Das war die buzzattack!

Wednesday, October 20th, 2010

Voller Erfolg für die erste BUZZ Marketing-Konferenz Österreichs

Im Rahmen der ersten BUZZ Marketing-Konferenz „buzzattack“ tauschten sich am 19. Oktober in Wien rund 200 TeilnehmerInnen über den Einsatz von Social Media im gesamten Unternehmen aus. Im Fokus der Konferenz stand die Frage, wie Unternehmen die eigene Digitale Reputation als neue Benchmark in der Markenführung optimieren und das Potenzial von Social Media für sich voll ausschöpfen können.

© Jürgen Hammerschmid

© Jürgen Hammerschmid

Gestern trafen sich rund 200 Gleichgesinnte am Kahlenberg zur buzzattack, um sich zum Thema Digitale Reputation als neue Benchmark in der Markenführung auszutauschen. Die buzzattack spannte im Rahmen von vier Panels den Bogen von der Definition der Digitalen Reputation, über den Einfluss der neuen Meinungsmacher (Digitale Identität), über konkrete Digital Branding Kampagnen von Kodak CEE und T-Mobile Österreich bis hin zur Integrierten Social Media Kommunikation, deren Vision Bob Pearson (ehem. Vice President DELL), der via Videoeinspielung im Saal zugeschalten war, eindrucksvoll aufzeigte.

Im Rahmen der buzzattack präsentierte sich außerdem das weltweit größte Soziale Netzwerk facebook durch Commercial Director F. Scott Woods erstmalig in Österreich. Woods, der aktuelle Zahlen zu facebook in Österreich mitbrachte, zeigte anhand internationaler Best Practices das Potenzial von facebook für Unternehmen auf. Im Anschluss an die Konferenz wurde der sechste Geburtstag von ambuzzador, mit einem Auftritt der Band Tanz Baby! gefeiert.

Wir freuen uns, dass die erste buzzattack auf so reges Interesse gestoßen ist. Nicht nur international und national renommierte Speakers fanden sich auf dem Podium, auch im Publikum saßen zahlreiche Vertreter heimischer Top-Unternehmen. Es ist uns gelungen, in der Boomphase des Social Media ein Zeichen zu setzen und die Relevanz von Social Media über alle Unternehmensbereiche zu beleuchten. Das positive Feedback der KonferenzteilnehmerInnen bestärkt unsere Intention, ein Format wie die buzzattack in Österreich zu etablieren!


National und international renommierte Speakers bei der buzzattack

Auftakt des Konferenztages bildete der Netzwerk-Analytiker Harald Katzmair (CEO, FAS.research) der erklärte, dass die grundsätzliche und momentane Beschaffenheit von Netzwerken entscheidend dafür ist, ob und wie sich virale Effekte ausbreiten. Charlotte Hager (CEO, comrecon° und Managing Partner, repconsult) legte die theoretische Basis für Digitale Reputation und machte klar, dass sich alles um Vertrauen dreht, das man in der Kommunikation nicht verspielen darf, was sie am Fall BP (Stichwort: Manipulation der Tatsachen) darlegte.

Rainer Nowak (Ressortleiter Innenpolitik, Tageszeitung Die Presse) und Niko Alm (CEO, Super-Fi GmbH) nahmen die Mechanismen und Instrumente der neuen Meinungsmacher (Blogger) unter die Lupe. Sie demonstrierten anschaulich, wie Social Media einerseits den Weg aus einer kleinen Öffentlichkeit in Massenmedien ermöglichen und andererseits, im Falle von Journalisten, einen spannenden Rückkanal eröffnen. Wolfgang Renzl, Anwalt für Medien- und Immaterialgüterrecht beleuchtete im Anschluss die rechtlichen Aspekte und Grenzen in Social Media.

Sieglinde Martin und Stefan Wehmeier, Institut für Kommunikationsmanagement der FH Wien, veranschaulichten anhand aktueller Forschungsergebnisse die Relevanz von Social Media für Unternehmen und die Akzeptanz in der Community. Thomas Mayer, Senior Brand Manager T-Mobile Austria, und Madlen Nicolaus, Social Media Managerin Kodak EAMER, rundeten das dritte Panel der buzzattack mit Insights zu aktuellen, erfolgreichen Social Media Kampagnen ab.

