Augmented Identity

Monday, March 8th, 2010

Befürworter und Fans von Augmented Reality Applikationen, wie dem vielzitierten Vorzeigebeispiel Wikitude, dürfen sich schon bald über eine neue Software-Anwendung freuen, die Personen anhand ihrer Gesichtszüge identifiziert und ihre Social Network Profile anzeigt. Die schwedische Firma The Astonishing Tribe (TAT) stellte den Prototyp des Augmented Identity Konzepts vor, der gleich mehrere heiß diskutierte Technologien miteinander kombiniert: Cloud Computing, Augmented Reality und eine Gesichtserkennungssoftware werden mit Daten aus Social Networks verknüpft und direkt in der Applikation angezeigt.

Recognizr erkennt Gesichtszüge von Personen

Um die “Recognizr”-App in Zukunft nutzen zu können, ist lediglich ein aktuelles Android-Smartphone mit einer 5-Megapixel-Kamera nötig und schon erfährt man auf Knopfdruck den Namen oder die E-Mail-Adresse der Person am Tisch gegenüber. Das klingt, zugegeben, im ersten Moment stark nach Überwachung und ruft die Verfechter der Privatsphäre auf den Plan. Allerdings können diese einigermaßen beruhigt sein, denn bei der Software-Firma hat man sich von Anfang an auch Gedanken über die Auswirkungen von Augmented Identity gemacht. Es ist den Entwicklern bewusst, dass ihre Software auch für missliebige Zwecke eingesetzt werden könnte. Daher werden - obwohl technisch möglich - beispielsweise nicht die Facebook-Profilfotos für die Gesichtserkennung herangezogen, sondern die Nutzer können bei Verwendung der “Recognizr”-App ein eigenes Profil anlegen und ein Bild von sich hochladen und somit explizit zustimmen, dass sie über die Software “entdeckt” werden können. In der Folge können optional auch die eigenen Social Network Accounts freigegeben werden.

Herzstück von Recognizr ist die Gesichterkennungssoftware, die ebenfalls von einer schwedischen Firma (Polar Rose) stammt. Diese erstellt aus den Gesichtszügen einer Person und einem ein 3D-Modell eine Signatur, die an einen Server übermittelt wird und mit den Einträgen in einer Datenbank abgleicht. Bei einem Treffer erhält man kurze Zeit später die von der Person freigegeben Social Network Daten. Dank Cloud Computing und der dezentralen Rechenkraft funktioniert dies in der Praxis auch erstaunlich rasch. Bereits vorigen Sommer stellte TAT das Konzept erstmals in einem YouTube-Vidoe vor, auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona gab es eine viel beachtete Live-Demonstration der aktuellen Weiterentwicklungen. Momentan ist TAT noch auf der Suche nach weiteren Kooperationspartner um ein fertiges Produkt anbieten zu können.

Wir denken, dass Augmented Identity Applikationen gute Zukunftschancen haben werden und hoffen, dass sich auch andere Anbieter in diesem Feld engagieren, die sich ebenso Gedanken um Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer machen und auf deren Eigenverantwortung setzen. Denn nur wenn man selbst die Kontrolle über seine Daten behält, kann man solche Dienste sinnvoll und einigermaßen sicher implementieren.

Quelle:
heise.de

Mit Google Buzz gegen den Mitbewerb

Wednesday, February 10th, 2010

Eigentlich war es absehbar, dass Google früher oder später den großen Mitbewerbern wie twitter und facebook mit einem neuen Dienst begegnen wird.

Am Dienstag war es soweit. Der vorgestellte Dienst namens “Buzz” ergänzt Google’s bestehendes E-Mail-Angebot um eine neue Funktion für den Austausch von Mitteilungen, Fotos oder Videos in einem größeren Kreis.

Automatisch werden aus den Adressen der E-Mail-Partner eine Sammlung von Kontakten - damit entfallen die üblichen Anfragen im Sozialen Netzwerk für die Aufnahme in den persönlichen Freundeskreis.

Eine weitere Automatisierung bei “Buzz” sind die entsprechenden “Statusmitteilungen” dieser Kontakte, die sich dann im Posteingang befinden. Alternativ können aber auch öffentliche Mitteilungen verbreitet werden - diese Veröffentlichungen erscheinen dann auf einer eigenen Webseite.

buzz

Auch an die mobilen Nutzer hat “Buzz” gedacht. Google hat eine Anwendung für Mobiltelefone wie das iPhone oder Android-Handys entwickelt. Die Besonderheit hierbei ist, dass dabei auch der jeweilige Standort einer Buzz-Mitteilung übermittelt und in einer Karte angezeigt werden kann.

