Social Communities – Die Angreifer 2012

Thursday, January 19th, 2012

Welche Social Community wird der große Durchstarter 2012? Mögliche Kandidaten: Path, Pinterest, LikedBy, So.cl, Google Schemer und Wunderkit.

Welche Social Community wird der große Durchstarter 2012? Mögliche Kandidaten: Path, Pinterest, So.cl und Google Schemer.

Derzeit scheint das Social Web so vertraut, als wäre es nie anders gewesen: Ganz oben thront Facebook, danach folgen Dienste wie Flickr, Foursquare, Tumblr und viele andere. Doch der Eindruck täuscht: Die Welt der Social Communities ist dynamisch, hochkomplex und immer für überraschende Wendungen gut. Grund genug sich einige Angreifer einmal etwas näher anzusehen, die 2012 durchstarten könnten: Path, Pinterest, LikedBy, So.cl, Google Schemer und Wunderkit.

Die mobile Dinnerparty für enge Freunde: Path

Sein Debüt feierte das in San Fancisco ansässige soziale Netzwerk Path zwar bereits 2010, steil bergauf ging es jedoch erst mit dem Relaunch Ende November 2011. Binnen zwei Wochen stieg die Zahl der täglich aktiven User auf 300.000 pro Tag an. Insgesamt haben sich über eineinhalb Millionen Menschen Path heruntergeladen. Laut Alexa liegt Path.com global auf Platz 15.503 der meistbesuchten Seiten im Web, in Österreich sogar auf Platz 6.865.

Das ist insofern nicht übel, da man mit dem Browser auf Path gar nicht zugreifen kann. Path ist eine iPhone- und Android-App, die für wirklich enge Freunde und Verwandte gedacht ist. Die Zahl der Kontakte wurde daher auf 150 beschränkt. Dementsprechend fallen auch die Features aus: Neben Fotos, Videos, ortsbezogenen Daten und Musik können User auch ihre Schlaf- und Wachzeiten auf ihren Pfad posten.

Das GPS-Tracking sendet auf Wunsch sogar Auto-Updates und meldet Abweichungen von gewohnten Routen. Verknüpfungsmöglichkeiten bestehen bei Path zu Facebook, Twitter, Foursquare und Tumblr.

Ob Path für Unternehmen – außer zur Kontrolle von Außendienstmitarbeitern – nützlich sein könnte, ist derzeit eher fraglich. In dem intimen Umfeld, das Path zu kreieren versucht, könnten kreative Marketingideen einen schweren Stand haben. Trotz zahlreicher Vorzüge wie dem vielgelobten Design und der bewusst persönlich gehaltenen Atmosphäre bleibt abzuwarten, wie viel (teils automatisierte) Intimität Smartphone-User wirklich ertragen können.

Der Social Catalog: Pinterest

Vieles spricht dafür, dass sich der 2010 gestartete „Social Catalog Service“ Pinterest mit Sitz in Palo Alto zu einer neuen Größe im Social Web mausert. Laut Alexa verzeichnet die interessensgeleitete Community ein kontinuierliches Wachstum und belegt weltweit bereits Platz 162 auf der Rangliste der meistbesuchten Webseiten. Sechs Millionen User besuchen Pinterest derzeit pro Monat und generieren dabei viele Millionen Hits pro Woche – trotz Invite-Phase.

Content ist bei Pinterest der König. User können sogenannte „Boards“ erstellen, die sich mit spezifischen Themen auseinandersetzen, wie etwa Design, Bildung, Film, Musik, Fitness oder der Gärtnerei. Einzelne Einträge auf den Boards heißen „Pins“, bestehen typischerweise aus einem Foto (es gibt allerdings auch Videos) und einem kurzen Begleitkommentar. Der soziale Aspekt beruht auf dem von Twitter bekannten Followerprinzip. User können anderen Usern oder auch nur einzelnen Boards folgen sowie Pins liken, „repinnen“ und kommentieren.

Die Durchlässigkeit zum freien Web und anderen Plattformen wird bei Pinterest groß geschrieben. Das zeigt sich nicht nur an der Verknüpfbarkeit mit Facebook und Twitter, sondern auch an der RSS-Tauglichkeit sowie an den Embed- und E-Mail-Buttons. Umgekehrt wurden in anderen Communities bereits erste Pin-Buttons gesichtet.

