„TENor15“: Rocken fürs Hotel

Friday, May 28th, 2010

Vor wenigen Tagen startete die zu Accor gehörende Hotelkette Ibis eine bemerkenswerte Sommer-Kampagne. Um auf Preisnachlässe aufmerksam zu machen, gründete sie eine Rockband. Ihr Name: TENor15.

tenor15

So wie als erste Assoziation zu dem Begriff „Werkzeug“ meist der „Hammer“ genannt wird, so sind auch die Gedankenverknüpfungen zum Thema „Rockband“ immer die gleichen: „Sex“, „Drugs“, „Groupies“ und natürlich „Hotelzimmer zerstören“. Ob Rockmusiker tatsächlich signifikant häufiger als der Durchschnittsmensch ihre Hotelzimmer verwüsten oder ob es sich dabei bloß um selektive Wahrnehmung handelt, ist unklar. Allerdings werden Bands wie die Sex Pistols wohl auch ihren Teil zu diesem Klischee beigetragen haben. Egal, letztlich kommt es nur darauf an, dass Rockbands und Hotelzimmer gedanklich irgendwie zusammengehören.

Das scheint man sich auch bei der zu Accor gehörenden Hotelkette Ibis gedacht zu haben. Über 760 Ibis-Hotels gibt es auf der Welt, die größte Teil davon ist in Europa zu finden und da ganz besonders in Frankreich. Die meisten liegen im Zwei-Sterne-Bereich. Anlässlich der anstehenden Ferienzeit versucht Ibis nun mit einer ganz besonderen Kampagne auf sich aufmerksam zu machen, für die sogar eine eigene Rockband ins Leben gerufen wurde.

TENor15 heißt die glorreiche Kombo, die akustisch wie optisch wie ein aufgetautes Relikt aus den 80er Jahren wirkt. Ähnlichkeiten mit den Größen aus der Ära des Glam-Metals scheinen alles andere als zufällig und absolut erwünscht:

Auch wenn TENor15 nicht unbedingt wie die typischen Vertreter des Web 2.0 aussehen: Immerhin verfügen sie über eine eigene Myspace- sowie eine Facebook-Seite und über einen eigenen YouTube-Kanal. Hintergrund ist eine Sommer-Rabattaktion, in deren Rahmen Gäste 10 bzw. 15 Euro Preisnachlass pro Zimmer und Nacht erhalten, gültig für über 600 Ibis-Hotels in Europa. Die Message: „Bei Ibis muss man kein Star sein, um einen Preisnachlass zu bekommen.“

Zwar wurde das TENor15-Musikvideo bislang gerade einmal etwas mehr als 1.400-mal angesehen, doch soll die Kampagne erst Mitte Juni so richtig ins Rollen kommen. So sind etwa neben einem TV-Spot und klassischen Presseinseraten auch ein Luftgitarren-Wettbewerb sowie weitere YouTube-Videos geplant, in denen das Hotelleben der Band beleuchtet wird.

Für TENor15 heißt das dann wohl: Rock On!

Quellen:
http://www.accor.com
http://www.facebook.com

Universal Music Group: Wachstum im Vertrieb digitaler Medien

Thursday, March 4th, 2010

Universal Music Group, der Gigant unter den Musikkonzernen, welcher Künstler wie Lady Gaga, U2, Amy Winehouse, Rihanna, Emininem und die Black Eyed Peas unter vertrag hat, verzeichnet, wie nicht anders erwartet, seit Jahren einen Rückgang an verkauften Medienträgern wie CDs und DVDs. Vom Jahr 2008 zu 2009 konnte ein Rückgang von über 6% verzeichnet werden.

Umso erstaunlicher ist, dass die digitale Vertriebsplattform der Universal Music Group zum Vorjahr um strake 8,4% wuchs. Das starke Wachsum ist durch die starke Nachfrage an mobilen Produkten wie das iPhone oder diverse MP3-Spieler, vor allem in den Vereinigten Staaten und in Japan, zu begründen.

