Museen setzen auf Crowdsourcing: Alles, nur nicht museal

Friday, June 25th, 2010

Mit interessanten Strategien wollen Museen im Web sichtbarer werden. Während das British Museum auf die Zusammenarbeit mit Wikipedianern setzt, sucht das Guggenheim-Museum auf YouTube nach kreativen Videokünstlern.

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Wenn etwas als „museal“ bezeichnet wird, dann ist das selten freundlich gemeint. „Museal“ ist vielleicht der Laptop, an dem wir gerade sitzen, aber keinesfalls jener, an dem wir gerne sitzen würden. Mittlerweile wird „museal“ fast ausschließlich mit ironischem Unterton als Synonym für „verstaubt“ verwendet. Natürlich sind damit nicht Museen selbst gemeint und doch wird dabei mit den Assoziationen gespielt, die wir vermutlich seit unserer Kindheit mit einem Museumsbesuch verknüpfen: Lange Gänge, knatternder Parkettböden und weit und breit keine Sitzgelegenheit.

Es ist keine leichte Zeit für Museen. In einer Phase, in der allerorts das Schreckgespenst des Besucherrückgangs umhergeht, tun sich vor allem die Kleinen schwer. Grund genug, dass die Museen etwas gegen ihr angestaubtes Image tun – wie derzeit das British Museum.

Anlass war der Stein von Rosette, der während der ägyptischen Expedition Napoleons 1799 bei Rosette im Niltal gefunden wurde. Der Rosettastein enthält dreimal den gleichen, ziemlich üppigen Text – und genau das macht ihn so wertvoll, weil er damit einen Schlüssel zur Decodierung der Hieroglyphenschrift bildet. Heute ist er im British Museum ausgestellt, doch im Web wird das nur wenig gewürdigt.

„Ich sah, wie viele Page Views der Wikipedia-Artikel über den Stein von Rosette hat“, zitiert die New York Times Matthew Cock, den Chefverantwortlichen der Museums-Website. Und da „fünfmal mehr Leute den Wikipedia-Artikel zu unserem Paradeausstellungsstück besuchen als unseren eigenen“, hatte Cock eine spannende Idee: Crowdsourcing.

Das Museum lud Wikipedia-Autoren zu einer Backstage-Pass-Tour ein, organisierte eine Diskussion mit den Kuratoren und schreibt sogar einen Preis für die besten Artikel über seine Ausstellungsstücke aus. Der Lohn der Zusammenarbeit ließ nicht lange auf sich warten: Alleine am Tag der Backstage-Pass-Tour erschienen sechs neue Wikipedia-Artikel über Exponate des British Museum. Hinzu kam die Berichterstattung über die Zusammenarbeit, vor allem in der New York Times und in unzähligen Blogposts .

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Nicht auf Wikipedia sondern auf YouTube setzt derzeit wiederum das Guggenheim-Museum. „YouTube Play“ heißt die Zusammenarbeit mit der Videoplattform, bei der das kreativste Video gefunden werden soll. Das Projekt richtet sich an Videokünstler, für die mit „YouTube Play“ ein interaktiver YouTube-Kanal eingerichtet wurde. Eine Expertenjury wird darüber entscheiden, welche Arbeiten am 21. Oktober in New York präsentiert und in die Guggenheim-Museen in Berlin, Bilbao und Venedig simultan übertragen werden.

Der Trailer zu YouTube Play wurde übrigens innerhalb von zwei Wochen bereits über 720.000-mal auf YouTube angesehen:

Quellen:
http://www.scienceblogs.de
http://www.nytimes.com
http://www.adverblog.com
http://www.britishmuseum.org (Screenshot)
http://en.wikipedia.org (Screenshot)

Coca Cola will seine Geheimformel preisgeben

Friday, June 4th, 2010

Seit seiner Erfindung ist das Rezept von Coca Cola ein Geheimnis. Im Rahmen der Kampagne „The Secret is Out There“ verspricht der Konzern nun seine Formel preiszugeben. Zahlreiche versteckte Hinweise sollen dabei behilflich sein.