Bob Pearson, ehem. Vice President DELL, der via Videoeinspielung im Saal zugeschalten war, gab einen Überblick über aktuelle Social Media Trends für Unternehmen und zeigte konkrete Schritt auf, wie man auch in Österreich ein Umdenken bis ins Management erzielen kann. Martin-Hannes Giesswein, Country Manager NOKIA Österreich, und Erich Morawek, Society for Management and Internet rundeten die buzzattack mit einer Studie zum aktuellen Status von Social Media in Österreich ab. Mit Einblicken zum Personalmarketing 2.0 durch Robindro Ullah, Leiter Zusatzservices Deutsche Bahn, dem Vorreiter in Sachen Social Recruiting in Deutschland (@dbkarriere), fand die buzzattack ein erfolgreiches Veranstaltungsende.

2006 als Expertenrunde zur Etablierung und Weiterentwicklung von BUZZ Marketing gegründet, ging die buzzattack am 19.10.2010 nun in der bislang größten Form über die Bühne und bot interessierten Unternehmen, Kreativagenturen und StudentInnen einen Einstieg in das Thema Social Branding.


Eine ausführliche Nachlese zur buzzattack inkl. Fotos und Vorträgen gibt’s hier.




Lost & Found 2.0

Wednesday, July 14th, 2010

Als sei es nicht schon ärgerlich genug persönliche Gegenstände zu verlieren, sind die Chancen diese wiederzufinden meist relativ gering, verstreut man sie nicht gerade in den eigenen vier Wänden. Das Problem an der Sache – verlorene Gegenstände werden von anderen zwar oftmals gefunden, aber wohl nicht zum nächsten Fundamt gebracht.Viel bequemer wäre es da doch, den Gegenstand mit nach Hause zu nehmen, den Besitzer auf unmittelbarsten Wege davon in Kenntnis setzen zu können und dann den gefundenen Gegenstand einfach per Post an den Besitzer retournieren oder bei sich abholen lassen.

FinderBase.comDas finnische Start-up FinderBase greift diese Idee auf und bietet eine Web 2.0 Community für verlorene und gefundene Gegenstände. FinderBase basiert auf Google Maps und lässt User verlorene bzw. gefundene Gegenstände auf einer Karte eintragen. Dieser Eintrag inkludiert Datum des Fundes bzw. Verlustes, eine kurze Beschreibung sowie ein Foto. Zudem bietet die Community die Möglichkeit, dem ehrlichen Finder eine kleines Dankeschön in finanzieller Form zukommen zu lassen. FinderBase funktioniert mit einem Credit-System, gefundene Gegenstände können zwar kostenlos eingestellt werden, Suchende müssen jedoch 1 Euro bezahlen und erhalten dann 20 Credits mit denen sie ihre Suche online stellen können. Der erste Sucheintrag ist ebenfalls kostenlos.

Obwohl die Community noch sehr jung ist, finden sich bereits zahlreiche Lost & Found-Einträge auf der Map eingetragen. Die Plattform an sich funktioniert sehr einfach, in wenigen Schritten können gefundene Gegenstände online gestellt & Suchanfragen gestellt werden. Die Community entdeckt den Nutzen dahinter gewiss sehr rasch, dennoch bleibt die Frage, wie stark sich das junge Start-up am internationalen Markt als DIE Lost & Found-Anlaufstelle schlechthin positionieren kann. Spinnt man den Gedanken jedoch weiter, könnte FinderBase eine lukrative Geschäftsidee für Locations werden, welche liegengebliebene, vergessene & verlorene Wertgegenstände, Kleidung und Co. wieder an ihre Besitzer bringen können.

FinderBase.com

Bild- und Textquellen:
springwise.com
arcticstartup.com

Wenn Blogger die Modeszene auf den Kopf stellen…

Wednesday, April 28th, 2010

“Wenn Prada Pakete schickt” lautete Mitte April der Titel einer Session auf der Web 2.0 und Blogger-Konferenz re:publica in Berlin. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Modeblogs in der vergangenen Zeit einen wahren Aufschwung erleben und immer mehr ins Scheinwerferlicht rücken. Normalerweise müsste man meinen, dass sich Modeinteressierte über ein zunehmendes Interesse an der Modewelt freuen. Dass diese Präsenz jedoch nicht allen gefällt, wurde bei einem Interview mit Anna Wintour, Chefredakteurin der amerikanischen Ausgabe der Vogue und jene Mode-Hoheit, die im Film “Der Teufel trägt Prada” als – nennen wir es zurückhaltend – nicht so umgängliche Chefin porträtiert wurde, offensichtlich.

