miro als digitales Whiteboard.
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Gemeinsam entstehen am Whiteboard neue Ideen - egal ob virtuell oder real.

#4: weniger ist mehr - und nachhaltig

Was haben Sie beim Umzug ins Office mitgenommen? Das sind vermutlich auch die Dinge, die Sie wirklich brauchen.

Wir bei ambuzzador haben viele Dokumente und Prozesse schon vorher digitalisiert. Einige Prozesse haben wir jedoch im Zuge des Home Office auch begonnen zu hinterfragen und neu zu definieren. Vieles ist dadurch digitaler und auch schlanker geworden. Und das werden wir auch so beibehalten.

Die Effekte daraus: Sind Prozesse klar definiert, wird der Kopf frei für neue Gedanken und Ideen. Sind Dokumente virtuell verfügbar, kann nahtlos von überall gearbeitet werden.

Praxis-Tipp:

  • Legen Sie sich eine "Das ist mir wichtig"-Mappe an, in der sie alle aktuell wichtigen Sachen für sich aufbewahren - und misten sie diese jede Woche aus. Alle anderen Ordner mit Papier können wahrscheinlich weg...?
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Was brauche ich wirklich? Wöchentliches Ordnen und Ausmisten sorgt für einen klaren Kopf.

#5: daraus lernen

Punkt 1-4 sind daraus entstanden, dass wir uns bei ambuzzador Zeit für Retrospektiven genommen haben, um gemeinsam auf die Zeit im Home Office, die Krise an sich und die Zeit des Zurückkommens ins Office zu schauen. Es gäbe genug anderes zu tun, aber es wäre fahrlässig sich diese Zeit nicht zu nehmen und diese Chance verstreichen zu lassen.

Diese Retrospektiven wollen wir weiterhin in unseren Arbeitsalltag einbauen. Sie sollen uns helfen, die einzelnen Aspekte unserer Zusammenarbeit immer wieder neu zu beleuchten und daran zu wachsen.

Praxis-Tipp:

  • Der Freitag als letzter Tag der Arbeitswoche bietet sich doch perfekt an, um eine gemeinsame Rückschau auf die Zusammenarbeit der Woche zu werfen!

Welche Chancen nehmen Sie sich aus der Krise mit?

Wir legen Ihnen sehr ans Herzen: Halten Sie genau JETZT inne. Mit einem Fuß sind wir alle noch in den Ausgangsbeschränkungen, der Angst vor einer ungewissen Zukunft und mit dem anderen Fuß wollen wir schon losstarten Richtung Zukunft, voller Elan neue Wege gehen.

Hier sollten Sie (mit Ihrem Team) Halt machen und analysieren, was sie Gutes aus beiden Welten mit in den Arbeitsalltag nehmen wollen. Die nächste Krise wird kommen und es wäre fahrlässig, die Erfahrungen aus dieser einfach so vorüberziehen zu lassen.

In einem unverbindlichen Erstgespräch würden wir uns gerne mit Ihnen zu Ihren Erfahrungen und Herausforderungen in dieser Krisenzeit austauschen. Darauf aufbauend würden wir dieses Innehalten gerne auch mit Ihrem Team umsetzen und Antworten auf Fragen wie diese erarbeiten: Wie habt ihr diese Phase der Krise erlebt und wie habt ihr sie gemeistert? Was waren positive Effekte für die Zusammenarbeit, die beibehalten werden sollten? Fühlen ihr euch gerüstet für die nächste Krise oder was fehlt euch dafür?

Wir freuen uns über Ihren ersten Schritt, die Kontaktaufnahme:

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Josef Gasteiger hat mit seinen Kunden die Zeit der Krise genutzt, um schon erste neue innovative Wege von interner Kommunikation mit zu entwickeln und umzusetzen. Soviel sei verraten: Es geht dabei ums Essen :) - denn da kommen d'Leut zsamm.

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Sabine Hoffmann verbringt den Großteil ihrer Zeit im Moment mit Menschen in virtuellen CoWorkings, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Dabei geht es um neue Produkte, Services oder Teamentwicklungen. Auch mal einfach bei einem Bier :)

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Barbara Fekete arbeitet bei und mit ambuzzador daran, die Learnings aus der Krise in den neuen Alltag zu integrieren. Sie schafft den Raum für das Team, um zu diesen Erkenntnissen zu kommen. Tipp: ein gutes Frühstück anrichten, schon kommen alle gerne :)