Eine neue Studie von NM Incite offenbart einen statistischen Zusammenhang zwischen Social Buzz und den Einschaltquoten für TV-Shows.
Mit dem Aufstieg des Webs hat sich auch die Beziehung zum Fernsehen geändert. Längst wagen sich kaum mehr neue Shows und Serien auf den Fernsehschirm, ohne auch im Social Web vertreten zu sein. Auch an innovativen Verschränkungen zwischen Web und TV wird ständig gefeilt. So gehen diverse Talk-Formate auf die Reaktionen in sozialen Netzwerken ein. SuperRTL importierte zum Start der Musical-Serie Glee sogar Tweets in den Teletext , die mit einem Glee-Hashtag versehen waren. Ein Aufwand, der sich lohnen dürfte.
Studie über Social-Media-Buzz und Einschaltquoten
Laut einer aktuellen Studie von NM Incite, einem Tochterunternehmen von Nielsen und McKinsey, lässt sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Einschaltquoten und Social Buzz tatsächlich nachweisen. Für die Studie wurden 250 Fernsehprogramme und deren Buzz im Social Web analysiert. Dabei wurde nicht nur die Gesamtzahl der Messages über eine TV-Show gemessen, sondern unter anderem auch die Zahl der Autoren sowie die Unterschiede zwischen den jeweiligen Socia-Media-Plattformen. Die Ergebnisse, die Nielsen in seinem Blog veröffentlicht hat, bieten einige interessante Einblicke.
Buzz und Einschaltquoten hängen zusammen
Wenig überraschend tritt der Effekt bei jüngeren Zusehern am stärksten zutage. Konkret bedeutet das bei Menschen im Alter von 12-17 und 18-34 Jahren. Zudem ist die Korrelation bei Frauen ein wenig stärker als bei Männern. Bei Männern über 50 zeigt sich der schwächste Zusammenhang zwischen Buzz und Einschaltquoten. Das gilt vor allem in der Anfangsphase einer Serienstaffel. Gegen Ende diskutieren jedoch auch sie – wie alle anderen demographischen Gruppen – munter via Social Media über die TV-Serie.
Zusammenhang zu Beginn am stärksten
Bei den aktivsten Social-Media-Usern, den 18-34-jährigen, ist zu Staffelbeginn einer Show die Korrelation zwischen Social Buzz und Einschaltquoten am stärksten. Ein um 9 Prozent höherer Buzz in den Wochen vor der TV-Premiere bedeutet einen Anstieg von einem Prozent bei den Einschaltquoten. Im Laufe einer Staffel verschlechtert sich dieses Verhältnis auf 1:14, ist aber immer noch statistisch signifikant.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Geschlechter und Genres. Bei 18-34-jährigen Social-Media-Userinnen ist die Korrelation bei (wettbewerbsorientierten und nicht wettbewerbsorientierten) Reality-TV-Shows, Komödien und Dramen am deutlichsten. Bei Männern in dieser Altersgruppe ist sie bei wettbewerbsorientierten Realities (wie beispielsweise Casting-Shows) und Dramen am stärksten.
Bleibt abschließend noch die Henne-Ei-Frage: Erhöht Social Buzz die Einschaltquoten oder das ohnehin schon hohe Interesse an einer TV-Show den Buzz? Darauf kann eine Korrelationsstudie keine Antwort geben. Vermutlich ist bis zu einem gewissen Grad wohl beides der Fall.
Quellen:
http://blog.nielsen.com (inkl. Screenshot)
http://kress.de























