Vermutlich in wohl keinem anderen Jahr haben wir so viele virtuelle Kontakte gesammelt wie 2009. Eine neue Freundschaftanfrage auf facebook, ein neuer Follower und aufmerksamer Leser auf Twitter, ein neuer Geschäftskontakt auf Xing – und schon sind wir mit so vielen Leuten vernetzt, wie wir es uns in unserer offline-Welt nicht erträumen lassen.
Hannes Offenbacher, Jungunternehmer und Blogger, rechnet uns diese “Kultur der Vernetzung” vor: 3.800 Kontakte auf Xing, 820 Freunde auf facebook und 680 Follower auf Twitter. Macht rund 30 neue Gesichter in der Welt des Social Webs. Pro Woche! Die Frage nach der Sinnhaftigkeit hinter diesem Sammelsurium an (un)bekannten Freunden lassen wir mal im Raum stehen.
Und wo ist da der Mehrwert?
Ein wirksames PR Werkzeug auf der einen Seite – so sieht Hannes Offenbacher seine Kontakte, Freunde und Follower. Doch was steht auf der anderen Seite? Ist es tatsächlich erstrebenswert von zahlreichen Kontakte tagtäglich Statusmeldungen zu lesen, Fotos zu betrachten und ihren Alltag 1:1 mitzuerleben? Und das, obwohl sie uns eigentlich unbekannt sind und wir uns im “real life” niemals so haargenau ihr Leben und ihren Alltag beschreiben lassen würden?
52 weeks. 52 faces. – Ein Selbstversuch
Angetrieben von der Neugier, wer hinter den uns unbekannten Kontakten steckt und welchen Mehrwert man aus diesen Verbindungen rausholen kann, startet Hannes Offenbacher den Selbstversuch “52 weeks. 52 faces.”: auf seiner To do-Liste für 2010 steht, jede Woche eine Person aus seinem unbekannten Online-Bekanntenkreis zu in real treffen. Zudem soll vierteljährlich ein “größeres Get-together (für noch Unbekannte)” stattfinden.
Die Rückmeldungen auf dieses Vorhaben sind durchaus positiv. Und auch die erste Begegnung hat bereits stattgefunden. Auf einer Almhütte in 1.215m Seehöhe. Mit Jörg Liemandt, seines Zeichens flüchtiger Xing und facebook-Kontakt. Ein durchaus interessantes Unterfangen, welches Hannes Offenbacher hier gestartet hat und beim Lesen des Beitrages wünscht man sich, dass er sein Vorhaben auch tatsächlich in die Tat umsetzt und uns von weiteren Begegnungen erzählt. Spannender als die Beiträge, sind wohl nur noch das Erleben dieser Begegnungen an sich.

Bild- und Textquellen:
bessergehtsimmer.at





















