facebook Places in Österreich

Thursday, February 17th, 2011

Was, wann und jetzt wo.

Nach dem Erfolg von geobasierten Diensten wie Foursquare und Gowalla stellt nun auch facebook, das größte Social Network eine integrierten Location Based Funktion zur Verfügung. Ab jetzt können sich nach Deutschland und der Schweiz auch wir Österreicher an verschiedenen Plätzen einchecken, unsere Freunde markieren und unseren facebook-Freunden mitteilen, wo wir uns gerade befinden.

Genutzt werden kann die Funktion nur über die iPhone-, BlackBerry-, Android-, HP webOS- oder Windows Phone 7-Anwendung oder die Mobil-Seite touch.facebook.com, sofern der Browser HTML5 und die Geolocation-Funktion beherrscht.

Funktionen für facebook User

Die Mitteilung eines Standortes an Freunde ist simpel. In der Smartphone-Version befindet sich neben dem Status-Update Feld ein Symbol mit einem “Tropfen”. Mit Klick auf den Pin öffnet die Orte-Übersicht.facebook Places zeigt dem User nach Klick auf den Orte-Button, welche Orte sich in seiner Nähe befinden. Durch den Check-in an einem Ort teilt man seinen Freunden mit, wo man sich somit gerade befindet. An dem Ort eingecheckt kann man weitere Freunde markieren (abhängig von den Privatsphäre-Einstellungen des Freundes), ein Foto zu dem Ort hinzufügen oder sich generell mit dem Ort über Aktivierung des „Gefällt mir“-Buttons verbinden. Falls sich der entsprechende Ort, an dem sich der User befindet, noch nicht lokalisiert wurde, so kann er diesen über das Eingabefeld „Ort finden oder hinzufügen“ eingeben. Das Auschecken erfolgt durch Löschen des Check-in-Eintrages im eigenen Profil (Pinnwand).

facebook stellt unter http://www.facebook.com/places/ seinen Usern ein umfassendes Tutorial aller Funktionen und Möglichkeiten zur Verfügung.

Privatsphäre

Im Zuge der Einführung von facebook Places wurden auch die Privatsphäre-Einstellungen erweitert. Jeder User kann entscheiden, wer seiner Freunde sehen darf, an welchem Ort man sich befindet und ob Freunde einen selbst markieren dürfen und wo das Orte-Posting erscheint (an der Pinnwand, auf der Seite des Ortes und im „Jetzt hier“-Bereich).

facebook Places für Unternehmen und Marken

Der Vorteil, den facebook Places gegenüber den bestehenden Services für Unternehmen und Marken mit sich bringt, liegt klar auf der Hand: facebook ist das größte soziale Netzwerk mit über 600 Mio Usern weltweit und rund 2,3 Mio. österreichischen Usern (Stand 16.02.2011). Es sind viel mehr Menschen untereinander vernetzt als bei den eigenständigen Anbietern foursquare oder Gowalla. Ein interessanter Beitrag zum Bekanntsheitsgrad von facebook Places und der Entwicklung findet sich bei faceboookbiz.de.

Locations claimen
Als offizieller Vertreter eines Unternehmens besteht die Möglichkeit, einen Ort für sich zu beanspruchen. facebook sieht dafür einen Verifizierungsprozess (E-Mail Adresse und Schriftstück wie z.B. eine Telefonrechnung oder den Handelsregisterauszug) vor. Der Prozess kann auf dem entsprechenden facebook Ort über den Link “Ist das dein Unternehmen?/ Is this your business” gestartet werden.

facebook-places-place-claimen
Durch das Claimen eines Ortes können die Adresse, Kontaktinformationen, Geschäftszeiten, Administratoren, das Profilbild, die Website sowie andere Einstellungen verwaltet werden.

In Österreich dürfte diese Funktion im Moment noch nicht freigeschalten sein. Hier zeigt uns facebook vorerst, dass es sich bei den Orten um Gemeinschaftsseiten handelt, welche nicht geclaimt werden können. Sobald sich dieser Zustand ändert, werden wir natürlich sofort darüber berichten ;-) .

Wie bei foursquare und Gowalla können mehrfach oder falsch angelegte Orte entfernt, gemeldet und geschlossen werden. Neu eingetragene Orte werden auch nur dann veröffentlicht, wenn sich dort genügend Leute eingecheckt haben.

