Nachlese: Das war die erste #ambuzzadorLiveSession!

Was für ein fulminanter Kick-Off: Am 16.06 war es soweit und unsere #ambuzzadorLiveSessions gingen auf Facebook in die erste Runde. Das Thema? Social Media Analytics & Performance. Welche Fragen wir live von unserer Community beantwortet haben und um was es in der nächsten Live Session geht, gibt‘s im Blog zu lesen.

Runde 1: #ambuzzadorLiveSessions

Getreu dem Motto „Leading the Future“ ist es unser Kredo, am Puls der Zeit zu bleiben, um zu wissen, was die Social Media bewegt. Daher haben wir ein neues Format entwickelt – und zwar unsere #ambuzzadorLiveSessions. Bei diesen riefen wir unsere Community dazu auf uns über ein Tool anonym Fragen zum Thema „Social Media Analytics & Performance“ zu stellen. Sieben Fragen haben uns erreicht, die wir anschließend in unserer Session beantwortet haben und nun in dieser Nachlese noch einmal zusammenfassen.

Als GastgeberInnen fungierten übrigens unser Philipp Kurz (Social Media Innovation Strategist & Managing Editor) und unsere Marie Kaltenegger (Content Creator & Consultant). Mit ein wenig (Technik-bedingter) Verspätung starteten die Beiden in die Session hinein und standen Rede und Antwort. So viel schon mal vorab: Philipp und Marie hatten eine Menge Spaß!

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Kurz vor der Live Session

Frage 1: Welche Tools würdet ihr für automatisiertes Publishing/Analytics empfehlen?

Bevor wir hier Third Party-Tools nennen, ist es wichtig zu wissen, dass es bei den größten Netzwerken, wie beispielsweise Facebook oder Twitter, bereits native Publishing Optionen gibt. Bei Facebook kann man hier das Creative Studio nutzen und bei Twitter das Tweetdeck.

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Screenshot: TweetDeck

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Screenshot: Creative Studio

Sobald die Redaktionsprozesse komplexer werden und es darum geht, auf mehreren Kanälen zu veröffentlichen und die Übersicht bewahrt werden soll, empfehlen wir Content Management Systeme. Eines mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben, ist beispielsweise swat.io oder Hootsuite. Mit diesen ist es möglich Beiträge zu erstellen, Abstimmungen intern und extern vorzunehmen, Tags zu vergeben, Tickets im Community Management abzuarbeiten und es kann automatisch gepublisht werden. Die meisten Publishing Tools bieten auch eine gute Übersicht, was Performance Analytics angeht.

Nun Näheres zum Thema Analytics: Wir bei ambuzzador verwenden unsere hauseigene Künstliche Intelligenz Data Debbie, um Metriken und KPI‘s (je nach Verzielung) zu monitoren und auf Basis der Daten Voraussagen zu treffen. Sie unterstützt uns dabei Messwerte besser zu verstehen und zu ermitteln wie sich die entsprechenden Werte verändern und inwiefern wir unsere Kampagnen, Bilder und Texte anpassen müssen. Durch unsere smarte KI können wir punktgenaue Entscheidungen treffen, wo es in der Redaktion hingehen soll – und das ohne großen (und meist nur punktuellen) Reporting-Aufwand. Mehr Infos zu Data Debbie gibt gibt es hier.

Frage 2: Ein Unternehmen beauftragt verschiedene Agenturen für Verkaufskanäle wie Adwords, Facebook & Newsletter - alle auf Provisionsbasis. Wie löst man die Problematik der Attribution am besten?

In der Vergangenheit (zum Beispiel im Affiliate Marketing) galt bei der Attribution von Verkäufen das Motto „Last Cookie Wins“. Das heißt: Auch, wenn mehrere Werbemittel entlang der Customer Journey zum letztendlichen Verkauf geführt haben, bekam der letzte Advertiser den Zuschlag für die Provision. Bereits seit einiger Zeit werden solche Attributionen allerdings dynamisch gehandhabt. Das heißt, dass alle Klickkontakte in der Customer Journey, denen das Modell einen Wirkungsbeitrag an der Bestellung nachweist, einen Anteil an der Provision erhalten. Die Höhe des Anteils errechnet das Modell anhand verschiedener Einflussfaktoren. Solch eine dynamische Attribution lässt sich zum Beispiel mit Hilfe von Google Analytics 360 einrichten. Mehr Informationen hierzu liefert Google unter diesem Link.

