Hybrides Zusammenarbeiten will inszeniert sein!

Was, wenn wir ab sofort die neue Freiheit, die wir mit der Corona-Ära im Home Office gewonnen haben, aktiv und bewusst einsetzen? Nicht länger am selben Sessel sitzen bleiben und den Ort, an dem wir uns befinden nutzen, um neue Perspektiven und Impulse in Meetings und Co-Workings einzubringen? Unser Wachstumsmindset aktivieren und damit Abenteuer in den Businessalltag bringen!

Wir haben das ausprobiert im Rahmen unseres ersten 4D-Experiments zum hybriden Arbeiten. Um die derzeit brennendste Frage zu beantworten: „Wie gelingt es uns, soziales Miteinander auch im Digitalen Erlebnisraum erlebbar zu machen?“ Beim Spaziergang in Schönbrunn, im Gespräch im magdas Hotel (einem Social Business der Caritas Wien) und in einem Artist Studio in Nairobi sind sehr unterschiedliche Perspektiven und Impulse entstanden, die wir hier mit unseren LeserInnen teilen möchten:

Wie gelingt es uns, soziales Miteinander auch im Digitalen Erlebnisraum erlebbar zu machen?

Worin sich alle einig waren: Das Arbeiten im Digitalen Erlebnisraum ist durch die äußerlichen Umstände schon länger vertraut. Aufgebrochen wird diese Routine durch die direkte Interaktion miteinander vor Ort oder in gemeinsamen Experimenten. Es fehlt oftmals an Emotionen und persönlichen Gesprächen, da in der Online-Welt der zwischenmenschliche Kontakt schnell verloren gehen kann. Alleine im Home Office ist das Gefühl von Isolation oftmals präsent, weil der Kontakt außerhalb von Meetings und Besprechungen fehlt. Durch das hybride Arbeiten im Digitalen Erlebnisraum entsteht wieder ein dynamisches Gruppenempfinden.

In den einzelnen Sessions gab es unterschiedliche Fokusthemen und neues Erleben der Zusammenarbeit. Es wurden durch spezifische Aufgaben persönliche Interaktionen geschaffen, die ein Gefühl von Miteinbeziehung vermittelten.

Josef Gasteiger führte seine Gruppe durch den Schönbrunner Schlosspark und zelebrierte durch die bewegte live-Kommunikation mit den Teilnehmenden vor dem Bildschirm und lokal das Einnehmen unterschiedlicher Perspektiven. Die Teilnehmenden vor Ort genossen die Bewegung und bestätigten wie frei und offen ihre Gedanken dabei wurden, die Teilnehmenden im Zoom Call spürten deutlich die Sehnsucht auch vor Ort "dabei zu sein".

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Hybrides Open House im Schönbrunner Schlosspark

Sabine Hoffmann sammelte mit ihren Gästen vor Ort, u.a. Gabriela Sonnleitner (GF, magdas Hotel), Alexander Krisch (UNIQA) und Katja-Müller Happe (WKO AW, Innovation) im magdas Hotel Ideen für integrales, hybrides Zusammenarbeiten:

  • Erstmal ist ein CheckIn das Um und Auf im hybriden Raum. Schließlich macht es einen Unterschied, ob man neben seinen Kindern, im Ferienhaus oder im Büro arbeitet. Abgeleitet haben wir das aus den interkulturellen Trainings im magdas, in denen mit Fragen wie "Woher komme ich?", "Wie bin ich aufgewachsen" sehr viel Verständnis füreinander und damit eine Basis für ein erfolgreiches Zusammenarbeiten unterschiedlicher Nationen geschaffen wurde.
  • "Wie geht es Dir?" zum neuen Ritual machen! Die Frage wird in anderen Kulturen zum Anlass genommen, um wirklich zu verstehe, wie es dem/ der anderen geht. Im digitalen Raum hat Alexander Krisch sehr gute Erfahrung gemacht mit zB gemeinsamen Kaffee zum Frühstück und gemeinsamer Lunch Break, in der es um Privates und das eigene Wohlbefinden geht - mit eingeschalteter Kamera!
  • Struktur ist das halbe Leben: was ist das Ziel des Meetings, was soll das Ergebnis sein, auf welcher Basis (Unterlagen) wird zusammengearbeitet etc. - als Orientierung für alle Teilnehmenden, egal an welchem Ort ;-)
  • "Was hast Du verstanden?", als wichtiger Double Check, schließlich fehlt ja Mimik und Gestik in der Kommunikation. So entstehen ev. sogar neue, zusätzliche Perspektiven...
  • Fokus: in kleinen Gruppen arbeitet es sich hybrid deutlich einfacher und effizienter. Drum die Frage vorab: Wer ist wirklich notwendig?
  • In Kontakt bleiben, auch in der Kurzarbeit: "Wir waren in Kontakt mit unseren Lehrlingen (mit Fluchthintergund, Anmerkung der Redaktion), über What´s App Gruppen in denen wir uns ausgetauscht und auch konkrete Aufgaben gestellt haben. Und wenn die Distanz zu groß wurde, haben wir uns gesehen - mit FFP2 Masken und Abstand", berichtete Gabriela Sonnnleitner, GF magdas.

Was in der Außenstelle im magdas offenkundig wurde war, dass die Einbindung der Online TeilnehmerInnen schwierig war, dazu mehr am Ende diese Artikels.