Werbeanzeigen für einen Ort schalten

Geclaimte facebook Places können wie gehabt über den Anzeigenmanager beworben werden.

facebook äußert sich selbst hierzu folgendermaßen: „Sobald du deinen Ort beanspruchst, kannst du für ihn ebenso werben wie für deine Facebook-Seite. Klicke dazu während der Erstellung einer Werbeanzeige auf „Ich möchte für etwas werben, das ich auf Facebook habe“ und wähle deinen Ort aus dem Menü aus.

User, denen eine facebook Places Page gefällt (nach Klick auf „Gefällt mir“-Buttos) erreichen Werbeanzeigen und Statusanzeigen. User, die aber nur an einem Ort einchecken, ohne diesen zu liken, erhalten weder Werbeanzeigen noch Nachrichten aus dem Newsfeed.

facebook Places Page und facebook Page miteinenader verbinden

Nachdem ein Ort erfolgreich geclaimt wurde (der Bewilligungsprozess durch facebook kann einige Zeit in Anspruch nehmen), können Betreiber einer facebook Page ihre Seite mit der Places Page verbinden. Nach der Zusammenführung wird die Places Page mit einem umfangreicheren Design aktualisiert, zu dem Orts-Informationen wie Karten und Besuche gehören. Sämtliche verknüpfte Personen sind anschließend auf einer Seite verbunden. Bestehende Tabs (die Zeit der facebook-Reiter ist ja dank der neuen Page-Gestaltung Geschichte) und Inhalte wie Fotos, Videos, Veranstaltungen und sonstige individuelle Tabs werden genauso übernommen wie die bestehende Vanity URL.

Das Beispiel der Zusammenführung der Walthers Fruchtsäfte Places Page und facebook Page zeigt, dass man sich vor der Zusammenführung der Seiten dessen bewusst sein sollte, dass sich das Profil der facebook Page verändert. Das FAQ-Handbuch zu facebook Places von facebook selbst gibt hierzu wiederum genaue Aufklärung. Wenn Ihre Seite bereits auf das neue Pages-Design umgestellt wurde, so passt sich die zusammengeführte Page diesem an (siehe Walthers Säfte auf facebook).

Marketingchancen mit facebook Places

facebook Deals (wir haben bereits in unserem Blog berichtet) ermöglicht Betreibern von facebook Places Pages neue Möglichkeiten im Marketing und hilft facebook, facebook Places zu etablieren.

Wie bei foursquare gilt auch bei facebook Places, dass der Spieltrieb der User geweckt werden und ein Anreiz zum Check-in geschaffen werden muss. facebook Places bietet den Vorteil, User bei den Tätigkeiten abzuholen, denen sie ohnedies in ihrer Freizeit gerne nachgehen.

Umsetzbar und denkbar sind Aktionen, die auf folgende Marketingaspekte abzielen:

Produktinformationen: Dank der Verknüpfung der Places Page mit der bestehenden facebook Page wird es für jeden Nutzer möglich, vor Ort bei einem Unternehmen einzuchecken und dann über die Page aktuelle Angebote, neue Produkte oder allgemeine Informationen über das Unternehmen zu erhalten.

Produkt-Rezensionen und Kaufempfehlungen: User, die an einem Ort eingecheckt sind, können Tipps zu Produkten direkt vor Ort verfassen und diese auf der Seite veröffentlichen. Durch diese Tipps der User und eventuell sogar Tipps ihrer Freunde kann man sich über die Produkte informieren.

Deals – Rabatt-Aktionen: Coupons oder Rabattmarketing-Aktionen werden gerne eingesetzt, um Neukunden zu gewinnen und Bestandskunden zu binden. Diese Möglichkeit bietet auch facebook Places. Checkt ein facebook User bei einem Unternehmen vor Ort ein, so ist es möglich, diesem einen Rabatt zu gewähren (Individuelles Angebot). Außerdem können Kunden, die sehr oft bei einem bestimmten Unternehmen einchecken, ermittelt und belohnt werden (Treueangebot).

facebook Places liegt in Marketingsicht gegenüber den bereits bestehenden Location Based Services aufgrund seiner enormen Reichweite klar im Vorteil. Neben der Gewinnung von Kunden durch Rabatte oder Sonderangebote wird auch auf facebook veröffentlicht, wo der Nutzer eingecheckt hat. Folglich entsteht ein viraler Effekt: alle Freunde des User bekommen diesen Ort und die Meldung/den Tipp im Newsfeed angezeigt. Jeder Nutzer, der bei einem Unternehmen eincheckt, macht somit bei facebook Werbung für dieses Unternehmen.

