Fashion4Home - der Kunde bestimmt das Möbelsortiment

Monday, February 1st, 2010

Nicht zuletzt aufgrund der Reputation von Amazon als weltweit größter Online-Händler (20 Milliarden Dollar Umsatz, allein ca. 17 Millionen Kunden auf amazon.de) ist das Vertrauen der Konsumenten in Online-Shopping in den letzten Jahren stark gestiegen. Über 40% der Österreicher haben im Vorjahr Einkäufe online erledigt, in der Altersgruppe 25-34 sind es gar 62%.

Mittlerweile kaufen wir beinahe alles online, angefangen von Büchern, CDs, DVDs, Computer- und Videospiele, Haushaltsgeräten, Kleidung und Schmuck bis hin zu voluminösen Elektrogeräten und Sportartikeln. In Punkto Möbel hätte aber auch Amazon noch Aufholbedarf, bietet aber in diesem Segment dennoch eine passable Anzahl an Produkten über seine Partner an. Leider kommen die Kunden dadurch aber nicht mehr in den Genuss der kostenlosen Lieferung, die Amazon bei seinen eigenen Produkten anbietet – gerade bei schweren und sperrigen Möbeln ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Kaufentscheidung. Somit bleibt vielen von uns, die Wert auf praktische und ansprechend designte Möbelstücke und Accessoires legen, nur der Gang zu IKEA bzw. der Klick zum IKEA-Online-Shop. Dort kostet die Lieferung größerer Möbelstücke bei Online-Bestellung pauschal 99 Euro. Genauso wenig wie Amazon der einzige „Gemischtwarenhändler“ im Web ist, kann IKEA diese Monopol-Stellung im Möbelhandel für sich beanspruchen. Zugegeben, der Mitbewerb in Österreich ist online noch recht schwach aufgestellt. Viele adaptieren zwar mittlerweile ihre Kataloge für ihre Webseite, verzichten dabei aber sogar auf Preisangaben und bieten stattdessen Beratungstermine via Formular. Von Online-Shopping keine Spur.

Wer Möbel nicht nur bequem online bestellen, sondern das Design mitbestimmen und dabei auch noch Geld sparen möchte, sollte sich Fashion4Home genauer ansehen. Fashion4Home ist ein Möbelhändler, der seine Produkte ausschließlich online vertreibt und daher Designer-Möbel zu leistbaren Preisen anbieten kann. Das noch junge Unternehmen ist gerade dabei, sich am deutschen Markt zu etablieren und expandierte kürzlich sogar in die USA. Was Fashion4Home neben dem Vertriebskonzept von anderen Möbelhändlern hauptsächlich unterscheidet, ist die besondere Einbindung ihrer Kunden in Bezug auf das Produktsortiment: Der Online-Shop umfasst zwar bislang nur rund 80 Gegenstände, die User – und späteren Kunden – entscheiden dabei aber laufend über die Aufnahme neuer Möbelstücke und Accessoires, designt von renommierten Möbel-Designern und Nachwuchs-Talenten. Die Favoriten sind anschließend für begrenzte Zeit im Shop erhältlich. Bestellt man das Produkt, für das man selbst gestimmt hat, erhält man 10% Rabatt. Gefertigt wird anschließend on-demand.

Fashion4Home.de

Der Nachteil: Die Lieferzeit beträgt ca. 12 Wochen. Zum Vergleich: Speziell angefertigte Möbelstücke von IKEA werden doppelt so rasch geliefert, beim gängigen Sortiment sogar in nur einer Woche. Dafür bietet Fashion4Home seinen US-Kunden eine kostenlose Lieferung ihrer Bestellung. In Deutschland variieren die Versandkosten je nach Produktgröße und -gewicht und können deshalb bei einem Sofa (ca. 70 Euro) günstiger sein als bei IKEA. Bei größeren Bestellungen, wie beispielsweise einer Wohnzimmergarnitur, können die Versandkosten jedoch ein Vielfaches davon betragen und die Ersparnis aus dem Online-Kauf ist schnell dahin. Hierzulande braucht man sich darüber allerdings keine Gedanken zu machen – eine Lieferung nach Österreich ist derzeit leider noch nicht möglich.

Quelle:
mashable.com

Ikea buzzt neue Filiale mit Facebook

Friday, January 8th, 2010

Ist Facebook zu statisch, um einen Schneeballeffekt loszutreten? Nein! Wie eine schwedische Ikea-Kampagne beweist, ist Facebook durchaus dafür geeignet – wenn den Usern ein guter Grund geboten wird, auch wirklich mitzumachen.

ikea

Fast jede Social-Media-Kampagne, die etwas auf sich hält, bedient sich unter anderem auch Facebook. Doch nicht automatisch ist das Engagement bei dem Plattform-Riesen von Erfolg gekrönt. Natürlich spricht für Facebook zunächst einmal die unglaubliche Zahl an aktiven Mitgliedern, die derzeit 350 Millionen beträgt. Rund die Hälfte der User loggen sich sogar täglich ein. Doch was die Sache etwas schwieriger macht: Facebook ist vor allem ein privates Kommunikationsnetzwerk, bei dem sich die meisten Teilnehmer bereits kennen.

