Mit tele.ring auf Sponsor-Jagd

Tuesday, October 4th, 2011

Ohne Sponsoring ist heutzutage keine Spitzenleistung mehr möglich. So lautet auch das Credo des Inders im neuesten tele.ring Werbespot für den Jugendtarif „Gesponserter Basta“, bei dem Kunden des Mobilfunkers Werbe-SMS und MMS von Partnerunternehmen akzeptieren. ambuzzador inszeniert den neuen „Gesponserter Basta“ auf Facebook mit der virtuellen Sponsor-Jagd.

Geh‘ auf Sponsor-Jagd, sammle Sticker und gewinne!

Die Idee dabei: Das Key-Visual, der Turban-Skihelm des Inders, wird zum Sammelpass, auf dem 12 „Sponsor‘ mich!“ Sticker angebracht sind. Diese sollen durch die Logos der „echten“ Sponsoren ersetzt werden. Die Teilnehmer können sich dabei allerdings nur gegenseitig sponsern, in dem sie ein Sponsor-Logo für einen Facebook-Freund auswählen, der ebenfalls auf der Jagd nach neuen Sponsoren ist. Den Teilnehmern stehen dazu mehrere Möglichkeiten offen, ihre Freunde zur Sponsor-Jagd einzuladen und über neue Sticker auf deren Pinnwänden zu benachrichtigen.

tele.ring Sponsor-Jagd

Über 50 Preise zu gewinnen

Als Preis für die fleißigsten Sponsor-Jäger warten neben neuesten Handys auch Hotel- und Reisegutscheine, Party-Packages, Ski- und Snowboard-Sets und vieles mehr. tele.ring selbst sponsert drei Turban-Skihelme, bekannt durch den aktuellen Inder-Werbespot & Plakat-Sujets, die eigens für die Gewinner angefertigt werden. Als Kooperationspartner konnten außerdem DocLX, HTC, Falkensteiner Hotels, Intersport, LG, Nokia, Schloss Gabelhofen, Sony Ericsson, STA Travel, T.G.I. Friday’s und Vöslauer gewonnen werden, die zahlreiche Preise zur Verfügung stellen.

tele.ring Turban-Skihelm mit Sponsor-Logos

Social Branding Best Practice

Die Facebook-Kampagne hat das Potential zum Social Branding Best Practice Beispiel zu werden, denn der Erfolg ist direkt messbar: Innerhalb von 24 Stunden nach Start der Facebook-Kampagne auf der tele.ring Facebook Page wurden über 1.000 Sponsor-Sticker gesammelt – und dass, obwohl jeder Teilnehmer täglich nur 3 Sticker vergeben kann. Aufgrund der Mechanik besteht für die Teilnehmer ein hoher Anreiz, auf die eigene Facebook Pinnwand und die ihrer Freunde zu posten, um diese über neue Sponsor-Sticker zu benachrichtigen. Dank des sozialen Prinzips des „Gebens und Nehmens“ erwarten sich die Teilnehmer umgekehrt, auch von ihren Freunden gesponsert zu werden. Auf diese Weise wurden bereits über 1.800 Pinnwand-Postings generiert, die die Logos der Kooperationspartner beinhalten und auf die Sponsor-Jagd Applikation verweisen. Insgesamt sind mehr als 900 User auf der täglichen Jagd um Sponsoren, die noch bis 31. Oktober andauern wird.

Mit „Twitterblitz“ zur Schrift-Revolution

Thursday, August 18th, 2011

Im Social Web wird Ironie oft für bare Münze genommen. Eine neue Art, Textzeichen hervorzuheben, soll den fortwährenden Missverständnissen nun endlich ein Ende bereiten. Das ist zumindest das Ziel einer kreativen Kampagne.

Das menschliche Gesicht ist der Spiegel unserer Seele und kann über 10.000 verschiedene Mimik-Ausdrücke annehmen. Alleine die Tatsache, dass man im menschlichen Auge das Weiße sehen kann, ist unter allen bekannten Primatengattungen einmalig und ermöglicht uns jederzeit, die Blickrichtung unseres Gegenübers auszumachen. Kurz: Wir sind wie dafür gemacht, mit anderen zu kommunizieren. Das hat rund 200.000 Jahre auch ganz gut geklappt – und dann kam das Internet. Plötzlich waren die Menschen gezwungen, binnen Sekunden auf Aussagen anderer zu reagieren, ohne dabei deren Mimik oder Tonfall zu Rate ziehen zu können.

Es folgte eine Zeit der Verunsicherung. „Wie hat er/sie das gemeint? Vorwurfsvoll? Besorgt? Scherzhaft?“ – Fragen wie diese stellen sich Social-Media-Nutzer Tag für Tag. Besonders wenn es um Ironie geht, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Die Folgen sind nervtötende wie zeitraubende Diskussionen und Richtigstellungen, deren wirtschaftlicher Schaden vermutlich gar nicht hoch genug einzuschätzen ist.

Dem soll nun mit „Sartalics“, ein Neologismus aus sarcasm und italics, ein Ende bereitet werden. Die Idee dahinter ist, dass zusätzlich zu fettem, kursivem oder unterstrichenem Text mit Sartalics eine Schriftauszeichnungsart zur Verfügung stehen soll, mit der man ironisch gemeinte Aussagen kennzeichnen kann. Sartalics sieht wie eine kursiv hervorgehobene Schrift aus, die jedoch nicht nach vorne, sondern nach hinten gekippt wird. Damit sollte mit den ewigen Missverständnissen auf Facebook und Twitter endlich Schluss sein. Stellt sich nur die Frage: Wie bringt man die Verantwortlichen dazu, Sartalics anzubieten?

Um das zu erreichen, wurde „Twitterblitz for Sartalics“ eingerichtet, eine App, bei der sich Sartalics -Fans mit ihrem Twitter-Account anmelden können. Wenn 10.000 Registrationen erreicht sind, werden mit einem Schlag Massentweets von den Accounts aller Beteiligten losgeschickt. Damit will man einerseits Sartalics in die Twitter-Trends bringen, zum anderen sollen damit aber auch die größten Player im Web – Manager bei Google, Twitter, Facebook, Microsoft, Tumblr, Yahoo und Apple – direkt angeschrieben werden, damit sie von Sartalics erfahren.

Natürlich ist Sartalics weder ganz ernst gemeint noch wirklich notwendig (denn wozu gibt es schließlich Emoticons), trotzdem hat die Kampagne der Agentur BBH New York durchaus ihren Reiz. Denn ganz ironiefrei betrachtet handelt es sich um einen innovativen Ansatz, einer Idee im Web einen Schub zu verpassen.

Quellen:
http://adsoftheworld.com
http://www.digitalbuzzblog.com
http://www.huffingtonpost.com
http://www.youtube.com (Screenshot)

Für einen Tag offline: Facepark

Tuesday, June 8th, 2010

Diesel hält weiter an seiner “be stupid”-Kampagne fest und prolongiert diese mit der Aktion “Facepark”. Dabei geht es eigentlich um die De-volution der Social Media. Entgegen dem Trend der Digitalisierung veranstaltet Diesel am 20. Juni 2010 in Berlin das Event Facepark wo gewohnte Online-Tools wie Profile und Comments analog gestaltet werden. Um daran teilzunehmen muss man lt. Diesel selbst jedoch ein bisschen “stupid” sein.

Die ganze Idee entstand eigentlich im Zuge der neuen “be stupid”-Kampagne (wir berichteten), deren Grundsatz besagt, dass den Mutigen (= the stupid ones) die Welt gehört, während die smarten Menschen in Ihren Plänen und “was wäre wenn..”-Gedanken hängen bleiben und das Leben an Ihnen vorbei zieht. Die Waghalsigen werden nun von Diesel aufgefordert mitzumachen. Auf der be stupid-Plattform angemeldet, bekommt man einen Überblick was einem (neben der neuen Jeans Kollektion) so alles geboten wird. Neben dem Projekt Diesel-Planet und Diesel:U:Music kommt mit Facepark nun das nächste Projekt.

diesel_facepark1

Social Media mal anders. Mal ganz anders. Mal analog! Diesel hat sich die Entwicklung des Internets zu Web2.0 einmal durch den Kopf gehen lassen und spricht nun genau diese Leute an, die ebenfalls genug davon haben, mehr Zeit mit seinen Freunden online zu verbringen als offline, mehr Comments zu posten als Anrufe zu tätigen und mehr “Like it”s zu verteilen als Komplimente auszusprechen statt zu schreiben. Unter dem Motto “It brings the clichés of social media platforms back to the real world in a very literal way.” geht das Facepark-Event folgendermaßen über die Bühne: Wie im echten Web2.0-Leben muss zunächst einmal ein Profil jedes Users angelegt werden. Das analoge User-Profil kann im Diesel Store abgeholt werden und sieht dann ungefähr so aus:

facepark2

Der Park ist dann de facto die analoge Social Media-Welt in denen User miteinander interagieren können. Dabei werden alle Teilnehmer aufgerufen Kommentare (buchstäblich) auf die Profile zu schreiben und “Like it”-Aufkleber zu verteilen. Es ist alles erlaubt solange es analog geschieht. Untermalt wird das Event musikalisch durch die Gruppe Bodi Bill, die ihres Zeichens unter Beweis stellen wird, dass Musik auch tatsächlich live und nicht nur aus Computerboxen möglich ist. Dieser Konter zu Facebook und anderen (sehr erfolgreichen) Online Media ist eine Idee, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist und (bei Schönwetter) wahrscheinlich durchaus Anklang im Berliner Mauerpark finden wird. Nettes Detail am Rande: Die Bewerbung dieses Events basiert hauptsächlich über Online Medien (die an diesem Tag ja gemieden werden sollen).

Auch wenn die “be stupid”-Kampagne nach wie vor inhaltlich sehr fragwürdig ist, so ist dieses Disconnect(from Social Web)-Event in Berlin alles andere als dumm. Be smart/”Be stupid and join us”: Ihr entscheidet!

Gefunden auf:
Fashonaire
Uberding
Styleproofed

The Most Successful Viral Film ever

Tuesday, April 13th, 2010

Über 14 Millionen Besucher und das innerhalb von 8 Wochen. Schweden zeigt vor, wie man die erfolgreichste, weltweite, interaktive Viral-Kampagne erstellt und konnte damit erfolgreich gegen den Umstand ankämpfen, dass vorwiegend junge Schweden Ihre Rundfunk-Gebühren nicht bezahlen.

Die Ausgangssituation:

TV- und Radio-Gebühren sind hierzulande wahrscheinlich ebenso (un-)beliebt wie in Schweden. Dennoch zahlen im hohen Norden 9 von 10 Haushalte brav Ihre Gebühren. Betrachtet man jedoch nur eine Subgruppe, nämlich so genannte junge Metropolitans, sinkt diese Zahl auf 60%. Radiotjänst, die in Schweden zuständige Behörde für Gebühreneinzahlung, sah daher akuten Handlungsbedarf und wurde im Zuge der Problemlösungssuche mit Draftfcb in Stockholm fündig. Was diese Marketingagentur dann auf die Beine gestellt hat, ist an Effizienz und Effektivität kaum zu übertreffen.

Die Kampagne

Sie nennt sich „The Hero“ und steht bezeichnenswerterweise für jeden Schweden und jede Schwedin, der/die nichts Geringeres leistet, als seine/ihre TV Gebühren zu bezahlen. Draftfcb erstellte gemeinsam mit Qbrick und STO.PP eine „make your own movie“-Plattform. Jeder User hat die Möglichkeit, ein Bild von sich oder eines Freundes hochzuladen, das dann automatisch in den Film eingebettet wird.

Im 2 Minuten-Film geht um die Huldigung eines Menschen, der als Held gefeiert wird. In diesem Moment taucht das hochgeladene Foto auf. Der User selbst (oder einer seiner Freunde) ist der Held, dem die Welt zu jubelt und sich vor ihm verneigt. Der fertige Film kann dann per Mail verschickt werden und so nahm auch dieses virale Wunderwerk seinen Lauf.

Das alles wäre aber vergleichbar schlechter ausgefallen, wäre die Vorbereitung nicht so optimal geplant gewesen. Im Vorfeld wurde diese Kampagne bereits mit Kino und TV-Trailern und sogar Postern öffentlich bekannt gemacht. Man hatte sogar landesweit bekannte Filmkritiker herangezogen und den Film bewerten lassen, um das Erlebnis dieses Kurzfilmes zu maximieren und die Glaubwürdigkeit auf ein Maximum zu heben.

The Hero – Case Study

Der Film

Das Ergebnis

Da die junge Zielgruppe vorwiegend das Internet zur Kommunikation nutzt, wurde diese Kampagne am „richtigen Ort“ gelauncht. Durch die Möglichkeit der Selbstdarstellung in einem Film wurden die User persönlich angesprochen und das Involvement konnte maximiert werden.

Ziel der Kampagne war die Botschaft an die junge Zuseherschaft zu richten, dass sie ein wichtiger Teil der öffentlichen schwedischen Service Systems sind sie ihren Beitrag (nämlich die Einzahlung der ohnehin fälligen TV- und Radio-Gebühren) zu leisten hätten. Das nach eigenen Angaben sehr ambitionierte Ziel von 500 Anmeldungen im Bereich der Rundfunkgebühren hatte man als messbaren Indikator ausgerufen.

