App verwandelt Facebook in Pinterest

Saturday, April 21st, 2012

Eine neue Studie stellt der Facebook-Timeline ein ambivalentes Zeugnis aus. Die App PinView zeigt nun eine spannende Alternative auf: Facebook im Pinterest-Layout.

PinView verpasst Facebook Pinterest-Layout

Mit Facebooks Umstellung auf das Timeline-Format wurde wieder einmal deutlich: Wie das optimale Social-Media-Interface auszusehen hat, ist keineswegs in Stein gemeißelt. Für ein Milliardenunternehmen wie Facebook stellt diese Frage keineswegs eine reine Geschmacks- und Gewohnheitssache dar. Welche Darstellung erhöht die Verweildauer der User? Welche das Engagement? Und wie kommen Werbepartner zu mehr Likes?

Fragen wie diese sind für den kommerziellen Erfolg naturgemäß von größter Bedeutung. In diesem Licht betrachtet war die Einführung der Timeline ein möglicherweise notwendiger, aber gleichzeitig auch gewagter Schritt.

Ambivalentes Zeugnis für Timeline

The medium ist the message – und die Message, die von der Timeline ausgeht, lautet offenbar: Brandpages sind eher ein Push-Medium als ein Kommunikationskanal – zumindest im Vergleich zum vergangenen Layout, so das Ergebnis einer Wildfire Interactive-Analyse von 67 Brands laut eines Berichts von Mashable. Zwar ist die durchschnittliche Anzahl der Likes um 22 Prozent pro Post gestiegen und der PTAT-Wert („People Talking About This“) sogar um 25 Prozent, doch die Anzahl der Kommentare ging im Schnitt um 6,5 Prozent zurück.

Zudem hat sich mit dem Launch der Timeline besonders bei großen Marken das Fan-Wachstum etwas abgeflacht. Brandpages mit mehr als einer Million Fans sie davon sogar doppelt so stark betroffen wie kleinere Facebook-Pages.

Damit fällt die Analyse von Wildfire Interactive nicht ganz so positiv aus wie jene von Simply Measured Ende März. Simply Measured hatte bei der Untersuchung von 15 Brandpages ein deutlich optimistischeres Bild von den Auswirkungen der neuen Facebook-Timeline gezeichnet.

Die nicht ganz ungetrübt-positive Entwicklung könnte eine simple Ursache haben: Durch die visuelle Betonung auf Eye-Candies sei es schwieriger geworden, andere User-Kommentare zu sehen – sowohl auf der Pinnwand als auch auf der Timeline. Das vermutet jedenfalls Wildfire-CEO Victoria Ransom. Könnte es daher sein, dass das ideale Interface für eine Social Community ganz woanders zu suchen ist?

Pinterest-Layout für Facebook

Diese Frage haben sich offenbar die Entwickler von PinView gestellt. Wie der Name bereits verrät handelt es sich bei PinView um eine neue App, die Facebook nach dem Vorbild von Pinterest darstellt. Die Vorteile werden bei der Installation unverzüglich deutlich: Während Facebooks vertikale Ausrichtung jede Menge weißen Raum zur Darstellung von Content ungenützt lässt, bedient sich PinViews Grid-Format der gesamten Breite moderner Flachbildschirme.

Rasch drängt sich die Frage auf, warum Facebook nicht selbst auf die Idee gekommen ist. Der Siegeszug von Pinterest, die bereits drittgrößte Social Community der USA, würde jedenfalls für eine Annäherung an das Pinterest-Layout sprechen. Ein einfacher Vergleich verdeutlicht das Potenzial der Community: Während auf Twitter bloß 1,4 Prozent aller Tweets einen Retweet ernten, erhalten 80 Prozent aller Pins einen Repin.

Es wäre daher durchaus denkbar, dass Facebook den von PinView angedeuteten Weg eines Tages selbst beschreiten könnte. PinView ähnelt in seiner Erscheinung stark an Friendsheet, eine Facebook-App, die im Januar online gegangen ist und sich bereits über 43.000 Fans erfreut. Ein Like dürfte die Friendsheet-Entwickler ganz besonders gefreut haben: Jenes von niemand geringerem als von Facebook-CEO Mark Zuckerberg.

Quellen:
http://mashable.com
http://www.flowtown.com
https://apps.facebook.com/pinviewer (Screenshot)

FC Bayern München stolpert über eigene Kampagne

Wednesday, February 8th, 2012

Schade, schade, schade … es hätte eine so schöne Aktion werden können. Der FC Bayern München wollte alles richtig machen und hat dabei leider alles falsch gemacht. Wie kam es dazu? Hier eine kleine Analyse.

