Als Marke auf Clubhouse - ein Guide zum Durchstarten!

Okay, es wird gerade sehr viel über Clubhouse geschrieben und gesprochen: Über die datenschutzrechtlichen Aspekte, die Nachhaltigkeit des Hypes oder die iPhone-Barriere. Doch wie können Unternehmen und Marken ihr Gesicht auf Clubhouse zeigen und sich hier genau jetzt ein Standing aufbauen? Die Möglichkeiten, die sich für Marken ergeben, sind derzeit noch begrenzt. In diesem Blogartikel erklären wir, was Sie tun können, um Ihr Standing im Voice-only Social Network auszubauen.

Offiziell verbieten die Community Guidelines von Clubhouse die Erstellung von Nicht-Personenprofilen. Doch falls Clubhouse die Hype-Phase überlebt und sich zu einem größeren, monetarisierbaren Netzwerk mustert, wird es perspektivisch auch Unternehmensprofile geben. Derzeit muss man noch eine Löschung des Profils riskieren, wenn man als Marke Fuß fassen will. Lassen Sie uns trotzdem einen Blick auf die Möglichkeiten werfen, welche sich für Unternehmen ergeben:

Gebrandete Mitarbeiter*Innen-Profilbilder als Eyecatcher

Fangen wir einmal mit der niederschwelligsten und gerade populären Möglichkeit an: Getreu dem Motto "Social Media ist Beziehungsarbeit!", registriert sich ein*e Mitarbeiter*in als Gesicht des Unternehmens in der Clubhouse-Welt. Der bzw. die Mitarbeiter*in richtet das Profil so ein, dass im Idealfall ein Profilbild vorhanden ist, welches auch auf LinkedIn nutzbar wäre. Zudem gibt die Person ihre Rolle und den Namen des Arbeitergebers an. So kann der oder die Nutzer*in dem Unternehmen ein Gesicht und natürlich eine Stimme geben. Das zahlt sich für die Sichtbarkeit des Unternehmens aus. Denn wer tut das nicht? Kommt man in einen Room, steuert man sofort die Profile der Sprechenden oder Zuhörenden an und vernetzt sich ggf. sogar.

Gestaltungsmöglichkeiten im Profil

Die Möglichkeiten, die sich bei der Gestaltung des Profils ergeben, sind hier sehr vielseitig:

  • Gebrandete Profilbilder: Die meisten Nutzer*innen verwenden auf Clubhouse ihr klassisches Profilbild, welches sie auch auf LinkedIn einsetzen. Doch um schon alleine visuell aus der Masse der Nutzer*innen herauszustechen eignen sich Profil-Freisteller auf einem farbigen Hintergrund oder auch das eingearbeitete Logo des Unternehmens im Profilbild
  • Die Profil-Bio für den ersten Eindruck: Zur Bio auf Clubhouse haben wir eine sehr gute Nachricht für Sie: Hier gibt es keine Zeichenbegrenzung! Während Netzwerke wie Twitter oder Instagram die Profilbeschreibung begrenzen, kann man hier seine Visionen, seinen Standort, Links zur Website (Achtung: nicht klickbar!) oder sogar seine E-Mailadresse eintragen. Wow! Toben Sie sich hier also aus. Doch Achtung: Beim Klick auf das Profil werden zuerst nur 125 Zeichen sichtbar. Nennen Sie hier also Ihre eindrucksvollste Message, mit welcher Sie andere Nutzer*innen neugierig machen wollen!
  • Twitter und Instagram als aktive Verlinkungen: Clubhouse erlaubt es den User*innen die Instagram und Twitter Profile aktiv zu verlinken. Sollten Sie nicht ihr privates Profil angeben wollen, können Sie hier auch das Profil Ihres Unternehmens angeben.
Clubhouse_als_Chance_fuer_Unternehmen.png

Mit Logo sticht Ihr Unternehmen deutlich aus der Masse hervor! (Hier t3n und ambuzzador)

Unternehmensprofile auf Clubhouse

Kommen wir nun zum Eingemachten. Wenn Sie für Ihr Unternehmen ein Profil erstellen, laufen Sie wie am Anfang des Textes genannt Gefahr, dass das Profil gelöscht werden kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie mit diesem Profil keine anderen User*innen einladen, da Clubhouse in der Vergangenheit den Einladenden, den Eingeladenen und das Profil entfernt hat.

Für die Mutigen unter Ihnen ergeben sich aus einem Unternehmensprofil die folgenden Möglichkeiten und Vorteile:

  • Logo als Profilbild für das ideale Bühnen-Branding: Wenn Mitarbeiter*innen des Unternehmens einen Room öffnen, können Sie das entsprechende Unternehmensprofil als visuelles Schmankerl auf die Bühne holen. So steht die Diskussion quasi unter der Schirmherschafft der Marke und wirkt offizieller. Doch setzen Sie die Person hinter dem Marken-Account höchstens als Co-Host ein, da den User*innen sonst ein Gesicht hinter dem entsprechenden Account fehlt und so einen seltsamen Eindruck erweckt. Sowohl t3n als auch Edeka nutzen diese Branding-Möglichkeit bereits.
  • Beschreiben Sie Ihr Unternehmen im Profil: Im Unternehmensprofil haben Sie die Möglichkeit Ihr Unternehmen, die Produkte und Services als auch andere Social Accounts und Websites zu nennen (wie bereits o.g.). Eine weitere Möglichkeit besteht darin die Account-Namen des Teams hier zu nennen, damit diese leichter auffindbar sind. Und achten Sie auch darauf entsprechende Keywords zu benutzen, da diese in der Clubhouse-Suche eine dominante Rolle spielen.
  • Das Unternehmensprofil als konsolidierende Klammer: Wie das immer so bei neuen Netzwerken ist, versucht man zunächst so vielen Personen wie möglich zu folgen. Auf Clubhouse ergeht es sicherlich beim ersten Login vielen so. Wenn Sie die Follower-Liste Ihres Unternehmensaccounts entsprechend kuratieren, werden die Nutzer*innen die Followings des Accounts unter die Lupe nehmen und Ihren Kolleg*innen mit großer Wahrscheinlichkeit folgen.
  • Ein bunter Vogel in der Menge: Es wirkt auf den ersten Blick etwas plump. Doch wenn Sie Ihr Unternehmensprofil inaktiv für die Teilnahme an einem anderen Talk nutzen, wird das Logo in der Menge auffallen und so Aufmerksamkeit erregen. Als ambuzzador haben wir festgestellt, dass viele User*innen unserem Unternemensaccount folgten, wenn wir uns in einem Room befanden.

EDEKA, t3n und ambuzzador als First-Mover

Das Digitalmagazin t3n (@t3nmagazin) hat als (wahrscheinlich erste) Brand im deutschsprachigen Raum die Möglichkeit genutzt einen Account als Nicht-Person zu erstellen. Auch wir als ambuzzador (@ambuzzador) und die deutsche Supermarktkette EDEKA (@edeka) haben bereits den Schritt gewagt und nutzen den Account als zentrale Anlaufstelle und visuelle Branding-Klammer für Diskussionen in Rooms.

EDEKA_auf_Clubhouse.png

EDEKA als Handelsunternehmen Clubhouse-First Mover