Fifteen Seconds: Entdecke das Kind in dir!

Zwei Tage haben wir auf dem Fifteen Second Festival unser Unwesen getrieben – und einiges gelernt. Für mich lassen sich die gehörten Inhalte in einer Aussage zusammenfassen: Alles, was wir brauchen, um unsere Community und unser Business zu verstehen und in Folge voranzutreiben, haben wir bereits in uns – wir müssen es „nur“ wieder entdecken – und vor allem zulassen.

1. Ich hab da eine Frage.

Warum ist der Himmel blau? Wieso ist es nass, wenn es regnet und Opas Brille immer verschmiert? Was ernsthafte Erwachsene oft als „Löcher in den Bauch fragen“ belächeln, ist eigentlich eine Gabe, die wir uns aus Scham mühevoll verlernt haben.

Hier gibt es zwei essentielle Fragebereiche: Verständnisfragen , die uns zu peinlich sind (man könnte ja meinen, wir seien dumm). Diese halten uns aber auf lange Frist davon ab, unsere Community, unser Business, die Zukunft, den Mitbewerb und den keifenden Nachbarn wirklich zu verstehen. Die Folge: Wir fallen immer weiter zurück.

Entscheidungsfragen , die wir vor allem unseren Kunden zu selten stellen: Lieber Kunde, magst du mein Produkt? Lieber Kunde, wirst du mein Produkt kaufen? Stattdessen reden wir in schön inszenierten Kampagnen wochenlang um den heißen Brei, inszenieren das Produkt aus allen erdenklichen Winkeln – und dann? Doch es ist ganz einfach: Der Tipp von Steli Efti von Close.io in seinem Vortrag „Sales isn’t everything, but everything is sales“ sagt: „Create a moment of truth and ask the scary question: Are you going to buy?“

Denn ganz ehrlich: Was haben wir zu verlieren im Vergleich zu dem, was wir gewinnen?

2. Ausprobieren

Wir kennen sie alle: die Krokodilstränen der Kinder, wenn der Bleistift zerbrochen, die Knie blutig und der Lieblingsbarbie der neue Haarschnitt doch nicht so gut steht. Aber wie groß ist die Freude nach den ersten Metern , die man selbst ohne Stützräder mit dem Rad fährt?

Das Ausprobieren unglaublich wichtig ist und zum kreativen Prozess dazu gehört, ist (k)eine Wissenschaft und nichts Neues. Aber: Warum tun wir es nicht? Warum bestehen wir auf eine Null-Fehler-Kultur – und möchten gleichzeitig innovativer und anders sein, als alle anderen?

Achterbahn-Fahren in Graz! Mit Wind und #vrei. #thinkahead16

Ein von ambuzzador (@ambuzzador) gepostetes Video am 17. Jun 2016 um 2:55 Uhr

Dyson hatte über 5.000 Varianten erstellt, bis er den ersten funktionieren Prototypen vor sich hatte. Was er nicht gemacht hat? Aufgeben!

3. Authentizität!

Ein viel diskutiertes Thema auf dem Fifteen Second Festival war das Thema „echter“ Content. Was macht eine Marke oder Blogger echt? Muss es gleich der Blick bis ins Schlafzimmer sein?

Fakt ist: Authentisch ist der Content, der zieht, weil wir alle Sehnsucht nach echtem Leben haben. Wie dieses echte und authentische Leben aussieht – und ob es wirklich so im Widerspruch zum digitalen Leben ist, wie gerne in viele Richtungen diskutiert wird – möchte ich hier außen vor lassen.

Folgende 4 Punkte gab dabei Melissa Rosenthal von Buzzfeed mit auf den Weg, als es in ihrer Keynote darum ging, wann ein Inhalt geteilt wird.

  • Is the content human?
  • Is it relevant?
  • Is it relatable?
  • Does it reach people where they are?

Und es geht auch hier einfach darum, die authentischen Fragen zu stellen: „Tante, warum ist deine Nase so groß?“

4. Im Jetzt leben

Nachhaltigen Eindruck hinterließ Gelong Thubten , ein tibetanischer buddhistischer Mönch. In seinem Vortrag ging es um Mindfulness nicht nur als Buzzword, das gerade alle verwenden, sondern auch als Reminder dafür, sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren. (Womit wir wieder beim „echten Leben“ von Punkt 3 wären. ;) ) Schaut euch um: Was ist gerade da? Und nehmt euch die Zeit dafür, dem Flugzeug am Himmel hinterherzuschauen – und vergesst euer Spielzeug (oder das Smartphone) für einen Augenblick.

5. Überraschen und Begeistern … … und auch mal widersprechen statt nur zu bestätigen und bewahren! Denn es geht um Emotionen.

Eindrücke vom #thinkahead16. Can you feel me? 🦄🙃❤️🙉🙈😂😱 ^dm

Ein von ambuzzador (@ambuzzador) gepostetes Foto am 16. Jun 2016 um 3:48 Uhr

Die essentielle Frage ist: Was macht mich einzigartig?

Denn ehrlich – was fällt uns so schwer daran wieder Kind zu sein? Wir wollen um jeden Preis gefallen und haben jahrelang auf das Erwachsen-Werden hingearbeitet – und dafür unsere Neugierde, unseren Mut, unsere Freude und unsere Intuition geopfert.

Die Zukunft im Social Media Marketing liegt vor allem dabei, User wirklich zu verstehen und nicht nur so zu tun. Wir wollen die Kunden mit authentischen Echtzeit Postings begeistern und so das gemeinsame Ausprobieren auf neue Spitzen treiben!

Übrigens: Jetzt lest ihr am besten alle Details (und Tweets) zur Fiften Seconds nach.