Frage 3: Wie kann ich aus Split-Testings langfristige Schlüsse ziehen?

Split-Testings können auch A/B Testings genannt werden. Das Grundprinzip dieser Testings besteht darin zu eruieren, ob bestimmte Sujets, Zielgruppen, Textvarianten oder Werbeformate besser performen, als andere. Durch das Austesten kann gut ermittelt werden, was der ausgewählten Zielgruppe mehr zusagt. Ein Vorteil der Testings: Durch das kontinuierliche Ausprobieren, kann am Werbebudget geschraubt und schnell festgestellt werden, wie man beispielsweise den günstigsten Klick oder die günstigste Conversion erzielt. Denn gerade jetzt ist es essentiell jeden Marketingeuro richtig einzusetzen.

Die langfristigen Learnings, die aus Split-Testings gezogen werden können, sind als „grobe Bausteine“ für den Posting-Auftritt anzusehen. Damit ist gemeint, wie der eigene Post so gestaltet werden kann, dass er gut performt. Die Frage, welche Farbe, welchen Störer oder welche Textlänge bevorzugt werden soll, kann so leicht im Kreationsprozess entschieden werden.

Bevor das Testing gestartet wird, sollte das Ziel des Testings festgemacht werden. Denn nur die richtigen Testings, können Zielvorgabe erfüllt werden. Hier sollte das Experiment Design bereits im Vorhinein (z.B. mit der Hilfe von 3-Walls) definiert werden. Mehr hierzu erfahren Sie in diesem Artikel zuSocial Media RELOADED.

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Bauchgefühl adé (3-Walls Ansatz)

Frage 4: Wann sind Follower ein relevanter KPI? (Minute 31)

Hier möchten wir etwas ausholen: Rückblickend war es wesentlich einfacher einen Fanaufbau auf diversen Social Media Kanälen auf die Beine zu stellen. Abseits war es auch leichter durch organische Posts einen Großteil der eigenen Followerschaft zu erreichen.

Sobald ein Netzwerk jedoch an Größe gewinnt (bspw. Facebook, Instagram, Twitter usw.), wird die organische Reichweite eingeschränkt. Damit im Feed Werbeanzeigen Platz finden können und die entsprechenden Unternehmen für Ihre Ziele (z.B. Reichweite) bezahlen. Die potenzielle organische Reichweite hängt allerdings noch von anderen Faktoren (Affinität der User, Recency usw.) ab. Hierzu können wir allerdings ein anderes Mal mehr erzählen.

Zusammengefasst lässt sich zur Metrik „Follower“ Folgendes sagen:

  • Relevant, wenn …
    • Spezialfunktionen benötigt werden (Beispiel: Verlinkungsmöglichkeit in den Instagram Stories)
    • Bildung von Custom Audiences auf Basis der Fans. Fans oder Follower sind in einer Customer Journey bereits weiter fortgeschritten. Zudem lassen sich so auch Lookalike Audiences mit Merkmalen erstellen, welcher der Fan Audience ähneln.
    • Nicht zu vernachlässigen: das Thema Social Proof und Authentizität. Ein Account oder Profil einer (vielleicht großen) Marke wird durch potenzielle Kunden als unauthentisch wahrgenommen.

Nichtsdestotrotz sind die o.g. Punkte eher die Ausnahme. Wenn man die Kosten für bezahlten Fanaufbau berücksichtigt, ist es in den meisten Fällen günstiger die entsprechenden Zielgruppen über Werbeanzeigen zu erreichen.

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Follower als KPI?

Frage 5: Corona Krise: Inwiefern hat sich die Relevanz von Social Media Metriken bzw. KPI’s während Corona verändert?

Eines ist klar: In den vergangenen Monaten haben sich die Metriken und KPI‘s aufgrund der COVID-19-Maßnahmen stark verändert. Was wir hier verfolgt haben, ist, dass vor Corona vor allem die klassischen, quantitativen Werte relevanter waren, als heute. Nun aber erhalten auch qualitative Messwerte eine größere Bedeutung. Warum? Die UserInnen hatten während des Lockdowns mehr Zeit sich mit den Inhalten, die sie auf Social Media konsumiert haben, zu beschäftigen. Dadurch ist das Engagement extrem gestiegen. Dabei war ein aktives Social Listening für uns als Marketer und Redakteure wichtiger denn je. So konnten und können wir eruieren, was die Community (und letztendlich die Kunden & Kundinnen) beschäftigt und wo mit der Kommunikation ansetzen mussten. Grundsätzlich ist es aus unternehmerischer Sicht wichtig, die eigenen Ziele in so einem dynamischen Umfeld wöchentlich neu zu definieren. Hierauf baut die (Social Media) Kommunikation, die Verzielung sowie die Messung letztendlich auf. Nur wenn Ziele richtig gemessen werden, kann ausfindig gemacht werden, ob Traction bei den Kundinnen & Kunden generiert wird.