Für Unternehmen eignet sich Pinterest durchaus zur Selbstvermarktung, wie etwa die US-Reiseagentur „Croft Global Travel“ beweist. Manche sprechen sogar schon von „Pinterest-Marketing“. Besonders clever: Bei jedem Pin wird die Quelle genannt – „und zwar als dofollow-Link“.

Angesichts der eingeschränkten Funktionen ist zwar eher auszuschließen, dass Pinterest einem Social-Media-Riesen wie Facebook jemals gefährlich werden könnte. Doch die Beliebtheit von Nischen-Communities wie Tumblr legt nahe, dass Pinterest mit nachhaltigem Erfolg gesegnet sein könnte.

Die Pinboard-Alternative aus Berlin: LikedBy

Dass es sich bei Pinterest um mehr als nur eine weitere Social Community handelt, beweist das 2011 gegründete Berliner Startup LikedBy. In Deutschland rangiert LikedBy laut Alexa auf Rang 14.074, global auf Platz 534.473.

LikedBy erinnert in vielerlei Hinsicht an Pinterest, was die Unternehmensgründer auch gar nicht verschweigen: Man habe sich von von Pinterest und Co. inspieren lassen und das Grundkonzept übernommen, nicht aber den Content – und das sei für sie entscheidend. Das Hauptaugenmerk von LikedBy soll sich eher auf das Community-Element richten. Ein weiterer Unterschied zum großen Vorbild besteht in der direkten Vernetzung mit Facebook.

Man darf gespannt sein, wie sich LikedBy behaupten können wird. Eines scheint jedoch klar: Pinboard-Plattformen wird man sich merken müssen.

Microsofts Such-Community: So.cl

Vor rund einem Monat startete Microsoft So.cl, eine speziell an Studierende gerichtete Community, die bei Web-Suchen behilflich sein soll. Laut Alexa verharrt So.cl nach der anfänglichen Neugier der Netzgemeinde eher in der Bedeutungslosigkeit: Global auf Rang 30.136, in Österreich immerhin auf Platz 5.275.

Die Besonderheit des optisch an Google+ angelehnten Netzwerks ist zweifellos die Suchfunktion: Suchanfragen werden automatisch anderen Nutzern mitgeteilt, um sie User auf interessanten Content aufmerksam zu machen. Bewerkstelligt werden die Suchen naturgemäß mit Microsofts hauseigener Suchmaschine Bing, die auch bei sogenannten „Rich Posts“ zum Tragen kommt.

Ein Rich Post setzt sich aus mehreren Suchergebnissen zusammen, die per Mausklick zu einem großen Statusupdate zusammengepappt werden. Natürlich können User auch ganz normale Beiträge aus Text, Fotos und Videos posten; ein Facebook-Konkurrent will So.cl („social“ ausgesprochen) aber nicht sein. Daneben gibt es noch ein Feature namens „Video Parties“, das es Nutzern erlaubt, gemeinsam Videos online anzusehen und via Chat darüber zu diskutieren.

Inwiefern diese Eigenheiten jemals Marketingrelevanz haben könnten, ist schwer abzusehen. Dazu befindet sich So.cl noch zu tief in der Beta-Phase. Ob es jemals ein großes Interesse geben wird, unter öffentlicher Beobachtung Suchanfragen auf Bing zu tätigen, darf jedoch angezweifelt werden.

Der soziale ToDo-Dienst: Google Schemer

Nahezu unbemerkt blickte im Dezember 2011 Google Schemer das Licht der Welt, ein sozialer ToDo-Dienst, der bei der Organisation von Aktivitäten behilflich sein will. Glaubt man Alexa, ist Google Scheeemer derzeit auf Platz 30.139 der meistbesuchten Web-Seiten. Das zu Beginn gesteigerte Interesse flaute nach dem Release rasch ab. Allerdings steckt Schemer ja noch in der invite-only Betaphase.