The Secret Is Out There.

Über die Zutaten und Wirkung von Coca Cola ranken sich seit seiner Erfindung wilde Gerüchte. Allem voran die Vermutung, Coca Cola enthalte Kokain, will trotz aller Dementis nicht verstummen. Die Geheimhaltung des genauen Rezepts lässt die Spekulationen bis heute bunte Blüten treiben. So soll Cola etwa Zähne, Knochen und Fleisch auflösen können und auch sonst noch so manche Überraschung zutage fördern, wie ein Blick auf YouTube verrät.

Nun hat sich Coca Cola selbst daran gemacht, den Mythos der geheimnisumwitterten Formel zu pflegen, indem der Konzern das Unvorstellbare verspricht: Das Geheimnis soll gelüftet werden! Das kündigt zumindest die neue Kampagne „The Secret is Out There“ von W+K Portland an. Mit zahlreichen Hinweisen sollen Webuser auf die sagenumwobenen Zutaten neugierig gemacht werden:

Klickt man auf das runde Flaschensymbol, das während des Virals mehrmals in der Ecke rechts oben erscheint, gelangt man bereits auf zahlreiche Puzzlesteine des Rätsels. Da wäre etwa der Twitter-Account von Doc Pemperton, dem Erfinder von Coca Cola. Auch einen geheimen Dateiordner hält er im Web versteckt. Mit der Facebook-App „Ahh Giver“ lassen sich Videobotschaften an Freunde verschicken, die mit Glück einen Coke-Coupon enthalten. Als weitere Eastereggs warten eine Microsite namens „Smileizer“, weitere YouTube-Videos sowie ein angeblicher Live-Feed einer Webcam auf ihre Entdeckung. Ob sich hinter dieser Tresortür wohl die geheime Coca-Cola-Formel versteckt?

The Secret Is Out There.

Nicht nur online, sondern auch offline wird das Schlüsselloch-Logo vermarktet und dessen Entdeckung belohnt werden. „The Secret is Out There“, auch außerhalb des Internets. So sollen etwa an ausgewählten Orten limitierte Cola-Flaschen erscheinen.

Doch so bemüht die Kampagne auch erscheint, so unwahrscheinlich scheint es, dass Coca Cola seine Rezeptur tatsächlich lüften wird. Sollte sich aber am Ende nur alles als Bluff herausstellen, wäre das natürlich eine herbe Enttäuschung.

Quellen:
http://www.contagiousmagazine.com
http://www.thedenveregotist.com
http://www.youtube.com
http://www.coca-cola.com

„TENor15“: Rocken fürs Hotel

Friday, May 28th, 2010

Vor wenigen Tagen startete die zu Accor gehörende Hotelkette Ibis eine bemerkenswerte Sommer-Kampagne. Um auf Preisnachlässe aufmerksam zu machen, gründete sie eine Rockband. Ihr Name: TENor15.

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So wie als erste Assoziation zu dem Begriff „Werkzeug“ meist der „Hammer“ genannt wird, so sind auch die Gedankenverknüpfungen zum Thema „Rockband“ immer die gleichen: „Sex“, „Drugs“, „Groupies“ und natürlich „Hotelzimmer zerstören“. Ob Rockmusiker tatsächlich signifikant häufiger als der Durchschnittsmensch ihre Hotelzimmer verwüsten oder ob es sich dabei bloß um selektive Wahrnehmung handelt, ist unklar. Allerdings werden Bands wie die Sex Pistols wohl auch ihren Teil zu diesem Klischee beigetragen haben. Egal, letztlich kommt es nur darauf an, dass Rockbands und Hotelzimmer gedanklich irgendwie zusammengehören.

Das scheint man sich auch bei der zu Accor gehörenden Hotelkette Ibis gedacht zu haben. Über 760 Ibis-Hotels gibt es auf der Welt, die größte Teil davon ist in Europa zu finden und da ganz besonders in Frankreich. Die meisten liegen im Zwei-Sterne-Bereich. Anlässlich der anstehenden Ferienzeit versucht Ibis nun mit einer ganz besonderen Kampagne auf sich aufmerksam zu machen, für die sogar eine eigene Rockband ins Leben gerufen wurde.