FCBayern stolpert mit Facebook-App "The New FCB Star" über die eigene Kampagne

Es sollte ein neuer Spieler her. Die Fans warteten bereits ungeduldig auf einen Top-Neuzugang. Ohne große Vorankündigung, aber mit viel PR-Arbeit in kurzer Zeit, kündigte der Verein dann auf Facebook ein Live-Feed einer Pressekonferenz an. Die Pressekonferenz sollte um 14 Uhr am 26.1. starten und alle Facebook-Fans konnten per Video-Feed daran teilnehmen. Zuerst mussten sie aber einer Facebook-Applikation zustimmen.

Die Enthüllung

Um 14 Uhr standen dann Nationalspieler und Kapitän des FC Bayern München Philipp Lahm, Pressechef Markus Hörwick und Manager Christian Nerlinger vor den Kameras. Nach zwei Minuten professionellen „um-den-heißen-Brei-Herumgeredes“ lüfteten sie das Geheimnis. Auf einem Bild war der neue Spieler zu sehen – es war das Profilbild des jeweiligen Users.

Tolle Fan-Anbindung, tolle Idee und das Ganze noch professionell umgesetzt – und der Shitstorm war da. Fans kritisierten das Vorgehen sofort. Vor allem die PR und Marketing-Abteilung wurde stark unter Beschuss genommen. Von „Spielts lieber g’scheit“ bis hin zu „Peinlich“ waren alle Kommentare vorhanden. Zwischendrin immer wieder der Versuch von Social Media Agenturen, ihre Beratungskompetenzen an den Mann/die Frau zu bringen. Klassisch!

Alles richtig, alles falsch?

In der Retrospektive lässt sich erkennen, was falsch gelaufen ist. Fakt ist: das eigentliche Video haben nur eine Handvoll Fans gesehen – die Kapazitäten der FC Bayern München-Applikation hat den Ansturm leider nicht standgehalten. So musste erst eine mühevolle Aufklärungsarbeit – meistens durch die Fans selbst – gestartet werden. Fakt ist auch, dass durch die erfolgreiche PR-Arbeit mehr erwartet wurde, als man dann im Endeffekt liefern konnte. Die Presse und die Fans waren auf einen wirklichen Knaller vorbereitet. Am Ende war es eben doch eine bittere Enttäuschung, die sich in der aufgewühlten Stimmung noch hochschaukelte. Das war dann auch wieder ein weiteres Problem: das Timing. Manch einer meinte, dass ein Launch am 1. April vielleicht passender gewesen wäre.

Fakt ist aber auch, dass im Endeffekt fast alles richtig gemacht wurde – die Stimmung der Bayern Fans wurde leider falsch eingeschätzt. Eine schöne Idee für eine Kampagne, die sich leider selbst zu viel auf die Fahne geschrieben hatte. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen: Weniger PR, weniger Aufmerksamkeit, aber auch mehr Zeit für das Video und mehr virale Effekte mit positiven Fankommentaren. So bleiben ein schaler Nachgeschmack und die Befürchtung, dass der Verein sich länger nicht mehr mit dem Thema auseinandersetzen wird. Schade, schade, schade…

Bildquelle:
https://www.facebook.com/FCBayern (Screenshot)

brand n’You: Produkttests auf Facebook

Wednesday, November 2nd, 2011

Produkte und Ideen auf Herz und Nieren testen – ambuzzador bringt Produkttests erstmals auch auf Facebook. Heute, am 2.11.2011 launcht brand n‘You und macht damit “Produkte erlebbar”. Mit diesem Ansatz von Tryvertising 2.0 werden die TeilnehmerInnen genau dort angesprochen, wo sie viel Zeit verbringen: auf der weltweit größten Social Media Plattform Facebook.


Mitten ins Herz wird zu brand n’You

Damit nutzt brand n’You als erste Plattform für Produkttests die Möglichkeiten und die Community von Facebook und produziert Content rund um die Marke direkt aus der Zielgruppe. Entstanden aus der Website mitteninsherz.com, die mit Unternehmen wie Sonnentor und T-Mobile bereits Tryvertising-Missionen durchführte, geht ambuzzador jetzt einen Schritt weiter auf die Kunden zu.

brand n’You macht Produkte erlebbar


brand n’You
bietet  Unternehmen die Möglichkeit, mit Ihrer Marke  direkt in der Facebook-Community präsent zu sein.  Ein Projekt beinhaltet bei brand n’You unterschiedliche To Dos für die TeilnehmerInnen:  Das reicht von witzigen Fotouploads bis hin zu umfangreichen Fragebögen, die später in der Marktforschung angewandt werden können.