Das Prinzip ist einfach: Nutzer können Aktivitäten posten, die sie gerne tun möchten – das kann ein Konzertbesuch sein, die Teilnahme an einem Marathon oder das Backen eines Kuchens. Natürlich können sie auch nach Ideen anderer suchen, sie durchstöbern oder von Google Schemer filtern lassen. Schemer empfiehlt Aktivitäten nach Relevanz und lernt vom Verhalten des Nutzers. Wird ein User fündig, kann er ein ToDo übernehmen. Auf diese Weise können sich die Nutzerinnen und Nutzer zusammenschließen.

Wenig überraschend hat Google auch hier eine Verknüpfung zu Google+ eingeplant, wovon die Einbindung des Kreisesystems zeugt. Natürlich ist der soziale ToDo-Dienst auch für Android erhältlich.

Für Unternehmen könnte Google Schemer ein brauchbares Tool sein, gesponserte Events zu pushen oder Guerilla-Aktionen durchzuführen. Fast scheint Googles Antwort auf Facebook Events wie gemacht für Flashmobs zu sein. Das Social Web neu aufmischen wird der Dienst wohl nicht – für ein sympathisches Nischendasein reicht es jedoch allemal.

Der elegante Produktivitäts-Turbo: Wunderkit

Eben erst aus dem Ei geschlüpft, trotzdem herrscht bereits massiver Andrang – dieses Kunststück hat das Berliner Startup 6Wunderkinder vollbracht. Mit Wunderkit haben die Entwickler der höchst erfolgreichen Wunderlist nun einen Taskmanager präsentiert, der mehr kann als bloß ToDo-Listen erstellen. Schon jetzt haben über 100.000 User ihre E-Mail-Adresse deponiert, um Wunderkit testen zu dürfen.

ToDo-Listen sind im „Facebook für Produktivität“ (Martin Weigert) in sogenannten „Workspaces“ zu finden, die entweder privat oder öffentlich eingestellt werden können. Die Schaltzentrale eines Workspace ist das Dashboard, wo auch Statusupdates und die nach dem Followerprinzip organisierten Kontakte angezeigt werden. Der Clou: Workspaces können kollaborativ verwaltet werden; Mitglieder können gleichberechtigt Notizen schreiben und Tasks eintragen.

Für Unternehmen ist Wunderkit natürlich für allem als Projektmanagement-Tool attraktiv. Die ersten Reaktionen fielen trotz Pannen beim Launch tendenziell positiv aus. Besonders hervorstechend ist das noble Design. Derzeit spricht jedenfalls viel dafür, dass Wunderkit von der Netzgemeinde auch tatsächlich angenommen werden wird.

Fazit: Von allen vorgestellten Communities hat allem voran Pinterest das Zeug dazu, 2012 groß durchzustarten. Als die Überraschung des Jahres könnte sich Wunderkit herausstellen.

Quellen:
http://www.huffingtonpost.com
http://techcrunch.com
http://www.pcmag.com
http://socialmediatoday.com
http://www.msnbc.msn.com
http://thenextweb.com
http://techcrunch.com
http://blog.dawanda.com
http://bjoerntantau.com
http://www.gruenderszene.de
http://www.spiegel.de
http://futurezone.at
http://blog.viermalvier.at
http://mashable.com
http://solariz.de
http://netzwertig.com
http://codecandies.de
http://www.youtube.com/Google (Screenshot)
http://pinterest.com (Screenshot)

Google: Konflikt um „Search Plus Your World“

Friday, January 13th, 2012

Für die Entscheidung, Suchmaschinentreffer an Google+ auszurichten, erntet Google derzeit massive Kritik. Was sind die Folgen für das Social Web?

Für die Entscheidung, Suchmaschinentreffer an Google+ auszurichten, erntet Google derzeit massive Kritik.

Seit dem Beta-Release von Google+ wird über die Erfolgsaussichten des Google-Netzwerks eifrig spekuliert: Wird Google+ zu einem ernsthaften Konkurrenten von Facebook? Wird es gar zu einem Twitter-Killer oder ist Google+ einfach bloß ein zusätzliches Angebot unter vielen? Bislang schienen alle Anzeichen auf Letzteres hinzudeuten. Doch nun setzt Google verstärkt auf seinen Joker: Seinen Such-Algorithmus.

