ambuzzador veröffentlicht Studie zur Akzeptanz von Marken in Social Communities

Monday, October 18th, 2010

ambuzzador, die führende BUZZ Marketing-Agentur Österreichs mit Fokus auf Social Media, veröffentlicht rechtzeitig zur buzzattack eine aktuelle, für österreichische facebook Nutzer repräsentative Studie zur Nutzung von Social Communities. Neben Bekanntheit, Nutzungsintensität und –motiven, liegt der Fokus der Studie auf der Akzeptanz von Werbung, aber auch auf neuen Einsatzmöglichkeiten wie Customer Service, Shopping und Jobsuche auf facebook.

80% der facebook-User surfen aktiv und regelmäßig auf ihre Lieblingsseiten, um Neuigkeiten zu erfahren – dies ergab die von ambuzzador und comrecon° Marktdiagnostik durchgeführte Studie mit Schwerpunkt facebook, die zum Ziel hatte, die Potenziale und Grenzen der Kommunikation für Marken in facebook aufzuzeigen. „Dieser Wert übertrifft all‘ unsere Annahmen und zeigt das Potenzial von Social Media bei der Entwicklung zu transparenten „Mitmach-Marken“.“ zeigt sich Sabine Hoffmann, Geschäftsführerin der ambuzzador Marketing GmbH begeistert.

Die wichtigsten Faktoren für die Weiterempfehlung einer facebook-Seite sind laufend aktuelle Inhalte und Neuigkeiten (81%), eine lebendige Community (66%) und die persönliche Ansprache (66%). Männliche und weibliche facebooker bedienen klassische Klischees: Frauen legen eher Wert auf optisch ansprechendes Design und persönliche Ansprache, Männer auf Multimedia Inhalte und Unterhaltung (z.B. Spiele, Applikationen).
Hauptgründe für den Austritt aus einer Fangemeinschaft: „Großteil der Postings ist Werbung“ und „Ignoranz von Anliegen und Fragen“. „Es ist aber auch wichtig, seine Fans zu halten. Dies gelingt nur, wenn man das Nutzungsverhalten und die Erwartungen der User kennt.“, so Charlotte Hager, Geschäftsführerin von comrecon° und Studienautorin.

Deutliche Unterschiede in der Nutzung zeigen sich zwischen den Altersgruppen 14-17-Jährige und über 35-44-Jährige:

  • 14-17-Jährige wollen laufend News, eine lebendige Community, gute und exklusive Inhalte. Design und Vergünstigungen sprechen sie an. Sie nutzen die direkte Ansprache der Unternehmen und surfen Fanpages gezielt an.
  • Die über 35-Jährigen verfolgen, was auf ihrer Pinwand passiert und sehen sich die die Neuigkeiten auf der Startseite an. Sie kommentieren auch gerne die Einträge anderer und sie teilen Dinge, die ihnen gefallen. Sie wollen gutes Design, eine aktive Community und ein reagierendes Unternehmen. Service ist ihnen wichtig. Sie sind sehr kritisch und mögen es gar nicht, wenn ihnen kein Mehrwert geboten wird, das Unternehmen nur wirbt und sich ignorant zeigt.

„Umso wichtiger ist es, die Fanpages nach Altersgruppen auszurichten.“, interpretiert Charlotte Hager die Ergebnisse der Studie.

Nutzungsintensität und -motive
Die österreichischen „facebooker“ sind täglich im Schnitt bis zu einer Stunde in facebook unterwegs, um dort Kontakte zu pflegen (76 %), Persönliches von sich preiszugeben (55 %), sich die Zeit zu vertreiben (50 %) und, um neue Leute kennen zu lernen (49 %).

Bedenken und Sicherheit
90% der österreichischen „facebooker“ nutzen ihren Account privat, rund ein Viertel geht sehr vorsichtig mit seinen Daten um, zwei Drittel beschränken sich auf die nötigsten Daten. Lediglich 10% geben an, einen fake-Username zu verwenden. Die meiste Sorge besteht hinsichtlich werblicher Belästigung (67%) und Datenmissbrauch bei Bezahlungen (65%). Immerhin noch fast die Hälfte (47%) fürchtet die Spionage durch den Arbeitgeber.

Service-Anfragen auf facebook
Von den 13 %, die bereits eine Serviceanfrage oder Beschwerde auf einer Fanpage deponiert haben, haben 37 % keine hilfreiche Antwort bekommen und 16 % haben überhaupt keine Antwort erhalten. Weitere 11% können es sich vorstellen, Ihre Serviceanfragen oder Beschwerden auf facebook zu deponieren. Es wird also Zeit für Österreichs Unternehmen, sich im Bereich Social Service fit zu machen. Ein schönes Beispiel für einen integrierten Social Service Room bietet T-Mobile UK.

