Community Management & Co - Das Community Camp Berlin 2018

Community Manager, Corporate Community Manager oder Social Media Manager - wo liegt eigentlich der Unterschied im täglichen Community Management? Und was hat Erotik mit einem BarCamp zu tun?

Nach dem spannenden Besuch 2017 auf dem CommunityCamp Berlin war uns klar, dass wir auch 2018 wieder dabei sein möchten. Die Un-Konferenz ist ein abwechslungsreiches Konzept, das in Österreich leider noch nicht so etabliert, aber immer wieder für eine Überraschung gut ist.

Auch BarCamps haben Traditionen:

  1. Jeder stellt sich mit 3 Hashtags vor.
  2. Jeder kann eine Session anbieten. Es kann eine Diskussion, eine Vorstellung eines Produkts oder Themas, ein Mini-Workshop oder einfach ein Update sein.
  3. Das BarCamp ist das, was du daraus machst. Feedback ist immer erwünscht und jeder kann auf seine Weise teilnehmen.

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Stefan Obrowsky und Eva Drnek stellen euch daher ihre Top Sessions vor und geben einen Einblick in ein spannendes Wochenende.

1. Online Kurse in Facebook-Gruppen

Lernen mit Facebook-Gruppen: Schon seit einiger Zeit bekommen Gruppen auf Facebook mehr Bedeutung und erhalten zusätzliche Funktionen. Insa Küngel berichtete in ihrer Session von ihrem ersten Selbstversuch, einen Onlinekurs auf Facebook anzubieten. Als Bezahlung verlangte sie nur Feedback.

Schon beim ersten Kurs meldeten sich über 100 Leute bei Insa Küngel an und sie weiß bereits jetzt, dass es dazu eine Fortsetzung geben wird. Mit wenig Aufwand konnte sie schnell und einfach eine Lernplattform errichten. Was in Amerika bereits ein großer Trend ist, läuft erst jetzt langsam in Europa an.

Möchten Sie mehr über die Vorteile von Facebook-Gruppen erfahren, dann helfen wir natürlich gerne weiter. Kontaktieren Sie uns unter speakingdigitalfuture@ambuzzador.com!

2. BVCM Studie

Zahlen, Daten, Fakten – die neue BVCM-Studie (BVCM = Bundesverband Community Management) bringt spannende Erkenntnisse. Das Positive gleich vorweg: Das Berufsbild der Social Media Manager ist inzwischen weitgehend etabliert und bekannt, was auch die Gehälter stetig steigen lässt. Die kurioseste Erkenntnis: Laut Studie ist der klassische Social Media Manager 36 Jahre alt und weiblich. Somit fällt Stefan als Mann mit 28 Jahren völlig aus der Rolle. 😉

Facebook weiter vorherrschend

Das Universum von Social Media Kanälen wächst, doch Facebook bleibt die meistbetreute Plattform für Unternehmen, dicht gefolgt von Instagram und YouTube. WhatsApp befindet sich auf dem Vormarsch und unterstreicht damit die These, dass die wachsende Relevanz von Messengern für eine Re-Privatisierung des Sozialen/des Dialogs spricht. On-Domain- & Corporate Communities bleiben ebenso wie Snapchat eine Nische.

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Berufsfelder klar definiert

Wer macht was? In der Praxis gibt es die Definition von drei Berufsfeldern, die klare Aufgaben- und Plattformenschwerpunkte mit sich tragen:

  • Social Media Manager: sind Content-Marketing-Spezialisten für nicht-unternehmenseigene Netzwerke mit externen Nutzern
  • Community-Manager: kümmern sich um externe Nutzer auf nicht-unternehmenseigenen Plattformen
  • Corporate-Community-Manager managen Strategien und die Betreuung für die Vernetzung interner Nutzer auf unternehmenseigenen Plattformen

3. Die große Instagram-Analyse

Der rappelvolle Sessionraum erinnert stark an das überfüllte Audimax zu Studentenzeiten, wenn ein Top-Gastlektor eingeladen war. Beim #CCB18 bedeutet das, dass Stephan Eyl von Fanpage Karma mit seiner Session „Die große Instagram-Analyse“ startet.