Ob sich die Werbekosten zukünftig (und somit die KPI’s und Metriken) wieder nach oben einpendeln werden, bleibt offen. Hier können wir nur spekulieren, da dies auch von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Was uns allerdings bei ambuzzador bleiben wird, ist der Lernprozess, den wir während des Lockdowns durchgemacht haben.

Einmal hier klicken und erfahren, wie wir Influencer Kampagnen während des Lockdowns modifiziert haben – ein Blick lohnt sich!

Frage 6: Warum TikTok?

TikTok ist ein hervorragendes Medium, um vorwiegend junge Zielgruppen anzusprechen. Vor allem die Generation Y und Z verbringt dort sehr viel Zeit. Hinzukommend dient das aus China stammende Medium dazu, die neusten Trends ausfindig zu machen. Ein gutes Beispiel: Viele von uns haben in Ihren Instagram Stories oder in ihren Twitter Feeds bereits Videos gesehen, die ihren Ursprung in der Video App haben. Hinzukommend sind die organischen Reichweiten auf der Plattform derzeit auch (noch) außergewöhnlich hoch, was es für viele Marken interessant macht. Dennoch zieren sich noch viele das Netzwerk aktiv zu nutzen und zu bespielen.

Was Sie berücksichtigen müssen, wenn sie TikTok nutzen, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „Werben auf TikTok: 6 Algorithmus-Growth Hacks“.

Live Community Frage zu TikTok: Ist schon ein "Nachfolger" von TikTok in Sicht - also ein neuer Player am SM-Feld? Hat Jodel eine Relevanz?

Es gab einige Plattformen, die bereits versucht haben TikTok zu imitieren. Von Facebook gibt es beispielsweise den KlonLasso, der bereits vor einiger Zeit auf dem amerikanischen Markt ausgerollt wurde, allerdings ist es wieder sehr still um diesen geworden. Auch die Macher von Vine haben Anfang des Jahres ein neues Netzwerk namens Byte gegründet

Auf die Frage hin, ob es bald einen Tik Tok Nachfolger geben wird: es wird neue Netzwerke und neue Apps geben, doch TikTok wird im Wachstum wohl noch lange Spitzenreiter bleiben.

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Jetzt ist Zeit für TikTok!

Zu Jodel: Die hyperlokale App gibt es bereits seit 2014 und ist eine Plattform bei der Beiträge, wie etwa Fotos oder Texte, geteilt werden können. Diese Beiträge sind für andere UserInnen, die sich in einem 10 km Radius befinden, sichtbar. Stand 2017 hat die App rund 1,5 Millionen NutzerInnen. Der Großteil davon sind StudentInnen. Genau dieses Faktum ist der „Bonus“ der App. Denn: Hier können junge Leute perfekt angesprochen werden. Daher lautet die Antwort auf die Frage: Die App hat genau dann Relevanz, wenn man die Zielgruppe, die auf dieser App vertreten ist, ansprechen möchte.

Alle guten Dinge sind sieben – vielen Dank für das Lesen des Blogbeitrags. Sie wollen unsere Live Sessions ansehen? Kein Problem! Einfach auf diesen Link klicken und direkt ansehen.

Wichtige Info: Unsere nächste #ambuzzadorLiveSession findet am 21.07.2020 zum Thema „Social Media RELATIONS“ statt. Nicht verpassen!

ambuzzador Live Session #1

Wir sprechen Digital Future - deshalb fordern wir Sie heraus uns herauszufordern! 📢 Am 16.06.2020 um 17:30 werden wir eine besondere Live Session über Facebook streamen und laden Sie vorab dazu ein, uns herausfordernde Fragen zum Themenbereich "Social Media Analytics/Performance" zu stellen! 📈 Sei dabei!

Gepostet von ambuzzador am Dienstag, 16. Juni 2020