Für mehr Infos zur neuen Produkttest-Plattform schreiben Sie uns: brandnyou@ambuzzador.com

 

Immortalize Yourself

Friday, June 10th, 2011

Um den Start der vierten Staffel seiner Vampir-Serie True Blood zu pushen, setzt der US-Sender HBO auf eine atemberaubende Facebook-App. Das Ergebnis ist ein personalisiertes Video, in dem auch Facebook-Freunden tragende Rollen zukommen.

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Auf den ersten Blick scheint Sookie Stackhouse nichts Besonderes an sich zu haben – eine attraktive junge Frau, die in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin arbeitet. Doch gar so durchschnittlich ist Sookie Stackhouse nicht. So verfügt sie nicht nur über telepathische Fähigkeiten, sondern ist darüber hinaus in einen Vampir namens Bill Compton verliebt. Spätestens jetzt ist klar, dass es sich hier um keine reale Person handelt: Sookie Stackhouse ist die Protagonistin des US-TV-Hits True Blood aus dem Hause HBO, jenem kostenpflichtigen TV-Sender, der unter anderem mit Produktionen wie The Sopranos, The Wire oder Six Feet Under Fernsehgeschichte geschrieben hat.

True Blood folgt dem bewährten Erfolgsrezept von HBO: Statt das Niveau für die breite Masse nach unten zu drücken, erlaubt sich die Serie den Luxus mehrerer Rezeptionsebenen jenseits der breitgetretenen Pfade platter Klischees, angereichert mit Sex, Blut und Gedärmen. Fernsehen für Erwachsene eben.

Am 26. Juni beginnt die Ausstrahlung der vierten Staffel – und wie es sich für eine Serie dieser Klasse gehört, wird sie von einem beeindruckenden Social-Media-Trommelwirbel begleitet. Mit der neuen Facebook-App „Immortalize“ können sich Fans ein liebevoll personalisiertes Video erstellen lassen, das aus mehreren Szenen der Serie besteht. Der Clou: Die App bedient sich der Daten des Facebook-Profils inklusive des Aufenthaltsorts und der Namen von Freunden. Das Ergebnis ist ein kleiner Film, in dem der eigene Facebook-Freundeskreis teils tragende Rollen innehat. User können dabei die Rollen selbst manuell auswählen oder per Zufall bestimmen lassen. Einzige Voraussetzung ist das Klicken des „Gefällt mir“-Buttons.

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Bereits jetzt kann sich die True-Blood-Fanpage über weit mehr als 7,7 Millionen Fans erfreuen – das ist deutlich mehr, als die durchschnittliche Erstausstrahlung einer TV-Folge an Fernsehzusehern akquiriert. Doch gerade für HBO dürfte es von besonderem Interesse zu sein, die Fanbase mit aufwendigen Social-Media-Apps bei der Stange zu halten. Denn während das herkömmliche Fernsehen auf leicht verdauliche Quotenspektakel setzt, muss man die weitaus qualitativeren HBO-Serien schon recht konzentriert rezipieren, um mitreden zu können. Um konsistent zu sein, reicht es hier also nicht, sich einfach zu einer Serie wie True Blood zu bekennen – man muss sie auch wirklich sehen.

Dass Word-of-Mouth dem neuen Qualitätsfernsehen US-amerikanischer Prägung durchaus zugute zu kommen scheint, zeigen auch die Einschaltquoten von True Blood: Während der ersten drei Staffeln hat sich die Anzahl an Zuschauern verdoppelt.

Quellen:
http://creativity-online.com
http://mashable.com
http://www.facebook.com (Screenshots)

Volksbank Beachchallenge 2011 presented by PayLife

Wednesday, June 8th, 2011

apano_logo

Customer: Volksbank AG
Period of time: 04/2011 – 08/2011
Type of project: Social Media Campaigning

The Story

As the official Presenting-Sponsor of the A1 Beach Volleyball Grand Slam (presented by Volksbank), Volksbank itself organizes a Beach Volleyball Tour across Austria which takes place from May to August. In the third year of this highly successful & well attended annual event, Volksbank decided to rebuild the Website beachchallenge.at and fully integrate it into its Facebook Presence (http://www.facebook.com/volksbank). Participants can inform themselves and register for one of the qualifying events, as well as they can vote for their favorite team to get a Wildcard for Finals in Ossiach, Carinthia.

ambuzzador is responsible for the Social Media Campaign, including the Facebook Application for the Volksbank Beachchallenge 2011 presented by PayLife as well as for the so called “Wildcard”-Voting and a Facebook Ad Campaign. So far, two qualifying events in Vienna are over and participants can find photos, stay in touch, connect with each other and share their experiences at the Volksbank Facebook Page. Watch out for the Volksbank Beachchallenge 2011 presented by PayLife to come around your area and register now!

Screenshot

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