Auch die Wirtschaftswelt sollte den heimischen Bräuchen gerecht werden und nach erfolgreicher Analyse des Vorjahres zu den Vorsätzen für 2010 kommen. Denn will man auf den Erfolgszug 2010 aufspringen, so gilt es, die aktuellen Trends rechtzeitig zu berücksichtigen und die Vorteile daraus zu ziehen.
Zusammenfassend kann man an dieser Stelle gleich vorwegnehmen, dass die Kommunikation und Interaktion zwischen Konsument und Unternehmen weiterhin an Bedeutung zulegen wird. Die Aktie „Online Marketing“ liegt nach wie vor hoch im Kurs. Tendenz: steigend!
Top Trend Nummer 1 war und ist weiterhin der Social Media Channel. Social Medias á la Facebook und Co sind schon lang keine kleinen Plattformen mehr, ausschließlich auf Jugendliche gerichtet, sondern vielmehr ein (nahezu) allumfassendes, riesiges Netzwerk, das über alle Alters-, Berufs- und Interessensschichten geht und Ubiquitätsstatus besitzt. Aktuell sind diese Plattformen die günstigsten und wirkungsvollsten (gleichzeitig aber auch bereits unausweichlichsten) Alternativen für PR-Aktivitäten. Doch die Nutzung von diesen Netzwerken ist nicht gleichbedeutend mit Werbeschaltungen auf diesen. Das käme hier eher dem Gieskannenprinzip eines Massenmediums gleich. Viel mehr geht es um das „Verstehen“ solcher Netzwerke und das (ressourcen-)effiziente Arbeiten auf und mit diesen. Dieses exzellente Sprachrohr zwischen Unternehmen und Kundschaft (bzw. Interessenten) kann aber nur durch einen hohen Aktualitätsgrad, hoher Interaktionsfrequenz (bei Fragen oder Anmerkungen von Seiten der User/Kundschaft) und makelloser, durchgängiger Corporate Identity ausreichend wirkungsvoll genützt werden. Das gilt auch über die PR-Welt hinaus für sämtliche Wirtschaftsbetriebe (nicht nur für junge, innovative und/oder aufstrebende Unternehmen) bis hin zu Celebrities.
Wer sich bisher nicht an diesen (bereits seit Jahren anhaltenden) Trend gehalten hat, der hat 2009 wahrscheinlich ohnedies nur mit schlimmen Schrammen überlebt bzw. riesiges Potenzial ausgelassen.
Angesprochen auf die Analyse des vorangegangenen Jahres, stellt sich für den Unternehmer nun die Frage, ob die Kennzahlen, die er besitzt, denn auch Aussagekraft haben. Die besten Zahlen sind nur so gut, wie das Controlling eines Unternehmens. In diesem Fall gilt, das Controlling zu optimieren. In Zeiten des WorldWideWeb ist das Controlling zu einem einzigen Automatisierungsapparat mutiert. Kennzahlen wie Visits oder Verweildauer werden schon automatisch generiert. Hier muss Herr oder Frau Unternehmer mehr in die Tiefe gehen und sich individuell die aussagekräftigsten Messzahlen holen. Während es den lokalen Produzenten naturgemäß eher interessiert, aus welchem geografischen Gebiet Zugriff auf seine Website genommen wird, freut sich der Nischenspieler viel mehr über hohe Zugänge via Suchmaschinenoptimierung. Das herauszufinden ist heutzutage bei Gott keine große Hexerei mehr. Viel mehr gilt es an dieser Stelle, das Controlling-Kontinuum nicht ungeachtet alleine vor sich hin laufen zu lassen sondern viel eher auf der Suche nach neuen, immer besseren, immer aussagekräftigeren Messzahlen zu sein. Die Aktualität der Zahlen ist in einer schnelllebigen Internetzeit natürlich ein Kernthema und muss die Hauptrolle bei diesem Unterfangen spielen.
Reizüberflutung ist im Internet natürlich ebenso ein Kernthema. Wenn sich ein Unternehmer in die Situation des (potenziellen) Kunden versetzt, so wird er bald merken, dass auch das beste Angebot im Meer der Quantität an Mitstreiterangeboten untergeht. Versteht man den Kunden und versteht man seine Internetwege, so kann man sich optimal positionieren. Umgekehrt gilt allerdings auch für den Unternehmer, dass man sich in der Online Arbeit nur auf das Wesentliche konzentrieren soll. Gleichzeitig in mehreren Social Medias präsent zu sein, Ausbau der eigenen Homepage und die Gestaltung der neuesten Newsletter und eines neuen Internetauftrittes zu übernehmen, könnte eventuell ins Auge gehen. Qualität statt Quantität!
Stichwort „Kunden verstehen“. Online Marketing war der große Spieler im vergangenen Jahrzehnt. Internet 2.0 ist quasi der Inbegriff des guten Online Marketings. Dieser Dampfer wird uns auch in Richtung 2020 begleiten. Und zwar mit voller Kraft voraus. Für den Unternehmer gilt, ein gesundes Maß zwischen Reizüberflutung und Informationsarmut zu finden. Jedoch sollte variiert werden. Alle für den Kunden wichtigen Informationen müssen nicht nur dargelegt sondern in verschiedensten ansprechenden Formen präsentiert werden. Text, Audio, Video und Grafik sind die vier Zauberwörter, die Information für den Kunden „greifbar“ machen. Das Auge des Kunden nascht auf jeder Internetseite mit. Wer nicht wirbt, der stirbt. Wer schlecht wirbt, ebenso!
Der Trend zu Online Käufen steigt ebenso. Nicht nur zu Weihnachten, an denen Kunden verzweifelt den Gang in die Kaufhäuser und Shopping Centren meiden und sich in die diversen Internetshops flüchten. Die Vorzüge des Internetkaufs hat vorwiegend aber nicht nur die unter50 Generation verstanden. Daher ist es unumgänglich, dass dass (Online)Marketing und der (Online)Vertrieb in perfekter Symbiose zueinander stehen. Geht der “rote Faden” durch, sprich entspricht Preis dem Wert-Nutzen Empfinden des Kunden, entsprechen aktuelle Angebote den Markttrends und ist es dem Kunden einfachst möglich an alle wichtigen Informationen zu gelangen und so simpel als möglich einen Kauf zu tätigen, so läuft die Online-Marketing Maschine bereits. Produktportfolio und Vertriebsressourcen sind zwei Gegenspieler Marke Ying und Yang.

Das tolle an der epochalen Erfindung Internet ist, dass die Selbstkontrolle des angepeilten Erfolges (siehe Punkt 2) sehr vereinfacht wird. Ein Unternehmen muss nicht auf die Zahlen zum (Wirtschafts-)Jahreswechsel warten sondern kann jede Maßnahme sehr aktuell und treffsicher aufschlüsseln und (re-)agieren. Diese Trends sind bei Weitem nicht ganz neu, aber ebenso noch lange nicht überholt. Wer es bis dato verpasst hat, diese fundamentalen Eckpfeiler des Online Marketings zu verinnerlichen, der sollte dies schleunigst nachholen. Dazu sind gute Vorsätze ja da…
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