Social Media and its new appearance

Tuesday, May 11th, 2010

Die Waschmaschine ist hinüber, man möchte seine Wohnung über den Sommer vermieten oder man sucht einen guten Chemie-Nachhilfelehrer. Das alles hat man auf Facebook und Konsorten bereits so oder so ähnlich gelesen. So richtig bereit ist man für solche Vermittlungen auf den Media noch nicht gewesen. Teils wurde es von den Usern als lästig empfunden, (groß-)teils wurden sie nicht von den Angeboten angesprochen. Nun kam die Idee auf, dieses Flohmarkt-Prinzip doch professionell aufzuziehen und dadurch in den Netzwerken einen großen Social Value zu generieren.

Neighbourgoods war bereits ein Vorreiter, nun ist auch frents.com online gegangen.

Der Grundgedanken von Nachbarschaftshilfe wird hierbei zum Vorbild genommen. Da Online-Nachbarschaft unbegrenzt möglich ist, sprich jeder User ist jedes Users Nachbar, kann Nutzen maximiert werden. Inspiriert durch Craiglist, Freecycle und ebay wurde nun das Konstrukt Social Media meets Marktplatz entworfen. Menschen sollen sich verbinden und ihre Sachen zu Schau stellen, empfehlen, verleihen oder verkaufen. Durch das Haut(gesprächs)thema “Besitz von Gegenständen” soll die Interaktion der User funktionieren. Eine Google-Map zeigt an, wo welche Gegenstände in der Umgebung von Nutzern hervorgehoben werden.

War bisher nur der Verleih von Gegenständen in dieser Form möglich (siehe Neighbourgoods, drivemycar, relayrides), geht Frents sogar noch einen Schritt weiter und ermöglicht Verleih und Verkauf sowie die effektive Möglichkeit des Geld-Verdienens. Im Sinne der User und im Sinne der Selbstfinanzierung, denn bei jedem Geldfluss, fällt Provision an die Macher ab, was den langfristigen Fortbestand von frents garantieren soll. Durch die Argumentation, man bringe Menschen durch Dinge zusammen, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche. Man befriedigt den (bei den Usern mehr als deutlich vorhandenen) Reiz neue Leute via Plattformen kennen zu lernen und im selben Moment schafft man einen greifbaren Mehrwert durch den Service des Angebot-Nachfrage-Spiels. Sprich: Hier sind Leute wirklich interessiert, Angebot zu lesen, Dinge zu erwerben oder zu borgen und de facto Hilfe anzubieten oder anzunehmen, was dann in networken resultiert.

Gelingen kann dieses Vorhaben durch Connect zu Facebook und auch zu anderen Marktplatz-Plattformen wie Amazon. Auf der einen Seite kann man sich über Facebook auf der Seite einloggen, zum anderen kann man Produkte von Amazon ebenfalls direkt platzieren. Das schafft Komfort und eine breite Spanne an Möglichkeiten für private Nutzer. Jedoch nicht nur für private. Frents bringt auch die gewerblichen Anbieter ins Bild, die Vermietung im Sinne der Kerngeschäftstätigkeit machen. Einfachstes Beispiel: Rent-a-Car Unternehmen.

Durch die Übermacht etablierter „einfacher“ Netzwerke, allen voran Facebook, darf der Erfolg solcher Newcomer interessiert beobachtet werden. Die Grundidee und das durchgängige Konzept (also das angestrebt einfache Handling der Seite für User kombiniert mit der Funktion des Vernetzens mit anderen Social Media und Marktplätzen) dahinter sind bereits einwandfrei. Doch wer weiß ob das im „Morgen“ des Web2.0 denn nicht schon bald wieder Geschichte ist.

Gefunden auf:
best-practise-business
redwriteweb
netzwertig
Neighbourgoods war bereits ein Vorreiter, nun ist auch frents.com

Erst Blog, dann Twitter – Auktion, die Zweite!

Wednesday, December 30th, 2009

Er tut es schon wieder. Knapp ein Jahr nach dem Verkauf seines erfolgreichen Blogs folgt nun der zweite Streich von Robert Basic, einst Gründer von basicthinking.de. Dieses Mal unter dem Hammer: sein Twitter-Account @robgreen – mit anfangs mehr als 5.000 Followern.

Ungewöhnlich mag es zum einen schon erscheinen, dass man seinen Twitter-Account verkauft, doch wahrlich neu ist diese Idee nicht unbedingt. Noch nicht allzu lange her ist beispielsweise die Übernahme des Accounts @BreakingNews mit 1,5 Millionen Follower durch Microsoft (gekauft von einem 19-jährigen Holländer).

