Die Waschmaschine ist hinüber, man möchte seine Wohnung über den Sommer vermieten oder man sucht einen guten Chemie-Nachhilfelehrer. Das alles hat man auf Facebook und Konsorten bereits so oder so ähnlich gelesen. So richtig bereit ist man für solche Vermittlungen auf den Media noch nicht gewesen. Teils wurde es von den Usern als lästig empfunden, (groß-)teils wurden sie nicht von den Angeboten angesprochen. Nun kam die Idee auf, dieses Flohmarkt-Prinzip doch professionell aufzuziehen und dadurch in den Netzwerken einen großen Social Value zu generieren.
Neighbourgoods war bereits ein Vorreiter, nun ist auch frents.com online gegangen.
Der Grundgedanken von Nachbarschaftshilfe wird hierbei zum Vorbild genommen. Da Online-Nachbarschaft unbegrenzt möglich ist, sprich jeder User ist jedes Users Nachbar, kann Nutzen maximiert werden. Inspiriert durch Craiglist, Freecycle und ebay wurde nun das Konstrukt Social Media meets Marktplatz entworfen. Menschen sollen sich verbinden und ihre Sachen zu Schau stellen, empfehlen, verleihen oder verkaufen. Durch das Haut(gesprächs)thema “Besitz von Gegenständen” soll die Interaktion der User funktionieren. Eine Google-Map zeigt an, wo welche Gegenstände in der Umgebung von Nutzern hervorgehoben werden.
War bisher nur der Verleih von Gegenständen in dieser Form möglich (siehe Neighbourgoods, drivemycar, relayrides), geht Frents sogar noch einen Schritt weiter und ermöglicht Verleih und Verkauf sowie die effektive Möglichkeit des Geld-Verdienens. Im Sinne der User und im Sinne der Selbstfinanzierung, denn bei jedem Geldfluss, fällt Provision an die Macher ab, was den langfristigen Fortbestand von frents garantieren soll. Durch die Argumentation, man bringe Menschen durch Dinge zusammen, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche. Man befriedigt den (bei den Usern mehr als deutlich vorhandenen) Reiz neue Leute via Plattformen kennen zu lernen und im selben Moment schafft man einen greifbaren Mehrwert durch den Service des Angebot-Nachfrage-Spiels. Sprich: Hier sind Leute wirklich interessiert, Angebot zu lesen, Dinge zu erwerben oder zu borgen und de facto Hilfe anzubieten oder anzunehmen, was dann in networken resultiert.
Gelingen kann dieses Vorhaben durch Connect zu Facebook und auch zu anderen Marktplatz-Plattformen wie Amazon. Auf der einen Seite kann man sich über Facebook auf der Seite einloggen, zum anderen kann man Produkte von Amazon ebenfalls direkt platzieren. Das schafft Komfort und eine breite Spanne an Möglichkeiten für private Nutzer. Jedoch nicht nur für private. Frents bringt auch die gewerblichen Anbieter ins Bild, die Vermietung im Sinne der Kerngeschäftstätigkeit machen. Einfachstes Beispiel: Rent-a-Car Unternehmen.
Durch die Übermacht etablierter „einfacher“ Netzwerke, allen voran Facebook, darf der Erfolg solcher Newcomer interessiert beobachtet werden. Die Grundidee und das durchgängige Konzept (also das angestrebt einfache Handling der Seite für User kombiniert mit der Funktion des Vernetzens mit anderen Social Media und Marktplätzen) dahinter sind bereits einwandfrei. Doch wer weiß ob das im „Morgen“ des Web2.0 denn nicht schon bald wieder Geschichte ist.
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Neighbourgoods war bereits ein Vorreiter, nun ist auch frents.com






















