Die 10 besten QR-Code-Kampagnen

Einst bloß zur Verbesserung der Logistik in der Industrie erdacht, dann ein Hype: 10 Beispiele, wie QR-Codes im Marketing Erfolge bringen können.

Dass QR-Codes eines Tages einmal Entertainment-Charakter annehmen würden, war alles andere als vorhersehbar: Ursprünglich wurden die rätselhaft-pixeligen Quadrate 1994 für Toyota entwickelt, um Baugruppen zu markieren und damit die Logistik zu verbessern. Doch mit dem Siegeszug der Smartphones wurde der „Quick Response Code“ auch für das Marketing attraktiv – Stichwort Mobile Tagging. Die Anwendung ist einfach: Ein Foto genügt, schon wird der Text, die URL, ein Transaktions- oder Zugangscode entschlüsselt und nebenbei natürlich auch die persönliche Neugier gestillt. Push-Medien werden so im Handumdrehen zu Pull-Medien.

Hier ein kleines Best Of an Beispielen, wie Marketing von QR-Codes profitieren kann.

10 | Gewinnspiel à la Coca-Cola

Die erste QR-Code-Kampagne von Coca-Cola in den USA war ganz den Eisbären gewidmet, mit denen der Softdrink-Konzern bereits seit einer Werbung im Jahr 1922 assoziiert wird. Der QR-Code war auf Coke-Bechern in 7-Eleven-Läden abgebildet und führte zu Snowball Effect by Coca-Cola, ein mit Facebook verknüpftes Advergame für iPhone und iPad. Den besten Spielern winkten Preise in Form von iPads oder einer Reise in die Arktis. Da es sich dabei um eine Zusammenarbeit mit dem WWF handelte, führte die App zudem auch zu einer Seite, wo die User für Polarbären spenden konnten.

9 | Optik à la Seat

Dass QR-Codes auch optisch angepasst werden können – solange der Kontrast stimmt –, veranschaulicht eine Print-Kampagne von Seat. Der QR-Code führte zu versteckten Features auf der Seat-Website.

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8 | Printwerbung à la Angry Birds

Einen ähnlichen Weg wählte auch die britische Agentur Stupid: Um die Downloadzahlen von Angry Birds etwas anzukurbeln, kreierten die Werber eine bunte Printwerbung. Besonders clever: Der optisch an das Spiel angepasste QR-Code führte direkt zur Downloadseite von Angry Birds im iTunes App Store.

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7 | Viral à la Audi

In Japan, der Heimat des QR-Codes sind derlei Kampagnen bereits etwas länger etabliert. Dementsprechend werden keine Mühen gescheut, um den Barcode in Szene zu setzen, wie diese Kampagne für Audi Japan beweist:

6 | Ambient à la Simon on the Streets

„Viele Leute würden Obdachlosen zu Weihnachten gerne etwas Geld geben, allerdings befürchten sie, dass sie mit ihrem Geld bloß das Alkohol- und Drogenproblem der Betroffenen fördern.“ Mit diesem Argument wird offensichtlich die britische Obdachlosenhilfsorganisation Simon on the Streets immer wieder konfrontiert. Die Lösung der Agentur Propaganda, Leeds: Eine Ambient-Kampagne in Kombination mit einem QR-Code. Der Code führte direkt zu einer Spendenseite, um die Charity-Organisation zu unterstützen.

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5 | Teleshopping à la Home Shopping Network

2011 sorgte die Ankündigung des amerikanischen Teleshopping-Kanals Home Shopping Network (HSN) für Aufsehen, im Rahmen einer viertägigen Testphase zusätzlich zu den Produktpräsentationen QR-Codes einzublenden. Die Codes führten direkt zu den entsprechenden Webseiten, um den Bestellprozess zu erleichtern.

Über das Ergebnis der Testphase ist nicht viel bekannt. Lydia Dishman von Forbes.com zweifelte jedoch am Erfolg: „Der Grund ist praktischer Natur: Bei einem Magazin oder einem Anhängeettikett sitzt oder steht man bereits direkt davor, sodass man es einfach scannen kann.“ Ihr Fernseher stand dafür jedoch viel zu weit weg, wie ihr Selbstversuch ergab. „Ich musste bis an 5 Fuß (rund anderthalb Meter, Anm.) herangehen, um den Code richtig scannen zu können.“ Trotzdem, den Versuch war der Test allemal wert.

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4 | Einkaufen à la Tesco

Ganz im Sinne der von Lydia Dishman formulierten Anforderungen ist der QR-Code-Subway-Store von Tesco in Südkorea. Das Ergebnis überzeugt nicht nur konzeptionell, sondern auch optisch: Die Außenwerbung wird zum hippen Supermarkt-Lieferservice – dank QR-Codes.

3 | Schenken à la J. C. Penney

Nicht nur das Einkaufen kann durch QR-Codes aufgewertet werden, sondern auch das Schenken. Im Rahmen einer Kampagne bot die US-amerikanische Handelskette J. C. Penney ihren Kunden für Weihnachtsgeschenke die Möglichkeit eines personalisierbaren QR-Codes an, der mit einer persönlichen Grußbotschaft versehen werden konnte.

2 | Bewerben à la Victor Petit

Welch kreatives Potenzial in QR-Codes stecken, führte im vergangenen Jahr der französische Student Victor Petit in einem vielbeachteten Vimeo-Video vor. Der Grund für seine Mühe: Er war auf der Suche nach einem Praktikum.

1 | Liken à la Diesel

Ein Facebook-Like per QR-Code – auch das ist möglich. Somit wird es einfach, das Real Life mit Mundpropaganda in Socia Communities verschmelzen zu lassen. Diesel hat diese Idee in Spanien bereits umgesetzt.