TENor15 heißt die glorreiche Kombo, die akustisch wie optisch wie ein aufgetautes Relikt aus den 80er Jahren wirkt. Ähnlichkeiten mit den Größen aus der Ära des Glam-Metals scheinen alles andere als zufällig und absolut erwünscht:

Auch wenn TENor15 nicht unbedingt wie die typischen Vertreter des Web 2.0 aussehen: Immerhin verfügen sie über eine eigene Myspace- sowie eine Facebook-Seite und über einen eigenen YouTube-Kanal. Hintergrund ist eine Sommer-Rabattaktion, in deren Rahmen Gäste 10 bzw. 15 Euro Preisnachlass pro Zimmer und Nacht erhalten, gültig für über 600 Ibis-Hotels in Europa. Die Message: „Bei Ibis muss man kein Star sein, um einen Preisnachlass zu bekommen.“

Zwar wurde das TENor15-Musikvideo bislang gerade einmal etwas mehr als 1.400-mal angesehen, doch soll die Kampagne erst Mitte Juni so richtig ins Rollen kommen. So sind etwa neben einem TV-Spot und klassischen Presseinseraten auch ein Luftgitarren-Wettbewerb sowie weitere YouTube-Videos geplant, in denen das Hotelleben der Band beleuchtet wird.

Für TENor15 heißt das dann wohl: Rock On!

Quellen:
http://www.accor.com
http://www.facebook.com

Spritzfahrt mit dem A-Team-Van

Friday, May 21st, 2010

23 Jahre nach dem Ende der Serie kommt das A-Team in die Kinos. Für die entsprechende Vorfreude soll ein Advergame sorgen, in dem man den legendären GMC-Van mittels YouTube und Google Earth durch reale Städte jagen kann.

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Vier Männer einer militärischen Spezialeinheit, die wegen einer ungerechtfertigten Verurteilung untertauchen müssen – das war die Ausgangsgeschichte des A-Teams. Weil John „Hannibal“ Smith, Templeton „Face“ Peck, H. M. Murdock und B. A. Baracus während des Vietnamkrieges eines nicht begangenen Verbrechens beschuldigt werden, sind die entflohenen Häftlinge ständig auf der Flucht vor der Militärpolizei und helfen dabei sogar noch in spektakulären Aktionen den Unterdrückten, die vom Gesetz im Stich gelassen werden.

Mit diesem Konzept darf sich das A-Team neben Knight Rider und MacGyver zum Kanon der großen 80er-Jahre-Action-Serien zählen: Leicht verständlich, witzig, actiongeladen, leicht infantil. Und natürlich darf in jeder der in sich abgeschlossenen Folgen die obligatorische Verfolgungsjagd mit Kugelhagel und quietschenden Reifen nicht fehlen.

Über 20 Jahre ist das nun bereits her, doch 2010 dürfte für die Fans der Serie zum Freudenjahr werden: „A-Team – Der Film“ kommt in die Kinos. Mit neuer Besetzung – unter anderem mit Liam Neeson als „Hannibal“ – soll der Charme der chaotisch erscheinenden, aber professionell agierenden Truppe auf die Leinwand gebannt werden. Mit dabei ist auch eines der vielen Markenzeichen der Serie, der schwarze GMC Vandura mit dem roten Streifen. Und mit diesem kann nun sogar jeder selbst durch die Gegend brausen.

Neben einem Twitter-Account, einer Facebook-, einer MySpace- und natürlich einer Webseite bietet der Film nämlich etwas ganz Besonderes: Einen interaktiven YouTube-Kanal , der sich bei näherer Betrachtung als einzigartiges Advergame erweist. Zwar wurde dem Gameplay offenbar wenig Aufmerksamkeit geschenkt, umso mehr stechen dafür die Teststrecken hervor. Mit Hilfe eines Google-Earth-Plug-Ins können Fans mit dem Van des A-Teams reale Metropolen erkunden, wie beispielsweise San Francisco, Tokio und Berlin, sowie sogar über wildes Gelände brettern, wie etwa den Mount Everest oder die Niagarafälle.

