Mit einer spannenden Kampagne hat die Axa-Versicherung auf ihre neue iPhone-App aufmerksam gemacht. Der einzigartige Clou: Eine Kombination aus iPhone und Printwerbung.

Selbst, wenn dabei niemand verletzt wird: Ein Unfall ist so ziemlich der schlimmste Alptraum aller Autofahrerinnen und Autofahrer. Sich mit den anderen Unfallbeteiligten auf den Unfallhergang einigen, dokumentieren, fotografieren, Zeugen befragen, einen Unfallbericht ausfüllen sowie sich im Zweifel möglicherweise auch noch vor der hinzugezogenen Polizei rechtfertigen müssen – all das in einer Atmosphäre, die emotional meist ziemlich angespannt ist. Jede digitale Erleichterung käme da wie gerufen.
Doch so einfach ist es meistens leider nicht. So sehr Social- und Mobile-Web heute auch den Alltag bereichern, wenn es um Dinge wie Unterhaltung, Shopping oder das Pflegen von Freundschaften geht – bei wirklich ernsten Angelegenheiten läuft der Kommunikationsprozess oftmals so aber ab wie vor 30 Jahren. Für Ummeldungen der Adresse ist der Gang aufs Amt noch genauso obligatorisch wie für chronisch Kranke der Weg zum Arzt für das immer gleiche Rezept. Laut einer US-Umfrage des „Center for Studying Health System Change“ stehen gerade einmal 6,5 Prozent der amerikanischen Ärzte in regulärem E-Mail-Kontakt mit ihren Patientinnen und Patienten. Immerhin, möchte man fast sagen. Denn selbst der gute alte Brief hat noch lange nicht ausgedient – „wir brauchen von Ihnen eine Unterschrift.“
Doch die Axa-Versicherung wagt nun einen Schritt nach vorne. Eine eigene iPhone-App soll ihren Kfz-Kunden bei Unfällen hilfreich zur Seite stehen:
Und als wäre das nicht lobenswert genug, wird die frohe Botschaft in Belgien auch noch in Form einer brillanten Werbeidee überbracht:
Ob die App hält was sie verspricht, wird sich freilich noch weisen müssen. Das Werbekonzept der Antwerpener Agentur Duval Guillaume scheint jedenfalls bestens anzukommen: Alleine dieses Video wurde auf YouTube nach rund zwei Wochen über 110.000 mal angesehen. Mit der Aussage, hierbei handle es sich um eine „i-Ad“, könnte der Spot allerdings für ein bisschen Verwirrung sorgen.
Die Kampagne ist nicht Teil von Apples iAd-Plattform. Doch um die scheint es derzeit ohnehin nicht gut bestellt zu sein. Nach Chanel hat laut dem Wirtschaftsportal Business Insider nun auch der Sportartikelriese Adidas eine Kampagne zurückgezogen. Kritisiert werden unter anderem die hohen Kosten, langsame Umsetzung fehlende Transparenz und – höflich ausgedrückt –, die Neigung Apples, Kontrolle nicht allzu leichtfertig aus der Hand zu geben.
Quellen:
http://adhunt.blogspot.com
http://www.hschange.com
http://www.zeit.de
http://www.youtube.com/DuvalGuillaume (Screenshot)
