vogueGerade was die USA betrifft, sieht man sich hier mit einem anhaltenden Erfolg junger Fashion-Blogger konfrontiert, die etablierten Magazinen wie eben bspw. der Vogue mächtig Konkurrenz machen. Und so ist es wohl auch wenig verwunderlich, dass Anna Wintour nicht gerade mit Wohlwollen diese Entwicklung beobachtet. Als sie nach einem Vortrag bei einer Veranstaltung zugunsten des verstorbenen Modefotografen Irving Penn zum Thema Fashion-Blogs befragt wurde, konnte sie mit Kritik nicht zurückhalten. Als man ihre Meinung über die Bedeutung von Modeblogs in der Zukunft wissen wollte, soll es aus ihr herausgeplatzt sein: “Wir begrüßen natürlich jede Diskussion über Mode. Je mehr über Mode geredet wird, desto besser. Aber, verzeihen Sie bitte, wir haben den Eindruck, dass viele der Neuankömmlinge in dieser Welt nicht ganz das Verständnis für Mode und nicht ganz die Erfahrung haben, die sie haben sollten.” Der New Yorker Klatsch- und Tratsch-Website Gawker.com zufolge, soll der aggressive Ton dieses Kommentars nicht zu überhören gewesen sein. Verständlich möge man fast meinen, denn war die Informationsquelle Nummer 1 für Modefragen in den vergangenen Jahren unangefochten das Modemagazin, stellen die Modeblogs nun eine echte Bedrohung für die Printmedien dar. Die Modebranche wirbt zunehmend auf den, in Relation, günstigen Seiten der Blogger, welche wiederum aus purer Freude und Interesse an der Mode vom Wohnzimmer aus die neuesten Trends kommentieren.

Wirklich fürchten muss sich Anna Wintour derzeit noch nicht, sie gilt immer noch als mächtigste Frau der Modeszene und doch scheint diese Macht langsam an Farbe zu verlieren. Modebloggerinnen wie die 14-jährige Tavi Gevinson mit ihrem Modeblog “Style Rookie” werden zusehends attraktiver für Designer. Auch Jane Aldridge verzeichnet mit ihren gerade mal 18 Jahren bereits 70.000 tägliche Besucher auf ihrem Blog “Sea of Shoes”, Magazine wie Vanity Fair und Teen Vogue berichteten über sie und für den Designer Urban Outfitters hat sie bereits selbst ihre ersten Schuhe entworfen. Große Designer erkennen den Wert, den die jungen ModebloggerInnen bei ihrer Anhängerschaft haben und sind stark daran interessiert, Kontakt zu ihnen zu bekommen. Und so werden ModebloggerInnen in Amerika oft zu den angesagtesten Fashionshows eingeladen und erhalten das Privileg in der ersten Reihe zu sitzen. Statt sündhaft teuren Fotoshootings reichen den ModebloggernInnen eine handliche Digicam und flüchtige Schnappschüsse, um dennoch genügend Aufsehen auf ihren Blogs zu erregen.

Was bei den USA bereits normal ist, lässt die deutschsprachigen Blogger vielleicht noch mit Neid nach Amerika blicken. Hierzulande wird man noch nicht zur New Yorker Fashion Week eingeladen und mit Mustern und Geschenken sowie lukrativen Werbedeals überhäuft, die aus dem Hobby einen Beruf werden lassen. Zwar gibt es ab und an mal kleinere Geschenke, Prada hat – zumindest den Modebloggern der re:publica – jedoch noch kein Paket geschickt. Aber auch hierzulande nimmt die Bedeutung von Modeblogs immer mehr zu, ein Trend, den auch Verlage erkennen. So kommt beispielsweise der bekannte deutschsprachige Modeblog “LesMads” aus dem Hause Burda.

Eine spannende Entwicklung die sich hier in jüngster Vergangenheit abzeichnet und man darf gespannt sein, wohin diese Reise noch gehen wird. Nur ein vorübergehender Hype oder doch mehr? Wir werden sehen…

Bild- und Textquellen:
derStandard.at
Tagesspiegel.de
Foto: IMAGO

Wenn Blogger “Bohemian Rapsody” singen – Ein Rückblick auf die re:publica

Wednesday, April 21st, 2010

“Hättest du dir jemals gedacht, dass ein Vulkan dir deinen Tag vermiest” lautete ein Tweet eines Teilnehmers der re:publica 2010, die vergangene Woche in Berlin stattgefunden hat. Nein, hätte ich zugegebenermaßen nie gedacht und wäre dies nicht passiert, hättet ihr meinen Nachbericht zur re:publica bereits früher lesen können. Aber nun bin ich ja wieder zurück aus Berlin und voilà, hier ist er auch schon: mein persönlicher Rückblick auf drei Tage Inputs, Meet-ups & jede Menge Social Media.

Von 14.-16. April trafen sichvergangene Woche über 2.500 Blogger, Social Media-Interessierte und JournalistInnen, um sich unter dem Motto “nowhere” über den Einfluss des Internets auf die Gesellschaft – und natürlich umgekehrt – auszutauschen. 265 SprecherInnen aus 30 Ländern sorgten in 165 Veranstaltungen dafür, dass den TeilnehmerInnen nicht langweilig wurde. (more…)

Der Gast ist König bei der TechCrunch Disrupt

Tuesday, March 30th, 2010

Von 24. bis 26. Mai findet in New York die TechCrunch Disrupt statt. Es gibt gewöhnliche Konferenzen mit Wirtschafts- oder Politikthemen und es gibt Web 2.0-Konferenzen, wo einfach alles ein bisschen anders ist. Die kommende steht ganz im Zeichen der Entwicklungen und eines Experiments.

TechCrunch ist ein brandheißer Blog an der Quelle des Web 2.0 und berichtet über bahnbrechende Neuerungen, Erkenntnisse, Trends, über Unternehmen, die stark in dieses Thema involviert sind, bis hin zu Web 2.0 tauglichen/geeigneten Hightech-Produkten, den Gadgets.

Die Entwicklungen

Wenn TechCrunch daher eine Messe a.k.a. Konferenz schaltet, dann sind natürlich alle innovativen Unternehmen hellhörig. Kernthemen dieser Messe sind Änderungen der neuen Medienplattformen und Technologien, was sie für Auswirkungen haben und was Unternehmen machen können/müssen, um davon zu profitieren. Daher sind als Referenten niemand geringere geladen, als die führenden Technologieunternehmer innovativer Firmen.

Da auch diese Konferenzen sehr dynamisch gestaltet sind, geht hier nichts seinen “gewöhnlichen” Gang. Brandneue Technologien werden nicht nur vorgestellt und präsentiert, sondern die Produkte treten auch gegeneinander an. Ebenso wie die Zuschauer selbst gegen die Experten. Dies führt uns zum nächsten Punkt:

Das Experiment

Einseitiges Beschallen des Publikums bei Fachmessen ist längst überholt. Die aktive Teilnahme am Geschehen ist schon ein moderner Ansatz, aber dass das Publikum im Rampenlicht steht, ist neu. Der Spieß wird gedreht, der vermeintliche Zuschauer kommt auf die Bühne und wird zum Referenten.

Auch wenn noch nicht 100%ig publik wurde, wie das im Endeffekt genau aussehen soll, so steht bereits fest, dass das Publikum mit den Experten auf Augenhöhe mitdiskutieren wird. Ziel dieses Experiments ist (neben der Tatsache, dass TechCrunc Disrupt ganz einfach nicht Mainstream Charakter haben soll), dass durch das bewusst gesteigerte Involvement des Publikums ein frischer Wind eingebracht wird und Feedback (also die Sicht Externer) direkt in die TechCrunch Disrupt einfließen soll. Oftmals ist es ja nur Tage und Wochen nach einer Messe möglich, Reaktionen über Medias einzuholen. Hier werden die Lippen der Öffentlichkeit jedoch direkt und live zum Sprechen gebracht. Man kann erste Meinungen gleich direkt einfangen und clevere Statements erwarten. Die freiwilligen Teilnehmer werden zunächst aber noch auf Ihre Tauglichkeit geprüft. Ein hoher Level an Fachwissen wird vorausgesetzt um auf der Bühne mitzureden. Doch bei einem Kartenpreis an die 1,500 $ kann man Laien und Teilinteressierte wohl getrost ausschließen.

techcrunchdisrupt

We call it TechCrunch Disrupt because we want to debate what’s really changing in media and technology right now, what’s causing disruption and what we need to do about it to survive and thrive in real time.”, so das offizielle Statement zur TechCrunch Disrupt, die etwas andere (und neue) Konferenz. Die Synthese aus Entwicklungen und dem Experiment ist jedoch schon einmal vielversprechend.

Gefunden auf:
techcrunch
blog.expotv