Google: Search Plus Your World

„Wir wandeln Google in eine Suchmaschine um, die nicht nur den Content versteht, sondern auch die Menschen und ihre Beziehungen“, verkündete Google vor wenigen Tagen in einem Blogpost. „Wir starteten diese Umwandlung mit Social Search und setzen heute einen weiteren Schritt in diese Richtung, indem wir drei neue Features einführen“:

  • Persönliche Ergebnisse: Ermöglichen die Suche nach Informationen, die nur für einen bestimmten User bestimmt sind, wie etwa Postings und Fotos auf Google+, die nur für einen bestimmten Nutzerkreis gedacht sind.
  • Profile in der Suche: Ermöglichen es, Personen zu finden, an denen man – aus welchen Gründen auch immer – interessiert ist. Werden sowohl in den Ergebnissen als auch via Auto-Vervollständigung angezeigt.
  • Menschen und Seiten: Erleichtern das Finden von Personen und Seiten auf Google+.

All das zusammen ergibt „Search Plus Your World“:

Kritik von Twitter

Bei der Konkurrenz stößt das naturgemäß auf wenig Gegenliebe. Besonders bei Twitter zeigt man sich über Googles neuen Weg entsetzt. Dies sei ein „schlechter Tag für das Internet“, so Twitter-Justitiar Alex Macgillivray in einem Tweet. Google sei damit nicht mehr der neutrale Helfer bei der Suche nach Informationen, der es einst war, so die Argumentation aus dem Hause Twitter. Denn oftmals ist es eben so, dass Neuigkeiten zuallererst auf Twitter zu finden seien.

Bei Google zeigt man sich über die Reaktion offiziell verwundert: Man hätte ja gerne auch weiterhin Ergebnisse aus Tweets angezeigt, doch da der Vertrag mit Twitter nicht verlängert wurde und Google keinen Zugriff auf die API habe, ginge das eben nicht mehr. „Auf den ersten Blick sieht dies wie ein Konflikt unter IT-Firmen um das soziale Web aus – aber dahinter steckt mehr“, kommentiert Johannes Kuhn im „Digitalblog“ auf Sueddeutsche.de.

Parteiische Suchmaschinentreffer?

Hinter dem Scharmützel steckt nichts Geringeres als die Frage, ob und wie sehr Google seine Dienste bevorzugen darf. Denn obwohl „Search Plus Your World“ sich bloß auf die Suche von eingeloggten Nutzern von Google+ auswirkt (oder besser gesagt auswirken sollte), „bin ich mir nicht sicher, ob sich die Angelegenheit sehr von Microsofts Verschränkung des Internet Explorers mit Windows unterscheidet“, gibt Techcrunch-Kolumnist MG Siegler zu bedenken. Nach langen juristischen Streitigkeiten hat sich Microsoft Ende 2009 schließlich dazu verpflichtet, den (europäischen) Anwendern die freie Wahl des Webbrowsers zu gewähren.

Danny Sullivan veranschaulicht die Problematik auf Searchengineland.com anhand der kalifornischen Sängerin und Songwriterin Katy Perry: „Mit nahezu 40 Millionen Fans hat Katy Perry einen der erfolgreichsten Facebook-Accounts überhaupt. So weit ich weiß ist sie aber nicht auf Google+. Daher wird sie nicht als Musikkünstlerin erwähnt (als die sie ziemlich relevant ist), solange sie nicht damit anfängt, Google+ zu verwenden.“

Bis der Konflikt geklärt ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Wenn Googles umstrittene Strategie jedoch tatsächlich aufgehen sollte, könnte der Suchmaschinen-Riese sein Ziel längst erreicht haben: Die massive Aufwertung von Google+.

Quellen:
http://googleblog.blogspot.com
http://www.zdnet.de
http://www.sueddeutsche.de
http://parislemon.com
http://searchengineland.com
http://www.youtube.com/Google (Screenshot)

Mobile-User verstehen lernen

Wednesday, November 16th, 2011

Das Mobile Web wird immer mehr zum Mainstream. Es sei daher Zeit, sich an die neuen Umstände anzupassen, mahnt ein Google-Feature.

Das Mobile Web schafft neue Realitäten. Es sei daher Zeit, sich an die neuen Umstände anzupassen, mahnt ein Google-Feature.

