Der US-Elektrohandelsriese Best Buy hat in Cannes den Titanium Grand Prix für einen Twitter-Kanal gewonnen. Sein Name: Twelpforce. Seine Aufgabe: Fragen beantworten. Die Vorteile: Mannigfaltig.

Das Web ist aus dem Alltag heute kaum mehr wegzudenken. Es dient zur Unterhaltung, zur Kommunikation, zur Pflege von sozialen Kontakten. Doch allem voran gibt es noch einen viel elementareren Beweggrund, online zu gehen: Weil wir etwas wissen wollen – Informationen, die auf anderem Weg viel mühsamer einzuholen wären. Das belegen nicht nur zahlreiche Studien, sondern zeigt auch ein kleiner Blick auf die Google-Suggestions:

Das Internet ist das Informationsmedium schlechthin – daher ist es nur logisch, dass guter Content das bietet, was Webuser suchen: Antworten auf ihre Fragen.
Mit diesem Gedanken startete der US-amerikanische Elektrohandelsriese Best Buy vor knapp einem Jahr ein Projekt, das nun in Cannes den Titanium Grand Prix gewonnen hat. „Twelpforce“ heißt das Service und gleichzeitig wahrscheinlich bestbetreuter Twitter-Kanal der Welt. Tausende Best-Buy-Mitarbeiter gehen mit Twelpforce freiwillig einer einzigen Mission nach: Der Beantwortung von Fragen.
Dabei ist Twelpforce nicht nur serviceorientiertes Marketing, das Early Adopters zu Best Buy lockt, sondern bringt auch unternehmensinterne Vorteile: Es verbessert den Kommunikationsfluss zwischen den Mitarbeitern, die sich an Twelpforce beteiligen, sowie deren unmittelbare Umgebung. Twelpforce dient somit auch als Netzwerk zwischen den Angestellten, die ähnliche Aufgaben und Probleme zu lösen haben – ein pausenloses Kompetenztraining für die Mitarbeiter. Zudem fungiert der fortlaufende Kundenkontakt als Informationsquelle. Damit können etwa auch Bannerwerbungen an die aktuellen Kundenbedürfnisse angepasst werden.
Ähnlich (twitter- und) kundenorientiert wie Twelpforce ist übrigens auch die etwas weniger ernst gemeinte Idee des US-Lebensmittelproduzenten Nabisco für seine Wheat Thins:
Es wäre zu schön, wenn das Schule machen würde!
Quellen:
http://www.canneslions.com
http://www.fastcompany.com
http://www.lebloge.com
http://twitter.com (Screenshot)
http://www.google.de (Screenshot)












Doch wie soll diese Vorhersage funktionieren? Die beiden Wissenschaftler verwenden die Rate an Nennungen eines Films auf twitter, um den Erfolg des ersten Wochenendes vorherzusagen, die Tonalität der Tweets - also ob positiv, negativ oder neutral - soll in weiterer Folge das zweite Wochenende beeinflussen und so Vorhersagen ermöglichen. Fast 3 Millionen Tweets über 24 Filme wurden in den letzten drei Monaten analysiert. Ein Beispiel: “Dear John” sollte laut den beiden Wissenschaftlern am ersten Wochenende $ 30,71 Millionen einspielen. Wie viel es tatsächlich war? $ 30,46 Millionen. Für den Film “The Crazies” wurden $ 16,8 Millionen vorhergesagt, das tatsächliche Ergebnis waren $ 16,07 Millionen. Laut der Los Angeles Times wollen die beiden sich ihre Methode nun patentieren lassen.


