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Hybrides Open House im magdas Hotel

Künstler Michael Odhiambo wurde direkt aus Nairobi zugeschaltet und führte mit den Teilnehmenden ein Experiment durch, das zeigte, wie wichtig aber gleichzeitig auch schwierig Kommunikation ist - egal ob sie analog oder digital stattfindet. Neben sehr kreativen Bildern entstanden so auch folgende Erkenntnisse:

  • Kommunikation innerhalb einer Gruppe von Menschen ist anders anzuleiten, als wenn man nur zu zweit spricht und arbeitet. Aufgrund der Gruppendynamik werden weniger Fragen gestellt und es braucht mehr Ermunterung und Aktivierung. Vor allem braucht es in einer Gruppe eine Person, die diese Rolle übernimmt.
  • Emotion hat in digitalen Meetings meist keinen Platz. Effizienz und Pünktlichkeit stehen im Vordergrund. Für "Gespräche am Rand" nimmt man sich keine Zeit. Hier können unerwartete Interventionen, wie die, die wir mit Michael erleben durften, das Eis brechen. Wir brauchten dafür nur ein Blatt Papier und einen Stift!
  • Überhaupt können uns Aktivitäten wie Zeichnen, Singen, Bewegung aus dem gewohnten analogen oder digitalen Arbeitsrhytmus herausholen und uns wieder gegenseitig mehr als Menschen wahr nehmen lassen.
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Hybrides Open House - über die Grenze von Österreich hinweg - nach Nairobi

Im Digitalen Erlebnisraum sind offene Kommunikation und Abwechslung wichtige Faktoren für das Zusammensein und -arbeiten. Um auch im Home Office das Gefühl von Zugehörigkeit und Interaktion zu bekommen, braucht es neue Lösungen, Self Service Methoden und Technologien, wie im ambuzzador Muster Meeting Haus. Melden Sie sich jetzt zu einer Führung an, um neue Möglichkeiten zur Steigerung von Motivation, Kreativität und Zusammenhalt für Ihr Team!

Das Potenzial des Ortes

Die unterschiedlichen und variantenreichen Antworten auf unsere Fragestellung zeigen, welches Potenzial ein Ortswechsel mit sich bringt:

  1. Die Kraft des informellen Austauschs: Braucht Raum und konkrete Anlässe, um sich dann letztendlich trotzdem zufällig anzufühlen. Diesen Effekt hat man zum Beispiel in Plattformen wie Topia oder spot, wo jedeR TeilnehmerIn selbst navigieren und sich entscheiden kann, in welchem Raum er oder sie sich aufhalten möchte. Dafür braucht es wiederum eine sehr klare Orientierung und Struktur, um nicht "verloren" zu gehen. Wie zum Beispiel im ambuzzador Meeting Musterhaus.
  2. Cinematographische Spannung
    Auch Meetings, Workshops und Co-Workings dürfen ein angenehmes Erlebnis sein. Wie etwa eine Netflix Serie, die man sich ja freiwillig und mit viel Freude "reinzieht" und nicht "absitzt", wie etwa ein ödes Online Meeting. Dafür braucht es ein paar Elemente - wie etwa professionelle Inszenierung: der Moderierende bekommt die Rolle eines Regisseurs und Entertainers idealerweise in einem Green Room. Eine gemeinsame Arbeitsfläche, wo alle Inputs und Anliegen transparent geteilt werden. Aber auch Humor darf bewusst eingesetzt werden, wie etwa in Form von multimedialer Inszenierung (Applaus für besonders feine Spielszenen). Man darf sich ein designtes, hybrides Meeting so vorstellen wie die Backstage eines Konzerts oder Events. Mit Soundboards, Licht und Ton.
  3. Räume als aktive Mindsetters: Unserer Erfahrung nach kann ein sehr bewusst designter Prozess deutlich schneller zu einem Ergebnis führen, mit dem sich alle Beteiligten auch identifizieren. Und das einfach, weil der Moderator auf den Fokus achtet. Das Ganze wird kraftvoller, je intuitiver es gestaltet ist - wir kennen das etwa aus VR (Virtual Reality) Welten oder Games, wo der nächste Schritt intuitiv, klar und einladend ist.

    Das alles ersetzt natürlich nicht das A&O eines jeden guten Meetings: die Zielsetzung und eine klare Agenda. Als Briefing für den/ die ModeratorIn, der diese Anforderungen in einen Prozess, eine Methodik und zielorientiertes Erlebnisdesign übersetzt. Das ist definitiv eine neue Rolle, der in hybriden Settings noch mehr Bedeutung zukommt und sicherstellt, dass am Ende mit maximal viel Freude, Leichtigkeit und Effizienz das rauskommt, was sich der/ die AuftraggeberIn wünscht.
  4. Diversität in hybriden Settings
    In hybriden Settings empfehlen wir klar, das beste aus jedem Standort und Setting rauszuholen. Also Menschen, die an einem Tisch sitzen, die Kraft des persönlichen Austauschs nutzen, um diese Perspektive dann im hybriden Zusammenspiel voll auszunutzen. Also die USPs von online und offline bewusst einzusetzen und dann zusammenzuspielen.
  5. Professionelle Backstage
    Wir laden Sie gerne zu uns in die Neubaugasse ein, um sich unsere Backstage anzusehen, denn da gibt es alles, was einem/r Vollblut-ModeratorIn Freude macht: eine echte Bühne, riesengroße Headsets, 2 Kameras, Soundboards und natürlich auch einen Teleprompter 😉
Hybride Backstage

Hybrides Setting Backstage

Um es Ihnen und Ihren Teams einfach zu machen, den ersten Schritt in neue, innovative Settings zu machen, haben wir ein kompaktes Angebot geschnürt: