Das nächste Level für Digitale Erlebnisräume

Der Raum verschiebt sich - weg vom Office, hin zum Hybriden, Verteilten, aber stets Gemeinsamen. Nach knapp einem Jahr Lockdown habe ich mir die Frage gestellt: Woher kommen Digitale Erlebnisräume und wo können wir uns Inspiration für mehr virtuelle Interaktion und Spaß in unseren Arbeitsalltag holen? Dabei konnte ich einige Parallelen mit der Gaming Welt erkennen.

Wer kennt es nicht? Es ist immer noch Pandemie, die digitale Revolution greift noch nicht so richtig durch, wir sitzen stundenlang in virtuellen Meetings und irgendwann ertappen wir uns alle dabei, wie wir uns im Zoom oder Teams-Calls ausdrucksleer in die eigenen Augen schauen. Das kleine Kästchen im Videocall ist beinahe schon zu unserem Frenemy (zu Deutsch "Freundfeind") geworden.

Kannst du dich aber noch an den ersten Digitalen Erlebnisraum erinnern? Dein erstes virtuelles Erlebnis, in das du vollkommen reingekippt bist und das du sozusagen kaum mehr verlassen wolltest? Meine Reise in die Vergangenheit hat mich unter anderem in die Welt der Videospiele gebracht und dort konnte ich mir noch einige Tipps mitnehmen, um unser virtuelles Arbeitserlebnis in Digitalen Erlebnisräumen in das nächste Level zu heben:

  • Musik! Passend zur Umgebung, zur Aufgabenstellung und Team. Die Stimmung beeinflusst das Endergebnis der Zusammenarbeit.
  • Unterschiedliche Erlebnisse mit bewussten Raumwechsel - dabei ist jeder Raumein eigenes Erlebnis und erzählt eine Geschichte. Monoton immer im selben Set-Up ist langweilig und raubt Energie.
  • Virtuelle Erlebnissen müssen intuitiv sein! Verwirrt man sich leicht, verliert man schnell den Spaß und Energie daran - oder gibt im schlimmsten Fall auf. Sehr ähnlich, wenn man sich in einem z. B. in einem Miro Board befindet und sich fragt: Wo sind denn alle? Ich sehe nichts!
  • Auch im Digitalen Erlebnisraum soll das Team selbst die Lösung für ihre Problemstellung und Zielsetzung finden - dabei sollte die strategische Unterstützung nicht unterschätzt werden.
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Die ersten Videospiele hatten eine sehr simple Struktur und waren einfach verständlich aufgebaut. Der SpielerIn wusste, was tu war. Sehr ähnlich wie in unseren Videocalls: reinkommen, Ton an oder ausschalten (obwohl wir zugegeben müssen, der doppelte Mute Button schlägt auch bei uns immer wieder noch zu) und Kamera an.

Mit neuen technischen Möglichkeiten stiegen auch die Ansprüche. Wir wollten neue Welten entdecken, als Mario auf der Regenbogenbrücke spazieren fahren oder in Minecraft selbst Welten bauen. Das, was wir erbauten und gestalten haben, erzähle die Geschichte und Erlebnisse, die wir ausdrücken wollten. Dabei hat uns die Musik passend zur Umgebung in die richtige Stimmung gebracht und uns dabei unterstützt bewusst von Welt zu Welt zu springen.

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In der heutigen digitalen Zeit, stehen uns viele Möglichkeiten offen, um virtuelle Räume zu einem Erlebnis zu machen: Virtual Reality (VR), Mixed Reality (MR) oder Augmented Reality (AR)

Damit sich unsere digitalen Meetings nicht wie Séancen anfühlen: "Bist du da? Kannst du uns hören? Hallo? Jemand möchte in unseren Raumeintreten" braucht es Architektur und Struktur. Zwar ist die Hemmschwelle zu Digitalen Räumen vor allem durch Corona niedriger geworden, aber egal ob VR, Mixed Reality oder AR, der "Raum" muss das Team unterstützen!.

Als auch Videospiele - sowie unsere Digitalen Raummöglichkeiten - immer komplexer wurden, brauchte es für die Spielerinnen ebenfalls Unterstützung, um ans Ziel zu kommen. In der Gaming Szene kam das in Form von "Walkthroughs" oder sogar Hotlines. Personen gaben dir LIVE die Strategie an die Hand, um deinen Weg durch das Spiel zu finden. Bei Nintendo gab es sogar bis 2010 die Hotline. (Telefonische) Walkthroughs geben dir aber nicht die Lösung in die Hand - sondern die Strategie, damit du selbst die Lösung findest.

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Was können wir also von der Entstehung bis heute für unsere Digitalen Erlebnisräume lernen, damit der "Spaßfaktor" Funke aus dem Gaming auch dauerhaft in den Unternehmensalltag überspringen kann?

  • Es braucht Abwechslung in Form von unterschiedlichen "Welten" mit einem bewussten Wechsel von Raum zu Raum
  • Welten/Räume müssen intuitiv sein und eine Geschichte erzählen, die zum Entdecken einladen
  • Sound spielt eine wesentliche Rolle, um auf die richtige Stimmung, Mindset und das Erlebnis/die Geschichte einzustimmen
  • Die Umgebung/der Raum dient den Team und deren Zielsetzung
  • Unterstützung erfolgt in der Form von Strategie oder einem Facilitator. Das Team entdeckt die Lösung selbst.

Unser Angebot: Digitale Architektur

Raumgestaltung

Wir begleiten Teams dabei, ihre Zusammenarbeit näher zu beleuchten, um Erfolgsfaktoren und Stolpersteine zu identifizieren. Und in weiterer Folge gemeinsam mit dem Teamlead entlang von bewussten Experimenten neue Formate und Räume zu entwerfen und zu testen. Was sich bewährt, wird aufgenommen in die gelebte Praxis, was nicht, das darf wieder gestoppt werden.

Methodische Inneneinrichtung

Der schönste Raumbringt nichts, wenn er nicht genutzt wird. Neue Räume leben von neuen Methoden und Formaten des Zusammenarbeitens. Wir entwerfen und gestalten gemeinsam mit Ihren Teams sogenannte "Playbooks" - eine Anleitung zu barrierefreiem Modern Work mit Self Service Charakter. Für analoge und Digitale Erlebnisräume.

Idealerweise gibt es auch eine Gruppe an Botschaftern des Neuen Arbeitens, die Meetings moderieren und mit Kreativmethoden bereichern.

Facilitation & Training

Im Selbststudium kommst du sicherlich ein ganzes Stück weiter. Unsere Facilitators, Agile Coaches und Trainer erzielen hohe Lernerfolge im LevelUp von Skillset und Mindset von Projektteams, die sich professionell durch deinen Projektprozess begleiten lassen. Im Rahmen von Produktentwicklungsprozessen, Customer Journey Designs oder auch Modern Work Programmen.

Du bist bereit, deine Digitalen Räume zum Erlebnis zu machen?

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