Im Gegensatz zu Publikationsnetzwerken wie Twitter oder YouTube ist die Art der Vernetzung symmetrisch; die Teilnehmer sind erst miteinander verbunden, wenn sie sich gegenseitig hinzugefügt haben. Das zieht natürlich viele Menschen an, die einfach bloß mit alten Bekannten und Freunden in Kontakt bleiben wollen. Und das wirkt sich natürlich auch auf die Nutzung aus.

„Was genau macht Twitter zum Medium der (iranischen Protest-)Bewegung?“, fragte sich das Time-Magazine vor ein paar Monaten. Die Antwort: „Es ist frei, sehr mobil, sehr persönlich und sehr schnell. Und es ist wie geschaffen dafür, Informationen auszubreiten“. Im Vergleich dazu geht es bei Facebook nach wie vor eher gemütlich zu. „Twitter sorgte bei allen Seiten, für die ich nachgesehen habe, für mehr Traffic als Facebook, obwohl die Anzahl an Facebook-Fans weit größer war als die der Twitter-Followers“, berichtet Todd Zeigler von „The Bivings Report“. Ein Twitter-Follower bringe demnach rund dreimal so viel Traffic ein als ein Facebook-Fan.

Wie eine Social-Media-Kampagne via Facebook trotzdem erfolgreich sein kann, zeigte die schwedische Agentur Forsman & Bodenfors/Gothenburg für Ikea. Ihre Aufgabe: Buzz für eine neue Ikea-Filiale in Götheborg. Die Lösung war einfach genial: Zunächst wurde für den neuen Filialleiter ein Facebookprofil erstellt und mit Bildern der Verkaufsräume geschmückt. Die Facebook-User mussten daraufhin bloß die darauf ersichtlichen Produkte mit ihrem (eigenen) Namen taggen – schon hatten sie es gewonnen!

Der springende Punkt für den Erfolg der Kampagne war wohl zweifelsohne ihre Einfachheit: Statt dass sich die User mit technischem Schnickschnack auseinandersetzen mussten, konnten sie einfach die vertraute Facebook-Infrastruktur nutzen. Ihre Motivation war klar: Sie wollten ein Ikea-Produkt ergattern und scheuten daher auch nicht zurück, ihre Freunde mit Werbung zu behelligen – schließlich hatten die ja auch was davon.

Die Kampagne beweist, dass man auch auf Facebook Schneeballeffekte lostreten kann – wenn man die der Plattform innewohnenden Mechanismen für sich zu nutzen weiß.

Textquellen:
http://www.culture-buzz.com
http://www.facebook.com
http://netzwertig.com
http://www.time.com
http://www.bivingsreport.com
Bildquelle:
http://www.youtube.com

IKEA iPhone App

Wednesday, December 16th, 2009

Es gibt nichts, was es nicht gibt, warum also nicht einfach einen Katalog auf’s iPhone bringen. Das dachte sich wohl auch IKEA und bringt eine iPhone Applikation auf den Markt, die den Inhalt des Katalogs 2010 abbildet.

Mit der App können Nutzer den aktuellen Katalog auf ihrem Handy virtuell durchblättern und Bestellungen aufgeben. Derzeit nur im UK iTunes Store zum Download bereit, soll das App auch schon bald in weiteren Ländern verfügbar sein. Die Idee dahinter ist laut Jason Baker, Digital Media & Customer Relationship Management Manager von IKEA UK und Irland, simpel. Man hoffe, “dass es damit leichter wird für unsere Kunden, die richtige Inspiration für die Heim-Ausstattung per Fingertip zu haben.”

Geplant sei, die Applikation, die derzeit in der einfachsten Form vorliegt, zusammen mit IKEA Kunden auszubauen und den Ansprüchen gerecht zu werden. “Wir werden zuhören und das App so entwickeln, wie sie es gerne anwenden wollen.” Derzeit noch eine 1:1 Abbildung des Katalogs, könnten Funktionen wie Storefinder, Bookmarking, Weblinks, Telefonnummern, Share this!, u.v.m diese App tatsächlich zu einem kleinen Highlight werden lassen.

Möbel bestellen von unterwegs sollte also bald kein Hindernis mehr sein. Wer sich einen Eindruck machen möchte, wie das ganze am iPhone aussieht, sollte sich folgendes Video zu Gemüte führen:

Bild- und Textquellen:
digitalbuzz

Heimtechnik