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Natürlich sind Gamer grafisch anderes gewöhnt als die hier verwendeten Texturen von Satellitenfotos; der Kuriositätsmehrwert, in einem YouTube-„Video“ via Google Earth mit dem A-Team-Van durch die berühmtesten Gegenden dieser Welt zu poltern, macht das aber wieder wett. Zur Erhöhung der Spielmotivation sind simple Aufgaben vorgesehen, womit man sich kurze – und leider äußerst lieblos gestaltete – Videos über die Filmcharaktere freischalten kann.

Dass Testfahrten durch reales Gelände derzeit prinzipiell hoch im Kurs zu sein scheinen, zeigt aber auch eine französische Microsite von Harley Davidson, die durch ihren 360°-Rundumblick glänzt:

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Quellen:
http://www.adverblog.com
http://www.ateam-movie.com
http://www.youtube.com/drivetheateamvan
http://touringtestride.harley-davidson.fr

Ein neuer Stern am Web 2.0 Himmel - SlideShare!

Monday, February 15th, 2010

Das Web 2.0 ist wieder um einen zukünftigen Giganten reicher und diesmal betrifft es die Welt der (Business-) Präsentationen. YouTube und Videos aufgepasst: Presentation-Sharing ist der neue Trend!

Ja, auf Powerpoint und Co. kommen demnächst goldene Zeiten und ein Aufschwung zu. Denn SlideShare ist ein Plugin zu Microsoft Office 2007, mit dem man alle Präsentationen hochladen und mit den anderen Nutzern teilen kann. Die große Plattform, auf der Präsentationen zu allen möglichen Themen gefunden und downgeloaded werden können, heißt Cloud. Man muss sich die Systematik dahinter sehr YouTube-lastig vorstellen: Es ist möglich, Präsentationen natürlich auf Facebook und Twitter zu teilen, es wird angezeigt, welches die beliebtesten und welches die aktuellsten Werke sind. Man kann verschiedene Kategorien (ähnlich zu YouTubes Kanälen) wählen und sich dann in die Materie vertiefen.

slidesharelogo

Allgemein haben Präsentationen den Nachteil, dass sie eine unkommentierte Rohfassung zu einem Thema sind, während Videos komplette Aussagekraft besitzen. Dass Präsentationen nicht in ganzen Sätzen sondern in Stichwörtern verfasst sind, ist klar, und bedeutet gleichzeitig, dass SlideShare niemals den Erfolg von YouTube miterleben wird. Das liegt in der Natur der Sache.

Hilfreicher als YouTube könnte die Seite aber allemal werden. Egal zu welchem Thema findet man bereits jetzt verschiedenste Gestaltungen. Wenn die SlideShare WOM-Lawine erst einmal richtig losgeht und sich viral verbreitet, wird das absehbare Schicksal der Präsentationsplattform erst richtig erkennbar. Potenzial zum Erfolg und zum Nutzen für Web 2.0 User bietet sie alle mal.

Natürlich, muss man heutzutage schon fast sagen, ist SlideShare mit dieser Idee nicht ganz alleine auf dem virtuellen Markt. Sliderocket beispielsweise ist nach dem gleichen System aufgebaut, bietet sehr attraktive Zusatzfeatures, verlangt aber eine Registrierung und ist vorerst nur für 30 Tage kostenfrei. Dafür ermöglicht einem die Software neuartige Präsentationen, Effekte und versorgt den User ständig mit Software Updates. Bei Scribd und Docstoc hingegen, geht es aber vielmehr um das reine (kommentierte) Ausgeschriebene und um Leseinteresse der User, als um das Gestalten und Teilen der Präsentationen an sich. Bücher, Berichte und Arbeiten werden hier gespeichert und zur Verfügung gestellt.