Shopping auf facebook
Jeder Sechste kann sich jederzeit vorstellen, auf facebook zu shoppen, jeder Dritte sofern Datenschutz gewährleistet wird. 18-24- und 45-54-Jährige zeigen die höchste Affinität gegenüber Kauf in facebook – nahezu jeder Zweite bejaht dies. Zeit also, die Sales Erfolge von Dell in USA auch für österreichische Marken zu generieren.

Job-Bewerbung auf facebook
Ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, sich über facebook für einen Job zu bewerben; die über 35-Jährigen zeigen erhöhtes Interesse. Neue Wege für HR-Manager und Recruiter zum Aufbau einer Fanbasis für Arbeitgebermarken – das große Potenzial liegt dabei in der Nutzung der eigenen, zufriedenen MitarbeiterInnen als maximal authentische Multiplikatoren.

Auszüge der Studie finden sich auf www.ambuzzador.com/downloads

Exklusives Shopping-Erlebnis auf facebook

Monday, May 17th, 2010

Bloggerin Lauren Begley findet es schrecklich langweilig, wenn eine Marke eine facebook Fanpage anlegt und sich anschließend nicht näher mit den unzähligen Möglichkeiten, wie Canvas Pages oder Apps, auseinandersetzt. Dem können wir nur zustimmen und holen ab sofort und regelmäßig jene Social Media Auftritte vor den Vorhang, die ihren Fans (oder Followers) einen gewissen Mehrwert bieten oder mit einem neuem Feature aufwarten können.

Ein Best Practice Beispiel, das beides verbindet, ist die Fanpage des Lucky Magazine. Das amerikanische Magazin aus dem bekannten Verlagshaus Condé Nast (Vogue, Glamour, …) hat sich mit dem Online-Versandhändler HSN zusammengetan, um den Facebook Fans ein exklusives Shopping-Erlebnis zu bieten. Shopping-Addicts hatten nämlich im “Pop-Up Shop” der Fanpage die Möglichkeit, ausgewählte Designer-Stücke der Summer Capsule Collection zu ergattern. Die Kollektion umfasst Kleidung und Accessoires von Desigern wie Gerard Yosca, Anna Foley oder Pade Vavra und ist auf HSN.com offiziell erst ab 19. Mai erhältlich. Den Facebook Fans wurde der Online-Kauf der (scheinbar?) begehrten Stücke jedoch schon am 14. Mai ermöglicht. Leider nur einen Tag lang, weshalb die Aktion nun bedauernswerter Weise auch schon wieder vorbei ist.

Lucky's Pop-Up Shop

Mashable hat sich das Angebot jedoch genauer angesehen. Demnach konnten die Fans des Lucky Magazines die Produkte direkt über den Pop-Up Shop auswählen, die anschließend im virtuellen Warenkorb von HSN landeten und die Käufer auf dessen Website weiterleitete, um den Einkauf abzuschließen. Für ein richtiges “Social Shopping” Feeling hätten der Fanpage aber auch ein Like-Button für die einzelnen Produkte oder weitere Sharing-Möglichkeiten nicht geschadet – schließlich will man bzw. Frau ja zumeist auch die eigenen FreundInnen vom jüngsten Shopping-”Trip” wissen lassen.

Dennoch kann diese facebook Promotion als äußerst gelungen angesehen werden und weist auf den Beginn einer Einstellungsänderung der Print-Medien hin: Waren diese bislang hauptsächlich darum bemüht, Traffic auf ihre eigene Website zu lenken, wird relevanter Content nun besser in Social Media integriert. Dass man beim Lucky Magazine solche Entwicklungen an vorderster Front mitträgt, haben die verantwortlichen Redakteure bereits im Falle einer Kooperation mit Foursquare gezeigt (wir berichteten). Einige Verlagshäuser planen nun sogar, Artikel im Volltext in den Newsfeed zu einzubinden.

Neben dem Pop-Up Shop bietet die Fanpage des Lucky Magazines allerdings noch zahlreiche weitere Features, wie Schnäppchen-Tipps, Umfragen, eine Bewerbungsmöglichkeit für “Lucky’s Real Girl” und vieles mehr. Wir sind schon gespannt, welche weiteren Ideen das Lucky Magazine in Social Media umsetzen wird.

Quellen:

mashable.com

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