Community Barcamp 2015 Berlin #ccb15

Ein ungewohntes Format bot das Community Barcamp 2015 in Berlin von 24. – 25.10.2015. Für ambuzzador war Max Unger dabei und schildert seine Erfahrungen.

Mein erstes Mal… Barcamp :)

Neben mir haben knapp 300 weitere Community-Interessierte an diesem Wochenende ihren Weg nach Berlin gefunden und einen bunten Haufen aus altgedienten Branchen-Größen und jungen „wilden“ Community-Enthusiasten geformt.

Genau dieser bunte Mix war wohl der Faktor, der die Sessions so unglaublich bereichernd werden ließ. Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe, falscher Stolz fehl am Platz, kein Augenrollen bei Fragen anderer TeilnehmerInnen und eine offene Lernkultur, die jede Art von Feedback zuließ. Genau das, was man in unserer Branche braucht :)

Aber zurück zum Start: Jeder der 300 Teilnehmer stellt sich am Anfang des Barcamps vor, bevor im Anschluss direkt aus dem Kreis der Beitragenden eine Session-Agenda für den Tag zusammengestellt wird.

Sessionplan Tag 1 #ccb15 pic.twitter.com/N3c6O6HdUJ

— Magdalena Rogl (@LenaRogl) 24. Oktober 2015

Michael M. Roth, MicialMedia

Der besondere Aspekt

Schon während der Session-Pitches finden sich Menschen zusammen, die kurzfristig entscheiden gemeinsam eine Session zu gestalten, um so ihr Wissen zu kanalisieren und den anderen TeilnehmerInnen einen maximalen Mehrwert zu liefern.

Prinzipiell wird die Agenda also direkt von den TeilGeberInnen des Barcamps konzipiert – wer klassische Konferenz-Formate gewohnt ist, wird sich sicher über das Mitbestimmungsrecht an den Inhalten freuen.

#ccb15 ???? Sessionplan pic.twitter.com/LKJi1rXZvu

— Dagger (@___Dagger___) 25. Oktober 2015

Michael M. Roth, MicialMedia

Session Tag 1

Tag 1 war für mich durch das Rechtsupdate von Thomas Schwenke geprägt, der den TeilnehmerInnen einen Crashkurs in Sachen Social Media & Recht im Jahr 2015 gab und bspw. die rechtliche Lage rund um Themen wie Whatsapp und die Safe Harbor Entscheidung erklärte.

Äußerst spannende Session, die ich jedem empfehlen mag:

Danke Euch sehr! Wie versprochen hier die Folien zum #ccb15 Rechtsupdate 2015 https://t.co/j2PlOMsMhI Bild: @gkm_me pic.twitter.com/XyCZgtFmIe

— Thomas Schwenke (@thsch) 24. Oktober 2015

Eine weitere Session wurde von Judith Braun von der Telekom Deutschland gehalten und drehte sich um die Implementierung einer kollaborativen Plattform in Form eines ESN (Enterprise Social Network) als Ablöse des klassischen Intranets. Judith Braun gab zu bedenken, dass die Einführung eines ESN in einer großen Organisation ein klassischer Change Management Prozess ist, der nicht nur auf offene Ohren stößt und einen nicht unerheblichen Teil der Organisation durch den „emotionalen Keller“ führt, bevor wahre Akzeptanz entsteht. Mittlerweile ist die Telekom Deutschland mit ihrem Intranet komplett auf ihr Telekom Social Network umgezogen und die Begeisterung für das Projekt wächst. Mittels Mitarbeitermagazinen (ja ehrlich, man druckt Zeitungen zur Bewerbung einer Kollaborationsplattform :) ) wird Awareness im Unternehmen geschaffen und auch der Vorstand macht (teilweise) mit.

Change Management für das interne Social Network … Alle müssen durch den Keller. #ccb15 #socbiz pic.twitter.com/uZCBBgDwLX — achimbrueck (@achimbrueck) 24. Oktober 2015

Tipps der @deutschetelekom präsentiert von @inklusiv – Nerven behalten! ;) #ccb15 pic.twitter.com/Vt1CeUTMKV

— Max Unger (@mrunger) 24. Oktober 2015

Das Ziel: Gesamte Projekte auf der Plattform abwickeln , unternehmensinternes Know-how zu Tage fördern, Silos abreißen und den Austausch der Mitarbeiter unternehmensweit steigern.

Session Tag 2

Nachdem ich mich am ersten Tag zwecks Akklimatisierung noch mit der Beteiligung an Diskussionen und dem Einbringen von eigenen Blickwinkeln in Sessions von anderen zufrieden gegeben hatte, wollte ich am 2. Tag unbedingt eine eigene Session halten, um das Barcamp-Feeling voll aufzusaugen. Noch bevor ich meine Session tatsächlich fixieren konnte ergab sich in einem Gespräch am Session Board eine tolle Parallele zu Samuel , wodurch wir unsere Sessions kurzer Hand zusammenlegten und Samuel ein wenig aus der T-Systems Toolbox plauderte, während ich das ambuzzador Weltbild zum Thema owned Brand Communities vorstellte.

Titel der Session: „Power to the Community!“

Wie können Unternehmen nachhaltigen Mehrwert für KundIn und Unternehmen durch den Einsatz von owned Online Brand Communities schaffen.

Der Unterschied zwischen Social Network und Community. Mit @mrunger @karlchenkarl #ccb15 pic.twitter.com/Qd4xDcXGqm — Steffen Smettan (@zwulk) 25. Oktober 2015

Owned #communities was bringt’s #ccb15 @karlchenkarl pic.twitter.com/YDcJY33kdp

— Erik Frömder (@EFrmdr) 25. Oktober 2015

@mrunger & @karlchenkarl ein super Team! Obwohl sie sich gerade erst kennengelernt haben. Matchmaking auf dem #ccb15 pic.twitter.com/V7wf4n3LLf

— Jasmin Moll (@aNerdnamedMoll) 25. Oktober 2015

Die gesamte Präsentation „Power to the Community“ am #ccb15 in Berlin kann man sich auch online ansehen!

Fazit

Es war eine großartige Veranstaltung , die von spannenden Diskussionen und echtem Interesse der TeilnehmerInnen an anderen Perspektiven und Meinungen geprägt war.Kurzum: See you 2016, community camp :)

An dieser Stelle vielen Dank an Michael Roth , der sich an den 2 Barcamp Tagen die Finger wundgeknipst hat und jede Menge toller Schnappschüsse entstanden sind. Ein kleines best of seiner Fotos.