Etwas anders als das letzte Mal funktioniert dieses Mal die Abwicklung des Verkaufs. Setzte Basic bei dem Verkauf seines Blogs noch auf eine Versteigerung mittels eBay (knapp € 50.000) wurden geboten, so sind Interessenten dieses Mal dazu aufgerufen, Angebote per E-Mail abzugeben. Wird man im Laufe der Auktion überboten, erhält man eine E-Mail-Benachrichtigung, um das Angebot nochmals nach oben korrigieren zu können. Mit dem Endpreis soll nicht nur die eigene Haushaltskasse aufgebessert werden, der Käufer hat zudem die Möglichkeit, bei Zuschlag als Sponsor von BUZZriders aufzutreten – einer Plattform, die es sich zum Ziel macht mithilfe “moderner Online-Werkzeuge das Internet “lokalisieren” und zu den Menschen bringen.” Als Bedingung für den Verkauf legte Basic fest, dass der Twitter-Account nach Übernahme umbenannt werden muss. Ebenso wie nach dem Blog-Verkauf steht Basic auch eine zeitlang noch für technische und inhaltliche Fragen zur Verfügung.

Twitter Account @robgreen

Rund zwei Wochen lief das Auktionsfenster nun. Gestern, punkt 12 Uhr, war das Ende der Aktion anberaumt. Doch der finale Verkauf wurde nun erstmal gleich wieder um eine Woche verschoben. Es hätte zwar Anfragen hinsichtlich dem Verkaufs des Accounts @robgreen gegeben, doch “haben mich weder die preislichen Vorstellungen noch die Informationsmodelle (mit welchen Informationen der Kanal bestückt werden soll) angesprochen”, so Basic.

Wie hoch die tatsächliche Verkaufssumme nun sein wird, bleibt abzuwarten. Ebenso wie die Frage, wieviele weitere Twitterati aus Protest aufhören, dem Account zu folgen. Kurz nach Bekanntwerden der Auktion fiel die Marke unter 4.770 Follower, derzeit steht sie bei 4.798. User protestieren, dass sie quasi “verkauft” werden, inwiefern es überhaupt Sinn macht, einen Twitter-Account zu verkaufen, der doch um eines persönlicher erscheinen mag als ein Blog, wird sich ebenfalls in der nächsten (??) Woche zeigen. Basic selbst zeigt sich trotz des sich hinauszögernden Verkaufs zufrieden: “Mehr Buzz hätte ich nicht haben können. Unter dem Strich war der Buzz mindestens genauso hoch wie damals zum verkauf des Basic Thinking Blogs. Ob ich nun den Account verkaufe oder nicht, spielt eine sekundäre Rolle.” Der Aufbau von Buzzriders hätte für ihn oberste Priorität. “Wenn Buzzriders bis 2014 seitens der deutschen Nutzerschaft als erste Anlaufstelle für “Lokales” wahrgenommen wird, habe ich mein Ziel erreicht.”

Bild- und Textquellen:
basicthinking. de
buzzriders.com
twitter.com
fliptheflop.com

eBay verkauft Skype

Wednesday, September 2nd, 2009

eBay und Skype gehen ab sofort wieder getrennte Wege. Hat das Auktionshaus nun doch gut 5 Jahre versucht die milliardenschwere Übernahme profitbringend einzubinden, gab man diese Vorhaben vor einiger Zeit auf und hat sich nun letztlich verlustreich getrennt.

Nachdem Skype sich zwar stetiger Beliebtheit erfreut, die meistgenutzten Features aber natürlich das kostenlose Telefonieren über das Internet bzw. das Chatten sind, fiel es bislang schwer den Service zu monetarisieren. Zwar gibt es einige kostenpflichtige Zusatzangebote wie die Möglichkeit ins Festnetz (Innland und Ausland) zu telefonieren und eine eigene Nummer (samt Mailbox) anzulegen, doch hat diese bislang die Massen eher unberührt gelassen.

Es bleibt abzuwarten was die Käufer, unter ihnen Netscape-Gründer Marc Andreessen, nun mit Skype anstellen werden. Die Erwartungen gehen dahin, dass die Entwicklung von Skype in Richtung “all in one” Kommunikationsplattform voran getrieben wird. Mit “Skype everywhere” schreibt sich das Unternehmen weiterhin selbst seit einiger Zeit die plattform- und locationunabhänige Nutzbarkeit ihrer Services auf die Flagge. Weiterentwicklungen von Skype für Mac, Android und andere Systeme unterstreichen dieses Vorhaben. Potential ist also durchaus vorhanden.

Die Loslösung von eBay und das damit verbundene Ende des Daseins als ungeliebtes Stiefkind stellt in meinen Augen einen gute Möglichkeit für Skype dar, sich fokusierter um innovative Weiterentwicklungen zu kümmern und die Vorreiterrolle in diesem Segment zu behaupten.

Schade nur, dass Skype nicht via Auktion auf eBay verkauft wurde… ;-)