Die 10 besten QR-Code-Kampagnen

Einst bloß zur Verbesserung der Logistik in der Industrie erdacht, dann ein Hype: 10 Beispiele, wie QR-Codes im Marketing Erfolge bringen können.

Dass QR-Codes eines Tages einmal Entertainment-Charakter annehmen würden, war alles andere als vorhersehbar: Ursprünglich wurden die rätselhaft-pixeligen Quadrate 1994 für Toyota entwickelt, um Baugruppen zu markieren und damit die Logistik zu verbessern. Doch mit dem Siegeszug der Smartphones wurde der „Quick Response Code“ auch für das Marketing attraktiv – Stichwort Mobile Tagging. Die Anwendung ist einfach: Ein Foto genügt, schon wird der Text, die URL, ein Transaktions- oder Zugangscode entschlüsselt und nebenbei natürlich auch die persönliche Neugier gestillt. Push-Medien werden so im Handumdrehen zu Pull-Medien.

Hier ein kleines Best Of an Beispielen, wie Marketing von QR-Codes profitieren kann.

10 | Maske auf à la Zalando & WallDecaux

Maske auf dem Weg zum Bus vergessen? Das Problem im Alltag des Jahres 2020. Um Passanten und Passantinnen genau in diesem Moment zu erwischen, hat Zalando in Berlin und Wien Automaten an Haltestellen aufgestellt. Über den darauf befindlichen QR-Code konnten sich die Masken-Vergesser sich eine gratis Einwegmaske für die Busfahrt holen. So sorgte Zalando nicht nur dafür, dass die Öffi-FahrerInnen sich und andere schützten, sondern machte gleich messbare Werbung für seine Masken-Rubrik im Online-Shop.

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Zalando setzte genau am passenden Touchpoint an

9 | Kulinarische Weltreise à la Original Wagner Pizza

Im Sommer 2020 war Reisen nur eingeschränkt möglich. Über Facebook- und Instagram AR-Filter wollte Original Wagner seine Kunden und Kundinnen daher auf eine Weltreise nach Rom, Amsterdam, Boston oder Tokio schicken. Die entsprechenden QR-Codes für den Zugriff auf die Filter waren auf den Pizza-Schachteln abgebildet. Die Filter waren so konzipiert, dass Sie mit Freunden und Freundinnen gemeinsam genutzt werden können. So interagierten die UserInnen aktiv mit der Marke und erlebten eine virtuelle Erweiterung des Produktes.

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8 | TV-Spot Gamification à la Burger King

Während der ersten Welle der Corona-Pandemie zeigte die amerikanische Fastfood-Restaurantkette in einem TV-Spot einen QR-Code, welcher über den Fernsehbildschirm flog. Die ersten 10.000 Personen, welche den Code erfolgreich scannten, erhielten über die "BK App" einen gratis Whopper. So konnte Burger King nicht nur die Wahrnehmung und Performance seiner TV-Spots messen, sondern auch App-UserInnen generieren und den Umsatz ankurbeln.

7 | Gewinnspiel à la Coca-Cola

Die erste QR-Code-Kampagne von Coca-Cola in den USA war ganz den Eisbären gewidmet, mit denen der Softdrink-Konzern bereits seit einer Werbung im Jahr 1922 assoziiert wird. Der QR-Code war auf Coke-Bechern in 7-Eleven-Läden abgebildet und führte zu Snowball Effect by Coca-Cola, ein mit Facebook verknüpftes Advergame für iPhone und iPad. Den besten Spielern winkten Preise in Form von iPads oder einer Reise in die Arktis. Da es sich dabei um eine Zusammenarbeit mit dem WWF handelte, führte die App zudem auch zu einer Seite, wo die User für Polarbären spenden konnten.

6 | Printwerbung à la Angry Birds

Einen ähnlichen Weg wählte auch die britische Agentur Stupid: Um die Downloadzahlen von Angry Birds etwas anzukurbeln, kreierten die Werber eine bunte Printwerbung. Besonders clever: Der optisch an das Spiel angepasste QR-Code führte direkt zur Downloadseite von Angry Birds im iTunes App Store.

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5 | Ambient à la Simon on the Streets

„Viele Leute würden Obdachlosen zu Weihnachten gerne etwas Geld geben, allerdings befürchten sie, dass sie mit ihrem Geld bloß das Alkohol- und Drogenproblem der Betroffenen fördern.“ Mit diesem Argument wird offensichtlich die britische Obdachlosenhilfsorganisation Simon on the Streets immer wieder konfrontiert. Die Lösung der Agentur Propaganda, Leeds: Eine Ambient-Kampagne in Kombination mit einem QR-Code. Der Code führte direkt zu einer Spendenseite, um die Charity-Organisation zu unterstützen.

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4 | Teleshopping à la Home Shopping Network

2011 sorgte die Ankündigung des amerikanischen Teleshopping-Kanals Home Shopping Network (HSN) für Aufsehen, im Rahmen einer viertägigen Testphase zusätzlich zu den Produktpräsentationen QR-Codes einzublenden. Die Codes führten direkt zu den entsprechenden Webseiten, um den Bestellprozess zu erleichtern.

Über das Ergebnis der Testphase ist nicht viel bekannt. Lydia Dishman von Forbes.com zweifelte jedoch am Erfolg: „Der Grund ist praktischer Natur: Bei einem Magazin oder einem Anhängeettikett sitzt oder steht man bereits direkt davor, sodass man es einfach scannen kann.“ Ihr Fernseher stand dafür jedoch viel zu weit weg, wie ihr Selbstversuch ergab. „Ich musste bis an 5 Fuß (rund anderthalb Meter, Anm.) herangehen, um den Code richtig scannen zu können.“ Trotzdem, den Versuch war der Test allemal wert.

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3 | Einkaufen à la Tesco und Amazon

Ganz im Sinne der von Lydia Dishman formulierten Anforderungen ist der QR-Code-Subway-Store von Tesco in Südkorea. Das Ergebnis überzeugt nicht nur konzeptionell, sondern auch optisch: Die Außenwerbung wird zum hippen Supermarkt-Lieferservice – dank QR-Codes.

2 | Schenken à la J. C. Penney

Nicht nur das Einkaufen kann durch QR-Codes aufgewertet werden, sondern auch das Schenken. Im Rahmen einer Kampagne bot die US-amerikanische Handelskette J. C. Penney ihren Kunden für Weihnachtsgeschenke die Möglichkeit eines personalisierbaren QR-Codes an, der mit einer persönlichen Grußbotschaft versehen werden konnte.

1 | Bewerben à la Victor Petit

Welch kreatives Potenzial in QR-Codes stecken, führte im vergangenen Jahr der französische Student Victor Petit in einem vielbeachteten Vimeo-Video vor. Der Grund für seine Mühe: Er war auf der Suche nach einem Praktikum.

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