Mit Design Thinking zur Produktinnovation

Das Jahr 2019 startete für Felicitas Kilga mit frischen Design Thinking Impulsen im Global Design Thinking Bootcamp der Design Thinkers Academy in Amsterdam. Dank Digitaler Transformation leben wir in einer Beta World, in der sich Produkte und Services stetig innovieren müssen, damit Unternehmen überleben können. Wie Design Strategies und Design Thinking Unternehmen dabei unterstützen können, erfahren Sie hier.

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Wo beginnt Innovation?

„We don’t suffer from a lack of solutions, but from a lack of human-centered design, products and services.“ Ich muss zugeben, ich fühlte mich erstmal ertappt bei dieser Aussage. Die Digitalisierung ist nicht erst seit gestern auf dem Vormarsch. Technologien und Innovationen entwickeln sich in einem rasanten Tempo. Kunden wünschen sich mehr Flexibilität, mehr Personalisierung, mehr Transparenz. Bei so einer Vielfalt an technischen Lösungen beginnen viele Unternehmen mit Innovation, in dem sie auf den neuesten Trend setzen: Lasst uns AI einsetzen! Brauchen wir einen Chatbot? Blockchain klingt interessant!

Schlussendlich sind das aber nur Transformation Means oder anders ausgedrückt: (digitale) Mittel zum Zweck. Innovation entsteht erst dort, wo man es als Unternehmen schafft, für seinen Kunden Mehrwert zu produzieren. Diese Möglichkeiten entdeckt man nur, wenn man als Unternehmen betrachtet, wo die eigenen Produkte oder Services noch nicht beim Kunden vorhanden sind. Deshalb müssen in der Produkt- und Serviceentwicklung der MENSCH, die Zielgruppe und deren Probleme im Mittelpunkt stehen und nicht vorrangig die Lösung. Eine Eselsbrücke oder Prozessablauf kann dabei P.O.S.T. bieten:

  • People: wen möchte ich mit meinem Unternehmen bereichern?
  • Objectives: was ist mein und das Ziel meines Kunden?
  • Services: was kann ich anbieten, um Mehrwert bei meinen Kunden zu schaffen?
  • Transformation Means: welche Lösung implementiere ich, um meinen Service oder mein Produkt an die Kunden zu bringen?
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Industry Competition vs. Industry Definition

Unternehmen – verwöhnt von stetigem Wachstum – denken oft nur in ihrem eigenen Umfeld von Produkten und Services und die ihres direkten Mitbewerbs. Sie leiden unter Marketing myopia: anstatt das „Big Picture“ zu betrachten, das was Kunden tatsächlich wollen, denken sie meist zu kurzsichtig. Unternehmen sind zu sehr fokussiert Produkte und Services anzubieten, bereits Bestehendes zu erneuern und denken nicht in „Product Ecosystems“. Es braucht einen Shift zu „Warum braucht der Kunde dieses Produkt?“ und „Welche Problemstellung wollen wir für unseren Kunden lösen?“. Nur wer seinen Horizont erweitert, kann dauerhaft Mehrwert für den Kunden schaffen. Und genau in der Erweiterung des Ecosystems entsteht Innovation.

Ein Beispiel mit dem Produkt Bohrer. Menschen wollen und brauchen keine Bohrmaschine. Sie brauchen ein Loch, um Erinnerungen aufzuhängen, um ihren Kunstwerken ein Platz zu geben, um das Ikea Möbel aufzubauen. Bosch hat dazu sein Product Ecosystem ausgebaut: nun werden verschiedene Arten der Bohrern (von klein bis groß) und vielfältige Aufsätze angeboten.

Change Happens: Ob wir es wollen oder nicht

Veränderungen und Weiterentwicklung passieren, manchmal sogar in einem Wimperschlag. Es herrscht eine Vielfalt an Produkten, die sich permanent erneuern oder auch wieder so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind.

Das macht es zur Herausforderung für Menschen und Unternehmen, Veränderungen zu antizipieren. Meistens spüren wir Veränderungen auch erst nachdem sie passiert sind und betrachten sie retrospektiv. Zu diesem Zeitpunkt ist es oft schon zu spät, der Kunde ist dann bereits zum nächsten Anbieter abgewandert und die digitale Transformation so weit vorangeschritten, dass es schwer wird nachzukommen.

Übrigens sind wir in dem was wir sehen, sehr selektiv. Deshalb fällt uns Veränderung auch erst sehr spät auf, weil wir uns in diesem Moment auf etwas ganz Bestimmtes konzentrieren. Hier können Sie ihre Aufmerksamkeit testen. Erkennen Sie die Veränderung?

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Human-Centered Design Strategies

Wie kann man nun mit so einer komplexen Realität umgehen? Herkömmliche Praktiken der Produktentwicklung reichen hier nicht mehr aus.

Die digitale Transformation und Weiterentwicklung von Technologien machen es noch dringlicher, dass der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen müssen. Change passiert jeden Tag, Produkte und Services werden niemals zu 100% fertig sein sondern werden sich permanent weiterentwickeln müssen, um sich den Kundenansprüchen stetig anzupassen - so auch Unternehmen. Letzteres muss beweglich in seinem Tun bleiben, denn wir leben in einer Beta Welt – in einer Welt von Experimenten und Prototypen.

Um mit dieser unsicheren, komplexen Situation umgehen zu können, benötigt es Empathie für die Zielgruppen, ein Interesse am Lernen, die richtigen Methodiken und Mindset Change. Der Design Thinking Prozess und seine Tools unterstützen dabei mit der Schnelligkeit, um mit sich konstant ändernden Kundenwünschen umzugehen zu können und dabei verschiedene, mögliche Value Streams effektiv und kostensparend zu entdecken, zu entwickeln und auf ihr Marktpotential zu testen.

Design Thinking ist nicht nur Tool, es ist ein Mindset und Verhaltungsmuster, dass in die Tiefen des Unternehmens und in die Mitarbeiter integriert werden muss. Dabei ist es das Verbindungsglied, das die verschiedenen Disziplinen von Lean Start-Up und Agile Development zusammenhält.

Gerne unterstützen wir Sie und Ihr Unternehmen dabei, die Design Thinking Mentalität und passenden Tools zu entdecken und zu implementieren. Kontaktieren Sie uns unter speakingdigitalfuture@ambuzzador.com!

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