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Die Universal Music Group will weiterhin technische Innovationen unterstützen und fördern. Universal ist auch ein großer Aktionär der Vevo, ein Dienst der Ende 2009 auf den Markt kam und schnell auf die Nummer 1 des amerikanischen Musikmarktes kam.

Zu beachten in der Musikbranche ist auch, dass die Universal Music Group auch einer der Hauptverursacher für den Rückgang der Video Seite Veoh, den Plattformen YouTube, MySpace und viele andere ist. Der Gigant verklagte einige dieser kostenloser Plattformen. Sicherlich ist dies auch der Grund, warum kürzlich auf der wohl beliebtesten Video Plattform YouTube so viele Musicclips entfernt wurden.

An der Zündschnur des, trotz sinkender Verkaufszahlen an physischen Datenträgern, wachsenden Erfolges der Universal Music Group sitzt Lucian Grainge, der neue Chief des Musik Giganten. Mit einer Mischung aus Erfahrung und der Betrachtung des digitalen Zeitalters baut er neue Geschäftsmodelle auf, wohl aus mit Erfolg.

How to Buzz with: MySpace

Thursday, October 8th, 2009

Unser dritter Social Media Guide steht seit heute zum Download bereit. In How to Buzz with: MySpace haben wir uns dem “Dinosaurier” der Social Media Networks verschrieben und beleuchten warum es durchaus sinnvoll sein kann, auch hier eine Präsenz zu schaffen. MySpace wird momentan in Sachen Userzahlen zwar von Facebook abgehängt, hat aber durchaus noch seine Daseinsberechtigung und kämpft mit allen Mitteln gegen ein Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Der letzte große Coup von MySpace, die Übernahme des auf Facebook etablierten Musikdienstes iLike, belegt dies deutlich.

Unser Guide steht, wie gewohnt, auf unserer Facebook Fanpage und in unserem Downloadbereich bereit. Wir wünschen allen viel Spaß damit und freuen uns auf Diskussionen rund um das Thema :-)

MySpace kauft iLike

Tuesday, August 18th, 2009

Das (ehemalige) Imperium schlägt zurück. Wie TechCrunch gestern berichtete, steht MySpace kurz vor dem Kauf von iLike. Damit dreht sich das Karusell im Social Media Bereich munter weiter. Nachdem letzte Woche Facebook den FriendFeed Deal bekannt gab, legt Konkurrent MySpace nun also nach. Und das recht ordentlich:

iLike, dessen Konkurrent last.fm deutlich bekannter ist, ist eine Musikplattform die einen gewaltigen Vorteil hat.iLike ist DIE Musikapplikation innerhalb Facebooks. Mit über 10 Millionen Nutzern auf Facebook hat ilike hier ganz klar die Nase vorn. Und genau das macht den Deal jetzt so richtig spannend. Was macht Facebook jetzt? Lässt es iLike weiter laufen wie bisher, was heißen würde, dass MySpace sich auf Facebook ausbreiten kann oder sperrt Facebook die iLike Applikation nun aus und verliert somit an Reputation und Glaubwürdigkeit? Sieht aus als wäre es eine lose-lose-Situation für Mark Zuckerberg. Ich bin gespannt, wie die Entscheidung ausfallen wird.

Weiterhin springt bei dem Deal aber natürlich auch noch mehr für MySpace heraus, als nur Facebook ärgern zu können. MySpace Music, das Zugpferd von MySpace, fährt noch immer enorme Verluste ein und bietet bislang keine Möglichkeit Musik zu verkaufen. Den Vertrieb (MySpace hat lediglich Streamingrechte) auf Musikseite hat bislang Amazon inne. Nun, durch den Kauf von iLike, sieht MySpace vielleicht die Chance selbst in den Vertrieb einzusteigen und so die maroden Kassen etwas aufzubessern.

Neben der reinen Musikgeschichte kann MySpace die nun gekaufte Technologie aber natürlich auch anderweitig einsetzen. Hier entstehen mit Sicherheit einige neue und interessante Möglichkeiten User untereinander aktiver kommunizieren zu lassen. Bleibt abzuwarten, was MySpace daraus macht.

Letzte Woche Facebook, diese Woche MySpace…mal sehen was Twitter nächste Woche macht ;-)