Wenn es ein Unternehmen gibt, das über das Onlineverhalten von Menschen Bescheid weiß, dann ist es Google. Als größter Werbeanbieter (AdSense und AdWords) und Betreiber der größten und zweitgrößten Suchmaschine (Google.com und YouTube) verfügt Google über jene Daten, die die ganze Welt neugierig macht.

Daher macht es nur Sinn, dass der Web-Gigant vor geraumer Zeit „Think with Google“ startete. Auf der Website stellt Google aktuelle Trends vor und gewährt in zahlreichen Features aufschlussreiche Einblicke in das Online-Verhalten von Usern. Einer dieser Trends ist das Mobile Web.

Mobile Web am Vormarsch

Das Mobile Web hat das Leben im Zuge des Smartphone-Booms fundamental gewandelt. Die digitale Realität fristet kein abgetrenntes Dasein von der physischen Welt mehr, sondern ist mit ihr fortwährend verbunden. Für immer mehr Menschen sind die Segnungen des Internets zu einem omnipräsenten Teil ihres Alltags geworden.

„Allerdings haben 79 Prozent aller großen Online-Werber keine Website, die für Smartphones optimiert ist“, warnt Google. „Das macht es für mobile User sehr schwer, schnell und einfach das zu finden, wonach sie auch wirklich suchen.“

Es sei daher Zeit zu handeln, meint man bei Google, denn:

  • 85 Prozent aller Mobiltelefone werden im kommenden Jahr internetfähig sein
  • Mobile Suche hat sich im vergangenen Jahr vervielfacht
  • Eine von drei mobilen Suchen hat einen lokalen Bezug
  • 30 Prozent aller Restaurant-Suchen kommen von mobilen Geräten

Neues Online-Verhalten

Mobile-Web-User sind also nicht einfach nur Menschen, die per Smartphone ins Internet gehen. Das Mobile Web schafft seine eigene digitale Realität, mit speziellen Gewohnheiten und Bedürfnissen. Google empfiehlt daher, Webseiten für Smartphones speziell an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Relevanter Content und einfache Bedienung sollten dabei mehr im Mittelpunkt stehen als je zuvor.

Das Mobile Web sei jedoch kein Trend, betont Google. „Mobile ist eine neue Ära. Und es ist nicht zu spät, früh dran zu sein.“

Quellen:
http://www.thinkwithgoogle.com
http://www.youtube.com/GoogleMobileAds (Screenshot)

ambuzzador launcht erste Google+ Brand Pages

Tuesday, November 8th, 2011

Google hat in der Nacht von gestern auf heute die lang ersehnten Brandpages gestartet. Bereits jetzt kann man erste Brand Pages auf der neuen Social Media-Plattform finden. Trotz des fast schon explosiven Starts gibt es beim Start auf Google+ noch ein paar Punkte zu beachten:

1. Der wichtigste Punkt zuerst: Zum aktuellen Zeitpunkt kann man leider nicht mehrere Personen zum Admin einer Page machen. Dieses Feature wird noch in nächster Zeit von Google nachgereicht. Das Problem dabei: Der Account, der die Seite erstellt, ist der einzige Account, der auf die Seite Zugriff hat. Wir empfehlen daher, ein eigenes Profil anzulegen. Achtung: Google+ ist sehr strikt bei der Auslese von Fake-Accounts.
2. Vanity-URLs sind noch nicht möglich. Zur Verbreitung der URL empfiehlt sich daher die Verwendung eines URL-Kürzers: http://gplus.to/.
3. Applikationsmöglichkeiten wurde noch nicht eingebaut. D.h. vorerst noch keine Gewinnspiele und Kampagnen.

Wie kann man als Marke auf einer Google+ Brand Page agieren?
Google+ bietet mit den Circles und den Hangouts einzigartige Möglichkeiten an, mit seinen Dialoggruppen in Kontakt zu treten und die Wünsche seiner Kunden nachzuvollziehen. Aber erst dann, wenn ein User sich mit der Seite verbindet, d.h. eine Seite in seine Circles aufgenommen hat.

Interaktionsmöglichkeiten einer Google+ Brand Page
1. Redaktionelle Gestaltung der eigenen Brand Page: in Text, Multimedia und animated gifs
2. Interaktion & Monitoring: Kommentare von Usern einsehen, bewerten, teilen und kommentieren.
3. Punktgenaue Ansprache der Users: Hinzufügen der Users in Circles.
4. Vernetzung: Profile von Usern in Postings erwähnen.
5. Broadcasting: Hangouts aufstellen und auch daran teilnehmen.