Bildquellen: facebook

Textquellen: facebookbiz.com, facebook.com, facebookmarketing.de, checkfacebook.com, diePresse.com, deblog.schwindt-pr.com, blog.marketingshop.de

Social Super Bowl

Saturday, February 5th, 2011

Der Super Bowl ist nicht nur der alljährliche Höhepunkt des American Football, sondern auch ein Megaspektakel in Sachen Werbung. Doch längst geht es nicht nur um das bloße Erheischen der begehrten TV-Werbeplätze, sondern um ganzheitliche Kommunikations-Strategien. Das Ergebnis: Eine Vielzahl spannender Social-Media-Kampagnen.

force

Auch wenn American Football nie so recht auf anderen Kontinenten Fuß fassen konnte – den Begriff „Super Bowl“ hat selbst in hiesigen Breiten so gut wie jeder zumindest schon einmal gehört. Kein Wunder, ist der alljährliche Höhepunkt der National Football League (NFL) doch tatsächlich ein wahrer Megaevent, was sich regelmäßig in Rekordeinschaltquoten niederschlägt. Entsprechend begehrt ist der Super Bowl naturgemäß auch als Werbeplatz. Über die Preise von 30-Sekunden-Spots beim TV-Sender Fox werden Zahlen von durchschnittlich drei Millionen Dollar und mehr kolportiert.

Doch längst geht es beim Super Bowl nicht mehr einfach nur um TV-Blöcke und Werbebanner. Anno 2011 sind holistische Kommunikationsstrategien gefragt, bei denen Social Media eine zentrale Rolle spielt. So sorgte Audi dieses Jahr bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit, weil der Automobilhersteller ankündigte, am Ende seines Super-Bowl-Spots den Twitter-Hashtag „#ProgressIs“ einzublenden. Der Plan: Indem Zusehern, die in ihren Tweets den Hashtag sowie die URL audi.us/ProgressIs verwenden, der Gewinn einer Testfahrt mit dem Audi A8 in Aussicht gestellt wird, sollen Unterhaltungen darüber zu entfacht werden, was „fortschrittlicher Luxus“ bedeutet.

Audi steht mit seiner Social-Media-Verknüpfung zum Super Bowl freilich nicht alleine da. So hatte eine Kampagne von Mercedes namens „Tweet Race“ die Anreise zum Austragungsort Dallas zum Thema. VW gelang es wiederum bereits im Vorfeld Millionen Zuseher für seine Super-Bowl-Spots zu lukrieren, indem sie bereits vorab auf YouTube gestellt wurden. Besonders dieser hier („The Force“) erfreut sich größter Beliebtheit:

Ganz neue Wege haben für den Super Bowl XLV die Lokalisierer von Foursquare beschritten – indem sie beschlossen, den „Super Bowl Sunday“ erstmals in der Geschichte „eincheckbar“ zu machen. Der Clou: User mit freigeschaltenen Badges bekommen einen Code, für den sie bei NFLShop.com einen 20-prozentigen Rabatt bekommen. Ein Testballon – vorläufig. Denn die Konkurrenz schläft nicht: Dem erst 2008 gestarteten Rabattanbieter Groupon, der es seinen Usern ermöglicht sich für Billigangebote zusammenzuschließen, gelang es in letzter Sekunde sogar, selbst noch einen Werbeplatz in der heißbegehrten Super-Bowl-Sendezeit zu ergattern.

Doch auch für die Analyse des Marketingtreibens rund um den Super Bowl ist Social Media mittlerweile ein wertvolles Tool. Das auf Marketing-Technik und -Forschung spezialisierte Unternehmen Alterian hat in einer Studie untersucht, welche Marken in Zusammenhang mit dem Super Bowl im social Web am häufigsten genannt wurden. Als klarer Gewinner darf sich Pepsi Cola fühlen: Der Getränkekonzern, der im vergangenen Jahr eine Auszeit von dem Megaspektakel nahm, hat im Zeitraum Dezember bis Februar gemeinsam mit der (ebenfalls zu Pepsi gehörenden) Chipsmarke Doritos den bei weitem größten positiven Buzz abbekommen.