Die Resultate sprichen natürlich für sich:
- 500.000 Zuseher pro Tag
- 14 Millionen Page Views wurden in 8 Wochen gemessen, sowie
- 26.1 Millionen nach 12 Wochen
- 6.1 Millionen Filme wurden erstellt und schließlich
- 2.500 Neuanmeldungen für Rundfunkgebühren.

Ungeahnt groß ist der Erfolg im nicht-messbaren Bereich, bezogen auf Blogs, Posts und Kommentare in Social Medias. Das Pressefeedback war so gut, dass auch schon nicht-schwedische öffentliche Einrichtungen für die Rechte dieses Konzeptes angefragt hätten.

Die Verantwortlichen sind mit dem Ergebnis naturgemäß zufrieden und sprechen davon, dass es mit dieser Kampagne „härter geworden ist, den TV-Gebühren aus dem Weg zu gehen“.

Hier der Link für alle, die dies selbst durchspielen wollen!

Quellen:
DraftFCB Work Detail
DraftFCB Press Release
DraftFCB

Samsung Shakedown

Friday, March 19th, 2010

Um sein Handy B2100 zu promoten, hat sich Samsung in Schweden etwas Besonderes einfallen lassen: Webuser werden dazu aufgefordert, Handys mittels Vibracall von einer schrägen Tischplatte zu befördern. Wem dies gelingt, darf es behalten.

Samsung Shakedown

Bei all dem Hype rund um das iPhone, der nun mittlerweile schon mehrere Jahre andauert, könnte man fast vergessen, dass sich manchmal auch in der Welt der Normalo-Handys Spannendes tut. So geschehen im Falle des Samsung B2100.

Das Samsung B2100 ist ein ganz normales Multimedia-Handy mit einem kleinen TFT-Display, einer 1,3-Megapixel-Kamera sowie mit eingebautem MP3-Player und UKW-Radio. Sein USP: Es ist wasserdicht, schmutzresistent und besonders stoßfest. Um das zu verdeutlichen, starteten die Koreaner in Schweden eine kleine Kampagne, die an Originalität kaum zu überbieten ist.

Im Zentrum steht dabei eine Website namens „Samsung Shakedown“, bei der den Besuchern live auf einer Tischplatte liegende Handys gezeigt werden. Der Clou daran: Die Glasplatte ist leicht schräg angehoben, so dass sich die Geräte langsam abwärts bewegen, wenn sie vibrieren. Und damit sie das tun, werden die User dazu angehalten, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen sowie die Nummer des jeweiligen Telefons, das sie zum Vibrieren bringen möchten. Warum sie das tun sollten? Weil sie das Handy gewinnen, wenn ihr Anruf es war, der das Telefon zu Fall gebracht hat.

Samsung Shakedown

Dieser Fall fällt für das Handy jedoch alles andere als gemütlich aus: Entweder fällt es auf harten Steinboden, oder es plumpst in ein Wasserbecken, womit Samsung die Stoßfestigkeit bzw. die Wasserresistenz des B2100 demonstriert. „Dieses Handy wurde teilweise aus dem stoßfesten Material Urethan gefertigt“, heißt es auf der Microsite, „das Zeug, aus dem die Räder von Skateboards gemacht sind.“ Daher sei das B2100 das „perfekte Handy für Outdoor-Aktivitäten oder für Umgebungen, in denen normale Handys verwundbar sind.“

Die Kampagne, die im Februar gestartet wurde, scheint bereits vorüber zu sein, allerdings läuft auf der Microsite eine Demo, die den Reiz des Gewinnspiels – das ein bisschen an altmodische Spielautomaten erinnert – bestens erahnen lässt.

Die Kampagne kann man wohl nur als großartig bezeichnen: Sie ist simpel, sie ist packend und sie rückt den USP des Produkts unaufdringlich in den Mittelpunkt. Einzig die Share-Funktion hält nicht ganz was sie verspricht: Bis auf einen Facebook-Button sowie ein Eingabefeld zum Weiterempfehlen per E-Mail gibt es keinen Ansporn für User, anderen davon zu berichten.

Vielleicht war das aber auch gar nicht notwendig: Die Idee spricht für sich.

Quellen:
http://www.digitalbuzzblog.com
http://www.samsungshakedown.com