“Buzz” ist nicht das erste Soziale Netzwerk, welches aus dem Hause Google stammt. Bereits 2004 gab es ein eigenes Soziales Netzwerk namens “Orkut”. Dieser Dienst wird aber nur in bestimmten Regionen in größerem Maße genutzt, etwa in Brasilien. facebook hingegen wird zurzeit von mehr als 400 Millionen Menschen weltweit genutzt.

Eine spannende Entwicklung bei facebook ist, dass die Message-Box mit der sich die Kontakte im Sozialen Netzwerk direkte Nachrichten schicken können, immer mehr dem typischen E-Mail-Prinzip annähert. Möglicherweise will Facebook seinen Service um Mail erweitern.

Auch im Bereich der Verlinkung zu Online-News sind facebook und twitter inzwischen sehr erfolgreich: facebook ist als Quelle von Besuchen bei News- und Medien-Seiten bereits Nummer vier hinter Google, Yahoo und MSN.

Parallel dazu steigt die Bedeutung von Bitly, ein Service, derlange, komplizierte Internet-Adressen in kurze verwandelt und sogar die Klick-Statistik für die Nutzer sichtbar macht: Immer mehr Klicks werden über Bitly-Urls vermittelt.

Wir sind gespannt wie sich Google mit dem Sozialen Netzwerk “Buzz” neben den großen Playern im Markt behaupten kann.

Quelle: google.com/buzz

“Via”, das Retweet Feature für Facebook

Tuesday, January 19th, 2010

Dass Facebook ständig am Werkeln und hinzufügen von neuen Apps ist, haben wohl alle User festgestellt. Jetzt, gibt es endlich wieder ein sinnvolles Feature auf der erfolgreichen Social Network Plattform das “Quelle Share Teilen via Zitat”.

via1

In der Nacht von Freitag auf Samstag war es soweit. Das Feature ging weltweit auf Facebook online. Eine erweiterte “Zitierfunktion” oder im Twitter-Jargon die “Retweet Funktion” wurde eingeführt.

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MySpace kauft iLike

Tuesday, August 18th, 2009

Das (ehemalige) Imperium schlägt zurück. Wie TechCrunch gestern berichtete, steht MySpace kurz vor dem Kauf von iLike. Damit dreht sich das Karusell im Social Media Bereich munter weiter. Nachdem letzte Woche Facebook den FriendFeed Deal bekannt gab, legt Konkurrent MySpace nun also nach. Und das recht ordentlich:

iLike, dessen Konkurrent last.fm deutlich bekannter ist, ist eine Musikplattform die einen gewaltigen Vorteil hat.iLike ist DIE Musikapplikation innerhalb Facebooks. Mit über 10 Millionen Nutzern auf Facebook hat ilike hier ganz klar die Nase vorn. Und genau das macht den Deal jetzt so richtig spannend. Was macht Facebook jetzt? Lässt es iLike weiter laufen wie bisher, was heißen würde, dass MySpace sich auf Facebook ausbreiten kann oder sperrt Facebook die iLike Applikation nun aus und verliert somit an Reputation und Glaubwürdigkeit? Sieht aus als wäre es eine lose-lose-Situation für Mark Zuckerberg. Ich bin gespannt, wie die Entscheidung ausfallen wird.

Weiterhin springt bei dem Deal aber natürlich auch noch mehr für MySpace heraus, als nur Facebook ärgern zu können. MySpace Music, das Zugpferd von MySpace, fährt noch immer enorme Verluste ein und bietet bislang keine Möglichkeit Musik zu verkaufen. Den Vertrieb (MySpace hat lediglich Streamingrechte) auf Musikseite hat bislang Amazon inne. Nun, durch den Kauf von iLike, sieht MySpace vielleicht die Chance selbst in den Vertrieb einzusteigen und so die maroden Kassen etwas aufzubessern.

Neben der reinen Musikgeschichte kann MySpace die nun gekaufte Technologie aber natürlich auch anderweitig einsetzen. Hier entstehen mit Sicherheit einige neue und interessante Möglichkeiten User untereinander aktiver kommunizieren zu lassen. Bleibt abzuwarten, was MySpace daraus macht.

Letzte Woche Facebook, diese Woche MySpace…mal sehen was Twitter nächste Woche macht ;-)