Für einen schnellen Überblick haben wir das ambuzzador Google+ Manual upgedatet.

Und hier die ersten Google+ Brand Pages aus dem Hause ambuzzador:
gplus.to/mqmuseumsquartierwien
gplus.to/SATURNAustria
gplus.to/ambuzzador

Achtung: Google+ hat eigene Anforderungen an die redaktionellen Inhalte und kann nicht 1:1 wie Facebook bespielt werden!

Google+: Mehr Content-Transparenz mit „Ripples“ & „What’s Hot“

Friday, October 28th, 2011

Mit Google+ „Ripples“ lässt sich künftig der Buzz von Shares grafisch darstellen. „What’s Hot“ zeigt die aktuellen Trends.

Mit Google+ Ripples lässt sich der Buzz von Shares grafisch darstellen. (Quelle: YouTube)

Kaum eine Woche vergeht, in der Google+ keine neuen Funktionen hinzubekommt. Neben dem Online-Bildbearbeitungsprogramm „Google+ Creative Kit“ präsentierte Google nun „What’s Hot“, das Pendant von Google+ zu den Twitter-Trends. Einen wahren Leckerbissen stellt jedoch „Google+ Ripples“ dar, ein „Visualisierungs-Tool für öffentliche Shares und Kommentare“.

Visualisierter Buzz mit Google+ Ripples

Einst hieß das Tool „Playback“ und war Teil von Google Wave. Google Wave ist bekanntlich Geschichte, doch „Playback“ scheint nun bei Google+ unter dem Namen „Ripples“ seine Wiederauferstehung zu feiern. Ripples macht alte Beiträge sowie die zugehörigen Konversationen „wiedererlebbar“, wie es im offiziellen Google-Blog heißt. Den Nutzerinnen und Nutzern von Google+ bietet sich damit die Möglichkeit dabei zuzusehen, wie sich Posts im sozialen Netzwerk ausbreiten.

Um in den Genuss von Ripples zu kommen, müssen User im Optionsmenü am rechten oberen Rand eines öffentlichen Posts bloß „View Ripples“ anklicken. In einem knapp einminütigen Video stellt Google das neue Tool vor – die grafische Visualisierung von Ripples lässt dabei wenige Wünsche übrig:

Immer im Trend mit „What’s Hot“

User, die die Twitter-Trends mögen, werden auch an „What’s Hot on Google+“ ihre Freude haben. Die Kreise auf Google+ sind eine gute Möglichkeit, die Aktivitäten von Freunden, Bekannten und Prominenten im Auge zu behalten. „Doch manchmal“, so Google, „möchte man wissen, worüber die Welt gerade spricht.“ Das können aktuelle Nachrichten sein oder großartige Fotos. „Mit diesem Gedanken im Hinterkopf starten wir ‚What’s Hot‘ auf Google+, ein neuer Ort für interessanten und unerwarteten Content.“

Das neue Trend-Feature ist im Haupt-Stream sowie in der linken Spalte zu finden, wie dieses Video veranschaulicht:

Bilder bearbeiten mit dem Creative Kit

Neben Ripples und „What’s Hot“ hat Google ein kleines Bildbearbeitungsprogramm namens „Creative Kit“ vorgestellt. Mit dem Creative Kit können User von Google+ unter anderem die Schärfe bearbeiten, Farben verändern, Texte und Objekte einfügen. Nachdem jedoch bereits sogar die meisten Digicams und Handys derartige Bildbearbeitungs-Tools bereitstellen, handelt es sich dabei wohl um die am wenigsten spektakuläre Neuerung.

Nichtsdestotrotz kann man sich eines Eindrucks nur schwer verwehren: Google+ mausert sich in Riesenschritten zur Best-of-Plattform aus Facebook und Twitter. Mit den neuen Funktionen wie etwa den kürzlich eingeführten Hashtags bietet das Google-Netzwerk jene dynamische Content-Transparenz, die Facebook manchmal ein wenig abgeht.

Quellen:
http://googleblog.blogspot.com
http://techcrunch.com
http://www.youtube.com (Screenshot)