Demi Moore & Ashton Kutcher’s Social Media Kampagne gegen Kindersklaverei

Monday, March 29th, 2010

Mit gemeinsam mehr als 7,3 Millionen Twitter-Followers sind Demi Moore und Ashton Kutcher schon seit längerer Zeit das Top-Hollywood-Paar im Social Web. Nun nutzen sie ihre Bekanntheit für einen guten Zweck, der ihnen ein sehr persönliches Anliegen zu sein scheint: Den Kampf gegen das etablierte “Restavec”-System Haitis im Zuge des Wiederaufbaus des Landes.

Ende Januar gründeten Demi und Ashton die DNA Foundation mit dem Ziel, Kindersklaverei weltweit zu bekämpfen. In einem Interview mit Mashable erklärt das Paar, wie es Aufmerksamkeit auf dieses äußerst sensible Thema lenken möchte und wie durch die Mithilfe eines jeden Einzelnen konkret der Kindersklaverei unter dem Deckmantel des “Restavec”-Systems in Haiti entgegengewirkt werden kann. Als Restavecs (vom französischen “rester avec”, übersetzt “bei jemandem bleiben”) werden Kinder in Haiti bezeichnet, die von ihren armen Familien vom Land zu wohlhabenderen Familien geschickt werden, um dort im Haushalt mitzuhelfen und im Gegenzug die Chance auf ein besseres Leben durch eine anständige Unterkunft und Schulbildung zu bekommen. Häufig werden diese Kinder aber misshandelt und ausgebeutet, eine Schule sehen nur die wenigsten von innen.

Übermorgen Mittwoch wird auf einer UN-Konferenz über Hilfszahlungen und Spendengelder in Höhe von 11 Milliarden Dollar debattiert, die von der haitischen Regierung angefordert wurden. Da diese Summe einen 2,8 Milliarden Dollar großen Wiederaufbau-Fonds der US-Regierung beinhaltet, werden auch zahlreiche Kongressabgeordnete auf dieser Konferenz erwartet.

Was das nun mit Social Media zu tun hat? Demi und Ashton sehen den Wiederaufbau Haitis als Chance, nicht nur die Gebäude durch strengere Bauvorschriften erdbebensicherer zu machen, sondern auch gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen und das “Restavec”-System mit aller Kraft zu unterbinden. Dazu ist es allerdings notwendig, zunächst die eigene (US-)Bevölkerung aufzuklären und die Kongressabgeordneten auf diesen Umstand hin aufzuklären: Der Großteil der Amerikaner ist nämlich der Auffassung, dass die Sklaverei abgeschafft wurde und heute kein Thema mehr sei. In Haiti ist sie es mehr denn je und hat mit der Bezeichnung “Restavec” nur einen neuen Tarnmantel bekommen.

Demi und Ashton fordern daher über die Facebook-Fanpage, den Twitter-Account und der Website der DNA Foundation die User dazu auf, sich beispielsweise via @-Reply an zahlreiche Kongressmänner, die auf der UN-Konferenz erwartet werden, als auch an Barack Obama zu wenden und sie so auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Eine Liste der Abgeordneten und Senatoren findet sich beispielsweise auf Mashable. Bleibt zu hoffen, dass diese Kampagne ähnlichen Impact erreicht wie #iranelection oder #blamedrewscancer, so auch der Wunsch von Ashton.

Quelle:
Mashable.com

facebook’s Farmville und die Erdbebenkatastrophe

Wednesday, January 20th, 2010

Was diese beiden Dinge gemeinsam haben? Auf den ersten Blick gewiss nicht viel, doch in den vergangenen Jahren hat das Internet viele Bereiche unseres Lebens stark beeinflusst. Und so ist es nur allzu naheliegend, dass Spendenaktionen nicht nur im TV über die Bühne gehen, sondern auch das Social Web erobern.

Hilfsaktionen für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti gibt es viele. Der Social Games-Riese Zynga (Farmville und Co.) spielt dabei in der Web 2.0 Welt eine wesentliche Rolle. Wie? Zugegeben, ich kenn die Vorgehensweise selbst nicht, da ich mich bislang erfolgreich gegen Farmville und Co. gewehrt habe, die Idee dahinter scheint dennoch simpel und doch erfolgsversprechend zu sein: spielt man Farmville, Mafia Wars oder Zynga Poker, gibt es bekanntliche bestimmte Waren (Goods), die man für einen Zeitraum erwerben kann und einem im Spiel weiterbringen. Die Erlöse dieser Waren kommt den Erdbeben-Opfern in Haiti zugute.

Scheinbar macht man den Farmville-Spielern das Spenden ziemlich schmackhaft, so soll laut zweipunktnull.org das Getreide nicht nur in einer großen Menge vorhanden sein, zudem dürfte es auch nicht wie normalerweise üblich vertrocknen. Und auch Fishville hat die Möglichkeit zur Spende im Spiel integriert.

40 Millionen Spieler täglich verzeichnet Zynga, eine ansehliche Masse an potenziellen SpenderInnen, die man mit dieser Aktion erreicht. Und so habe man auf diese Weise angeblich auch bereits über eine MIllion Dollar an Spendengeldern gesammelt. Auch wenn ich persönlich nach wie vor lieber die Finger von potentiell süchtig-macheneden Spielen wie Farmville, Fishville und sonstigen lasse - das Potenzial, das hinter diesen Spielen steckt - vor allem wenn es um Charity-Aktionen geht - ist nicht zu verachten!

Zynga