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Einzelbilder sind beliebteste Content-Form

Was bringt auf Instagram das meiste Engagement? Hier sind Einzelbilder die Sieger - sie erzeugen immer noch mehr Interaktionen als Videos und Bilder-Carousels. Das ist auch ein Grund dafür, dass Instagram Stories zwar gute Reichweite & Impressionen, aber wenig aktive Interaktionen erhalten.

Hashtags: Mehr ist mehr!

30 Hashtags pro Posting lässt Instagram aktuell zu, nicht umsonst. Die richtigen Hashtags nehmen durchaus Einfluss auf Reichweite und Interaktionen. Dabei macht es die Mischung aus: Eine wohlüberlegte Kombination aus Nischen-, Massen- und Community-Hashtags, kann für den Erfolg eines Postings entscheidend sein. Für Fans von spezielleren Sachen, wie z.B.: angeln, sind Nischen-Hashtags relevanter, um die Aufmerksamkeit der Community zu bekommen.

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Mode, Reisen und das Kissen der Liebe

In erster Linie dreht sich auf Instagram alles um Top-Themen wie Mode, Reisen, Essen und Fitness. Das kann jeder Instagram-User wohl bestätigen, denn wer hat nicht schon selbst ein #foodporn-Foto oder eine #OutfitOfTheDay-Aufnahme gepostet? Auch wenn es im Feed viel Content dazu gibt, können sich Unternehmen bei den eigenen Followern auch immer noch auf das sogenannte „Kissen der Liebe“ verlassen. Es bezeichnet jene 10% der Follower, die jeden Content von dir liken – unabhängig von Inhalt und/oder Qualität. Auf dem Kissen der Liebe sollten sich Brands allerdings nie ausruhen.

4. Zukunft von SoMe & Community Management

Wieder ist BVCM mit einer Session am Start. Diesmal dreht sich alles über die Zukunft von Social Media und Community Management. Dafür entfachen fünf Mitglieder des Verbands mit unterschiedlichen Thesen zur Thematik hitzige Diskussionen unter den Session-Teilnehmern. Die interessantesten Facts haben wir zusammengefasst:

Zunehmende Professionalisierung und Expertisierung

Derzeit sind im Bereich Community Management wie oben besprochen drei Berufsfelder definiert:

  • Community Manager
  • Corporate Community Manager
  • Social Media Manager

Der Trend zeigt, dass sich aus ihnen in Zukunft jedoch 10 oder mehr Berufsfelder entwickeln und etablieren werden. Das hat eine zunehmend extreme Professionalisierung und Expertisierung als Ursache. Der Bogen von Social Media und Community „kennen“ zu Social Media und Community „können“ muss fester gespannt werden.

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Berufsbild schöpft Potential noch nicht aus

Schrittweise lernen Unternehmen, den Stellenwert und das Potential von Community Management richtig zu verstehen. Es bleibt aber eine Herausforderung, als Outsider in diesem Bereich up to date zu bleiben und zu verstehen, welche Arbeiten und Ressourcen damit verbunden sind.
Summa summarum entwickelt sich das Berufsbild eines Community Managers, egal in welcher Ausprägung, zum Positiven. Allerdings ist es noch ein langer Weg, bis Community Management in seinem vollen Ausmaß in den Köpfen der Menschen und Unternehmen angekommen ist.

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Community Management ist auf vielen Ebenen möglich. Sie können damit die Bedürfnisse Ihrer Kunden messen, Ihre Reichweite erhöhen oder eine eigene Gruppe aufbauen. Wir unterstützen Sie gerne dabei. Senden Sie uns bei Interesse oder Fragen eine E-Mail an speakingdigitalfuture@ambuzzador.com.

P.S.: Dass Community Management auch Spaß macht, durften wir bei Peter Dettmer erleben. Er hat in einer Session User-Beiträge aus Erotik-Foren vorgelesen. Etwas Abwechslung muss sein.

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