Quellen:
http://de.finance.yahoo.com
http://mashable.com
http://www.3news.co.nz
http://techcrunch.com
http://www.wuv.de
http://mashable.com
http://www.youtube.com/volkswagen (Screenshot)

facebook Deals in Europa

Tuesday, February 1st, 2011

Schon lange wurde spekuliert, wann facebook Deals nach den USA auch in Europa startet. Gestern war es dann endlich soweit: in fünf europäischen Ländern – darunter Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien – wurde der ortsbezogene Dienst gelauncht. Unter facebook Deals versteht man die bereits von foursquare oder Gowalla bekannte Möglichkeit, durch einen so genannten “Check-In” in Shops oder Lokalen spezielle Angebote und Specials zu erhalten.

Ebenso wie bei anderen ortsbezogenen Diensten geben facebook-User also via Smartphone bekannt, wo sie sich gerade befinden und können zudem die Angebote der teilnehmenden Unternehmen nutzen. Die jeweiligen Angebote sind für Nutzer zum einen in der Liste “Orte in der Nähe” sichtbar, zum anderen direkt auf der facebook Seite des jeweiligen Ortes.

facebook Deals

Unternehmen können aus vier unterschiedlichen Arten von Angeboten auswählen:

  • Individuelle Angebote wie bspw. 20% Preisnachlass auf ein Produkt oder ein gratis Getränk in einem Lokal.
  • Treueangebote wie bspw. ein gratis Essen beim fünften Besuch in einem Lokal.
  • Freundschaftsangebote wie bspw. ein kostenloses T-Shirt für alle Freunde, die gemeinsam ein Konzert besuchen.
  • Wohltätigkeitsangebote wie bspw. eine Spende von € 1,- pro Besuch eines facebook Users in einem Shop.

Wie facebook Deals in der Tat aussehen kann, zeigen die bekannten Modeketten H&M und Benetton in Deutschland vor:

deals

Der Vorteil von facebook Deals liegt auf der Hand: Unternehmen können nicht nur Kunden gewinnen, sondern auch langrfristig binden und das eigene Unternehmen vermarkten. Derzeit ist facebook Deals nur teilnehmenden Unternehmen vorbehalten. In den nächsten Wochen soll es jedoch jedem Besitzer eines facebook Places möglich sein einen eigenen facebook Deal zu erstellen. Wann der Dienst in Österreich startet, bleibt abzuwarten. Wir werden berichten, wenn es soweit ist ;-)

Bild- und Textquelle: facebookbiz

Der location-based Meta-Service

Friday, March 12th, 2010

Location-based Services sind der letzte Schrei des Web 2.0. Dass darüber kein Zweifel mehr besteht, lässt sich nicht nur am Hype von Foursquare ablesen, sondern auch daran, dass immer mehr Unternehmen sich nun daran machen, das noch junge Terrain für sich zu gewinnen.

vicarious.ly

Prominentester Neueinsteiger wird wahrscheinlich Facebook sein, wie das New-York-Times-Blog „Bits“ berichtet. Darauf hinweisen soll bereits die Änderung der Nutzungsbedingungen im vergangenen November, wonach ortsbezogene Informationen wie andere Nutzerinfos behandelt werden dürfen. Die offizielle Bekanntmachung könnte auf Facebooks jährlicher Entwicklerkonferenz f8 im April erfolgen, so die New York Times. Angesichts von weltweit 100 Millionen Menschen, die Facebook am Handy nutzen, könnten mit diesem Schritt location-based Services zur echten Killerapplikation werden, zumal nun auch Twitter seine LBS-Bestrebungen offensiv vorantreibt.

Zwar ist das Geolocation-Feature von Twitter bereits seit November online, allerdings gab es bisher noch keinen Hinweis darauf, dass sich dies auf das Web-Interface auf twitter.com auswirken könnte. Doch dies scheint sich nun zu ändern: Wie Techcrunch berichtet (und mit zwei Screenshots untermauert), werden in Zukunft vermutlich Tweets, die Standortinformationen beinhalten, mit einem kleinen Icon gekennzeichnet werden. Nach einem Klick darauf erscheint ein kleines Google-Maps-Fenster mit dem Standort, von wo aus der Tweet versendet worden war. Das Feature war bereits kurze Zeit online; offiziell vorgestellt wird es jedoch vermutlich erst auf dem Musik-, Film- und Interaktive-Medien-Festival SXSW, das heute in Austin (Texas) beginnt.

