Ein Rückblick zur Ars Electronica 2022

Ars Electronica analysiert und kommentiert die digitale Revolution seit 1979. Ein ständiger Fokus auf aktuelle Entwicklungen und Zukunftsszenarien im Dreieck von Kunst, Technologie und Gesellschaft. Die Visionen, Ideen und Projekte, die Ars Electronica zusammen mit Künstler:innen, Wissenschaftler:innen, Technologiebegeisterte, Ingenieur:innen, Unternehmer:innen und sozialen Aktivist:innen auf der ganzen Welt vorantreibt, sind innovativ, radikal und exzentrisch im besten Sinne des Wortes.

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Als Begleiter von Pionieren und Unterstützer neuen Denkens und dem etwas anderem Anpacken besuchten wir, von ambuzzador, wie jedes Jahr aufs Neue, das Ars Electronica Festival. Eines war sicher: enthusiastisch, inspiriert und voller Tatendrang werden die Attribute sein, mit denen wir das Ars Electronica Festival besuchen. Und mit größerer Vision und Umsetzungsstärke für unsere Zukunftsprojekte, die das Ziel haben die Balance auf diesem Planeten herzustellen, werden wir wieder raus in die Welt gehen. Wir glauben, es braucht Stärke, Inspiration und den Tatendrang, denn zwei Dinge waren nach dem Besuch der diesjährigen Ars Electronica sicher. Erstens, wir kennen die Ausmaße und die wahre und bald reale Auswirkung der Klimakrise nicht und zweitens, dass die kommenden Veränderungen, um eine Balance auf dem Planeten herzustellen, grundlegende Veränderungen sein müssen. Unser Eindruck beim Festival ist: Die Menschen sind bereit die notwendigen Maßnahmen zur Veränderung umzusetzen.

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Podiumsdiskussion: The Stories We Tell Ourselves

Für eine Vision der globalen Transformation hin zu positiven Zukunftsaussichten braucht es so viele Blickwinkel und Zugänge zu Krisen und Problemen wie möglich, daher schwärmten die ambuzzadors aus, um sich inspirieren zu lassen, sowie Ideen und Erkenntnisse zu sammeln. Wir erzählen euch von unseren Impressionen und welche der vielen beindruckenden Projekte, Talks, Konferenzen und Präsentationen uns am meisten staunen ließ.

Unsere Paulina erzählte uns folgendes über ihre Impressionen aus der Ars Electronica 2022:

Die Ausstellung von plasticpreneur hat mich besonders fasziniert. Sie gingen nicht auf die schlechten Seiten von Plastik ein, sondern hoben die Recyclingfähigkeiten und die Eignung für die Kreislaufwirtschaft hervor.

Sortiertes Plastik (z.B. Getränkeflaschen oder deren Verschlüsse) kann geschreddert, geschmolzen und mit wenig Energieaufwand in neue Produkte verwandelt werden. Das funktioniert auch im kleinen Stil, mit platzsparenden und unkomplizierten Maschinen, so kann das System praktisch überall eingesetzt werden - auch um neue Einkommensmöglichkeiten in armen Regionen zu schaffen.

Zusätzlich werden die transportablen Maschinen auch verwendet, um den Prozess von Recycling und Kreislaufwirtschaft für Menschen verständlich und angreifbar zu machen.

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E-Mobilität: Design yourself

Eine Impression die Kristian lange grübeln ließ, war folgende aus der Präsentation von „blue Hope“:

Der Name des vierten Tages war Planet B – A different life is possible! But How? Für mich die Frage aller Fragen. Man hört viel von der Klimakrise und welche Auswirkungen diese hat. Ein Drittel Pakistans steht unter Wasser, doch es sind nicht nur die Art von Naturkatastrophen, die die Auswirkung sind, sondern die schleichende Veränderung die mittlerweile auf uns zu rast. Immer größere Hungersnöte und der Kampf nach Wasser ließen mich verstummen.

Davon erzählte die Vortragende von Blue Hope oder auch Esperanza azul während ihrer Präsentation. Wasser bedeckt 70 % unseres Planeten, und es ist leicht zu glauben, dass es immer reichlich vorhanden sein wird. Süßwasser – das Zeug, das wir trinken, darin baden und unsere Felder bewässern – ist jedoch unglaublich selten. Nur 3 % des Wassers der Welt ist Süßwasser, und zwei Drittel davon sind in gefrorenen Gletschern versteckt oder anderweitig für unseren Gebrauch nicht verfügbar. Viele der Wassersysteme, die das Gedeihen der Ökosysteme erhalten und eine wachsende menschliche Bevölkerung ernähren, sind gestresst. Flüsse, Seen und Grundwasserleiter trocknen aus oder werden zu verschmutzt, um sie zu nutzen. Mehr als die Hälfte der Feuchtgebiete der Welt sind verschwunden. Die Landwirtschaft verbraucht mehr Wasser als jede andere Quelle und verschwendet viel davon durch Ineffizienz. Der Klimawandel verändert Wetter- und Wassermuster auf der ganzen Welt und verursacht in einigen Gebieten Engpässe und Dürren und in anderen Überschwemmungen

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Bike Kitchen: Eine Gemeinschaft von Fahrradenthusiast:innen und non-profit DIY Werkstatt

Unsere Barbara erzählte uns begeistert von ihren Impressionen, die JEDERMANN und JEDEFRAU einschloss:

Wie vielfältig die Menschen doch sind, die die Veranstaltung besuchen. Jede Altersgruppe, jede Lebenssituation, Menschen mit Handicap, Kleinkinder, junge Leute, die dort Party machen, ältere Paare, die es als Unterhaltungsprogramm sehen...

So eine Vielfalt habe ich schon lange nicht mehr erlebt und zeigt mir, dass man mit dem Thema Sustainability JEDERMANN und JEDEFRAU ansprechen darf und soll und sich nicht auf Nischen beschränken muss. Jeder ist dafür offen. Niemand soll ausgeschlossen werden vom PLANET B.