Durex Baby simuliert Vatergefühle

Monday, June 7th, 2010

Mal ehrlich, Kondome sind für junge Männer oft eine Art “Wehrmutstropfen” – wie bringt man sie also dazu, sie trotzdem zu benutzen? Auch wenn man als aufgeklärter, vernünftiger Mensch diese Einstellung nur bedingt teilen kann, so fragen sich das zumindest die “Macher” der Durex Baby iPhone App. Weiter: Was ist das beste Argument, um sich ein Kondom überzuziehen? Angst vor einer Geschlechtskrankheit etwa? Leider nein, das lässt sich ja mit einem Gang zum Arzt in den meisten Fällen schnell wieder regeln (sic!).  Anders sieht es aus, wenn einen das Mädchen von neulich Nacht mit den Worten “ich bin schwanger” empfängt – gut, dafür gäbe es womöglich auch eine Lösung, aber darauf kommt es den Machern im folgenden Video nicht an:

Mit “Durex Baby” und der Befruchtung via Bluetooth soll Männern also gezeigt werden, was es heißt, Vater zu sein. Ähnlich wie bei einem Tamagotchi muss das virtuelle Kind gefüttert werden, verlangt nach dem Schnuller oder einer frischen Windel. Via facebook Connect erfährt auch der Freundes- und Bekanntenkreis vom Elternglück und wichtige Ereignisse, wie der Geburtstag oder erste Schultag des Kindes, werden praktischerweise auch gleich in den Kalender eingetragen. Der Clou: Beim Schließen der App erscheint das Durex Logo. Kauft Mann sich in der Folge eine Packung Kondome und scannt den QR Code auf der Rückseite mit seinem iPhone, so installiert sich die Durex Anti-Baby App, die vor weiteren “Überraschungen” schützt und sich wie ein virtuelles Kondom über den Bildschirm ziehen lässt. Klingt strange?

Ist es auch, denn bei “Durex Baby” handelt es sich nicht um eine reale Applikation des Kondomherstellers, sondern um eine Konzepteinreichung für den Future Lions Wettbewerb beim Werbefestival in Cannes. Credits: AKQA / Nicolai Villads (Art Director), Peter Ammentorp, Raul Montenegro (Interactive Designer).

Übrigens: Kondome, egal welcher Marke, schützen auch vor HIV/AIDS – einer Krankheit, mit der sich täglich 1-2 Personen in Österreich anstecken. Um ein Zeichen gegen die tödliche Immunschwächekrankheit zu setzen, marschiert Philippe seit nun einer Woche zu Fuß durch Österreich und berichtet über seine Erlebnisse auf der facebook Fanpage. Sollten Sie ihn unterwegs treffen, kaufen Sie ihm doch ein Red Ribbon ab und unterstützen damit die Organisation AIDS LIFE, deren Aktionen widerum direkt den Betroffenen zugute kommen.

Quelle:
culture-buzz.com

Diesel bringt facebook in die Umkleide

Wednesday, May 12th, 2010

Dass facebook immer größer und mächtiger wird, ist nichts Neues. Über 400 Millionen aktive User und mehr als eine Million lokale Unternehmen, die ihre Marke in das Social Web bringen, zeigen den ungebrochenen Erfolg des Netzwerks. Auch die Möglichkeiten sein eigenes Unternehmen auf facebook zu präsentieren, werden immer mehr und beinahe wöchentlich lassen neue Ideen und Kampagnen aufhorchen.

Ein Tool, welches diesen Umstand begünstigt, ist ohne Zweifel facebook Connect. Dieses Service ermöglicht es Drittanbietern mit Usern durch facebook zu interagieren. Registrierte facebook-User können so ihre Kontoinformationen auf anderen Websites verwenden, ohne sich dort registrieren zu müssen. Selbst Inhalte wie Fotos, Kontaktlisten, Kommentare, etc. können übernommen werden. facebook wiederum zeigt in den Profilen der User deren Aktivitäten an und macht sie so für die Freunde einsehbar. Ob Kommentarfunktion auf Blogs, Gewinnspielteilnahme auf Unternehmenswebsites oder Applikationen auf facebook selbst – die Möglichkeiten zum Einsatz von facebook Connect scheinen unerschöpflich.

Und so zeigt Diesel in Spanien dieser Tage eine neue Anwendungsmöglichkeit, die ohne Zweifel einfallsreich und innovativ ist. In spanischen Diesel Stores wurde im Bereich der Umkleidekabinen die “Diesel Cam” installiert, eine Kamera dank derer Kunden sich selbst fotografieren und diese Fotos unmittelbar in ihr facebook Profil laden können. So können Kunden sich nicht nur Rat bei den Freunden holen, ob die ausgesuchte Jeans tatsächlich gekauft werden soll, auch die neuesten Errungenschaften kann man so direkt aus den Diesel Stores stolz präsentieren. Kunden – und zugleich facebook-User – verbinden sich mittels Touchscreen-Monitor und facebook Connect mit ihrem Account und die eben gemachten Schnappschüsse werden mit einem Diesel-Logo versehen und ins Profil geladen. Diesel versteht es dabei geschickt, mit diesem integrierten Logo Werbung für sich selbst zu betreiben, aber dank dem garantierten Spaßfaktor auf Kundenseite wird diese Diesel Cam gewiss ein Erfolg. Und wir dürfen uns wieder über neue Social Shopping-Ideen freuen. Fragt sich nur, ob wir der worldwide Web-Welt tatsächlich Einblicke bis in die Umkleide gewähren wollen!? ;-)

Bild- und Textquellen:
allfacebook.com