Liebe FreundInnen und Fans von ambuzzador,
wir haben nicht nur die ersten sommerlichen Tage des Jahres genossen, sondern blicken auch auf einen spannenden Mai zurück:
- buzz insight Social Media Kommunikation – Kommentar von Sabine Hoffmann
- buzzt perfekt Wie man eine Community wirklich erobert: A2D2 im T-Center. Und: Tee.licious bringt das Kultgetränk Bubbletea nach Österreich
- ambuzzador wächst! Sascha Funk verstärkt seit 01. Juni 2009 das ambuzzador-Team
- buzz ticker Vorgeschmack auf Google Wave und Termine, die man nicht verpassen sollte
buzz insight!
Social Media Kommunikation und die Reputation, von Sabine Hoffmann
Ich beleuchte heute Authentizität als Schlüsselfaktor für erfolgreiche Kommunikation und Vermarktung, als Basis für die (online) Reputation einer Marke oder eines Angebots.
Was bedeutet Authentizität in der Kommunikation? Es geht um die „barrierefreie“ Kommunikation mit Zielgruppen. Barrierefrei bedeutet in diesem Zusammenhang die richtigen Worte, Bildwelten und Codes zu verwenden, die für die Zielgruppe relevanten Aspekte des Produkts zu betonen und zu präsentieren, an den Orten, an denen man sich gerne und selbstverständlich trifft (online aber auch im „echten Leben“). Treffe ich als Marke den Nerv meiner Zielgruppe, werde ich als authentisch erlebt, nicht mehr als störende „Werbung“. Um in den Genuss dieser Reputation zu kommen, ist ein volles Eintauchen in Communities entscheidend.
Eintauchen bedeutet die intensive Auseinandersetzung mit der Community in Form persönlichen, nachhaltigen Engagements. Entscheidend ist das Schaffen von Win-Win Situationen für Marke und KonsumentInnen. Unaufdringlich.
Das ist der neue Challenge in der Kommunikation 2.0 – den Respekt und die Sympathie für eine Marke wird in enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe erarbeitet und verdient. Insbesondere in 2.0 Kommunikationsmedien, in denen sich KonsumentInnen untereinander austauschen – und so auch ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Produkten und Dienstleistungen – wird 1.0 Werbemüll (zu Recht) nicht toleriert. Marken müssen sich etwas einfallen lassen, das wirklich Nutzen stiftet, sonst ist die Reputation sofort verspielt. Die Web2.0 Community ist äußerst aufmerksam und kritisch, zu guter letzt aber auch verständnisvoll, wenn man als Marke Anfängerfehler in diesen Medien erkennt und auch eingesteht.
Was sind solche Anfängerfehler? Kommunikation „wie damals“ – Werbebotschaften frontal vorgetragen, keine Bereitschaft zum Dialog (=keine Antworten auf Fragen), Werbesprache, verdeckte (=nicht authentische) Kommunikation in Foren und vieles mehr. Was viele überrascht ist auch die neue Geschwindigkeit, mit der sich solche Fauxpas verbreiten – dank Twitter & Co haben scheinbare Kleinigkeiten innerhalb weniger Sekunden Öffentlichkeit und werden diskutiert.
Drum: Achtung im Umgang mit 2.0 Medien – die mühsam aufgebaute Reputation ist dort schnell mal „angepatzt“. Idealerweise wendet sich man VOR deren Einsatz an Profis, die sich in diesen Medien selbstverständlich und professionell bewegen.