Foursquare, Gowalla, Google Buzz, Facebook, Twitter – wer soll angesichts dieses Eintopfs an location-based Services noch den Überblick behalten? Eine Frage, auf die SimpleGeo eine clevere Antwort gefunden hat. Vicarious.ly ist ein location-based Stream in Echtzeit, der die Geolocation-Informationen von BlockChalk, Brightkite, Bump Technologies, Flickr, Fwix, Foursquare, Gowalla und Twitter auf zusammenfasst. Momentan beschränkt sich der Wirkungskreis des Dienstes allerdings noch auf das SXSW-Festival in Austin. Wem das im ersten Moment an die Satire-Plattform PleaseRobMe.com erinnert, kann jedoch aufatmen: Vicarious.ly stellt auf der Karte nicht die Usernamen dar, sondern lediglich den Service, den die angezeigten Nutzer verwenden. Im Stream scheinen daher lediglich neutrale Informationen wie „Someone just checked in at Hotel San Jose“ oder „Someone just checked in at Iron Works BBQ“ auf. Wer darauf klickt, wird automatisch auf die entsprechende Seite von Foursquare weitergeleitet.

foursquare

Es wird also spannend mit den standortbezogenen Diensten – alles deutet darauf hin, dass 2010 das Jahr ihres großen Durchbruchs wird.

Quellen:
http://techcrunch.com

http://bits.blogs.nytimes.com

http://vicarious.ly
http://foursquare.com

Bin außer Haus – bitte raub’ mich aus!

Monday, February 22nd, 2010

“Bitte raub mich aus”, so interpretieren die Betreiber der Plattform PleaseRobMe.com den aus ihrer Sicht besorgniserregenden Trend hinter Foursquare, Google Buzz & Co: Die User dieser Location-Sharing Services teilen einander öffentlich mit, meist auch via twitter und facebook, wo sie sich gerade befinden. Dies lässt in den meisten Fällen den mitunter gefährlichen Rückschluss zu, wo man sich in diesem Moment nämlich nicht aufhält: zu Hause!

Wir selbst haben Foursquare erst vor wenigen Wochen so richtig intensiv zu nutzen begonnen und auch über die neuesten Entwicklungen berichtet bzw. versprochen, euch hier auf dem Laufenden zu halten. Nun, das tun wir hiermit und beleuchten eine kritische Sichtweise: Forthehack, eine “Ideenfabrik” und Betreiber von PleaseRobMe.com, will mit dieser Plattform die Kehrseite der Social Media Medaille zeigen und vor den Gefahren des zunehmend sorglosen Umgangs mit persönlichen Informationen im Web warnen.

PleaseRobMe.com

Einerseits installieren wir Zeitschaltuhren, lassen das Licht eingeschalten und bitten unsere Nachbarn den Briefkasten zu leeren wenn wir auf Urlaub fahren. Auf der anderen Seite – nämlich der vor dem Bildschirm oder Handy-Display – erzählen wir jedem, dass wir nicht zu Hause sind. In Übersee bereits zusätzlich stark im Kommen: Auf Foursquare, Gowalla & Co. werden nicht nur POIs, wie Bars, Shopping-Meilen oder Kinos eingetragen, sondern zunehmend auch Privat-Adressen – in diesem Fall wird nicht mal der Name des potentiellen Raubopfers benötigt, um seine Adresse via Online-Telefonbuch oder Personensuchmaschinen wie 123people.com zu eruieren.

Ziel dieser Plattform, die im wesentlichen aus einer einfachen, adaptierten Twitter Search nach Foursquare Check-Ins besteht, ist es nicht, diese Services grundsätzlich schlecht zu reden – diejenige, die Foursquare häufig nutzen, sollen jedoch darüber nachdenken, wie sie damit umgehen und sich den möglichen Konsequenzen bewusst werden.

Quellen:
PleaseRobMe.com
mashable.com