Wer sich aus diesem Vierkampf nun durchsetzen kann, lassen wir auf uns zu kommen. Jedenfalls freuen wir uns, dass die Social Media-Gesellschaft wieder um einen Helfer reicher ist und unser virtuelles Dasein erleichtert.

Quelle Bild und Text:
Techcrunch

We’re All Fans

Friday, February 5th, 2010

Die diesjährige Verleihung des Grammy Awards wurde von einer großen Social-Media-Kampagne begleitet. Das Ergebnis war nicht nur Lob von Bloggern und Fans, sondern auch deutlich gestiegene Einschaltquoten.

Grammy

Seit über 51 Jahren werden sie nun schon verliehen, die Grammy Awards. Seit 1958 wird der begehrte Preis, der als höchste Auszeichnung im Musikbusiness gilt, alljährlich verliehen. Die Liste der Preisträger ist dementsprechend lange und liest sich wie ein Who is Who der Musikwelt: Ray Charles, Billy Joel, die Bee Gees, Michael Jackson, U2 oder die White Stripes sind nur einige Namen, die sich auf ihr wiederfinden. Sogar Barack Obama erhielt 2008 einen Grammy für sein Hörbuch „The Audicity of Hope: Thoughts on Reclaiming The American Dream“; seine Außenministerin Hillary Clinton war 2003 mit ihrem Hörbuch „Living History“ immerhin für einen Grammy nominiert.

Doch dieses Jahr war alles ein bisschen anders: Die Grammys setzten voll auf Interaktion. Alles begann mit einer Social-Media-Task-Force, die die Academy 2008 ins Leben gerufen hatte. Zu Beginn galt es erst einmal das Umfeld zu evaluieren, auf das sich die National Academy of Recording Arts and Sciences begab. Man wollte nicht einfach bloß wahllos irgendetwas mit Social Media machen, sondern man wollte es korrekt machen. Und das war nicht so einfach, wie Marketing-Chef Evan Greene schildert: Die Academy war immer darum bemüht, möglichst die Kontrolle über ihre Marke zu behalten und äußerst vorsichtig mit Äußerungen umzugehen. Dass mit der Entscheidung für soziale Medien auch ein Stück weit Kontrolle aufgegeben werden musste, war für die altehrwürdige Institution naturgemäß nicht leicht zu verdauen, so Greene. Es war ein Wagnis, das sich lohnen sollte.

Im Zentrum der Kampagne stand die Seite „We’re All Fans“, die zur Gänze aus Real-Time-Content besteht, der direkt von Twitter, Facebook, YouTube und Flickr übernommen wird. Interessantes Element der Website ist unter anderem der „Fanbuzz Visualizer“:

Besonders gelungen ist auch der Fernsehspot für „We’re All Fans“, die sich aus einem Mosaik von YouTube-Performances von echten Fans zusammensetzt – und für die muss es wohl ziemlich atemberaubend gewesen sein, ihr eigenes Video auf einem großen Fernsehsender wie CBS zu sehen. Alleine auf YouTube wurde sich der Spot zwei Millionen Mal angesehen:

Wirklich interaktiv war aber der Grammy selbst: So konnte während der TV-Übertragung auf den Verlauf der Show direkt Einfluss genommen werden und die Zuseher mitstimmen, welcher Song bloß wenige Minuten später gespielt werden sollte. Zudem wurden sie auch auf Twitter auf dem Laufenden gehalten; Facebook- und YouTube-Accounts durften natürlich genauso wenig fehlen wie eine iPhone-App.

Das Ergebnis der Bemühungen kann sich sehen lassen: Die Einschaltquoten der Preisverleihung lagen in diesem Jahr 35 Prozent über jenen des Vorjahres. Mit einem Schnitt von 25,8 Millionen Zusehern wurde die Übertragung damit zum meistgesehensten Grammy seit 2004.

Quellen:
http://mashable.com
http://www.viralblog.com

Puma - The Games We Play

Thursday, February 4th, 2010

Kürzlich bin ich auf ein YouTube Video der Serie “The Games We Play” gestossen. Nach kurzem Klicken entdeckte ich die komplette Serie. Aus den Bereichen “Fitness”, “Running”, “Golf” und “Motorsport” präsentiert Puma die neue Frühling/Sommer Kollektion.

Spielerisch und mit einem Hauch von Humor sehen wir sportliche Menschen die vor verschiedenen Kulissen zappeln, lachen und schwitzen.

Unterlegt mit Musik und vielen bunten Farben bekommen wir spielerisch Einblick in die neue Puma Kollektion. Unterhaltsam verbindet das Label mit dieser Video Serie Mode und Live-Action.

Die Idee und die Umsetzung der Präsentation finde ich durchaus gelungen. Ich bin gespannt was sich noch hinter dieser Kampagne von Puma verbirgt. Ein Interview des Regisseur Jared Eberhardt gibt es auf Motiongrapher.com zu lesen. Hier gibt es auch einige Making-Off Bilder.

Quelle: www.adverblog.com/archives/004170.htm

Filmemacher in der Modeindustrie

Thursday, January 28th, 2010

Angekommen im Jahr 2010 ist es fast schon normal, dass sich Modelabels berühmt berüchtige Filmemacher und Regisseure für die Präsentation der neusten Kollektionen ins Team holen. Auch die Besetzung vor der Kamera ist maßgebend für den Erfolg der verfilmeten Präsenation.

Hier werden vorzugsweise bekannte Models, Schauspieler oder Gesichter aus der Musikszene gewählt.

Prada und YSL sind die neuesten High-End-Fashion-Marken, die sich entschlossen haben, diesen Weg zu gehen.

Profesionelle Kurzfilme lassen sich wunderbar in das Kommunikationskonzept eines Labels eingliedern. Eine, durchaus aufwändige Produktion, zahlt sich laut Erfahrungswerten auf jeden Fall aus.

Die Öffentlichkeitsarbeit in dieser Form geht über die übliche Zielgruppe, welche sich um die Laufstege tummelt hinaus.

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Prada hat sich den chinesischen Filmemacher Yang Fudong ins Boot geholt. Dieser stellt kunstvoll, in Form der neuen visuellen Kommunikation, eine Schwarz-Weiß-Reise durch Shanghai während der 30er & 40er Jahre dar.

Auch Stefano Pilati und YSL haben auch beschlossen, mit dem Fotografen und Kameramann Bruce Weber auf die kommende Herbst / Winter-Kollektion durch eine schwarz-weiß Serie zu präsentieren.

Viele kunstvoll in Szene gesetzte Kurzfilme zum Thema Fashion gibt es auf bei Fly16×9.

Bild via www.youtube.com/watch?v=nhswOlqbPUU

Senioren und Social Media

Thursday, January 14th, 2010

Dass die Alterspyramide auf dem Kopf steht ist nicht neu. Unsere Bevölkerung wird immer älter. Eine Tatsache nach der sich auch die Medienbranche richten muss. Die Altersgruppe der Menschen ab 50 wird die große Masse sein um welche geworben werden muss.

Gut dass auch die Zahl der älteren Nutzer auf Social Network Plattformen wächst. Bald können wir neben “Eltern” und “Geschwister” auch “Oma & Opa” als Verwandtschaftsgrad bei Facebook und Konsorten lesen. Die Hälfte aller Senioren online nutzen YouTube und Facebook. Mit Senioren ist die Altersgruppe der über 65 Jährigen gemeint. Immer mehr Senioren werden online aktiv.

Eine Entwicklung die gespannt zu beobachten ist. Im November 2004 waren 11,3 Millionen Senioren online. 5 Jahre später, im Jahr 2009 stieg diese Zahl auf 17,5 Millionen. Laut Studien verbringen Senioren im Durchschnitt mehr als 58 Stunden online.

Also ist künftig auch die breite Masse der älteren Menschen eine Zielgruppe von Social Media Aktivitäten. Aus dieser Tabelle sind die Top 10 der meist Besuchten Websiten der Menschen über 65 Jahre.

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Bildquelle: mashable.com/2009/12/10/seniors-online-habits/