Schon seit einiger Zeit macht Augmented Reality von sich Reden. Doch der große Durchbruch steht erst bevor.

„Sind wir bald da?“ Dieser Satz steht während der Sommerferien Jahr für Jahr hoch im Kurs. Für Kinder sind lange Autofahrten eine Qual – kaum etwas scheint noch langweiliger zu sein, als eine halbe Ewigkeit auf dem Rücksitz eines Autos zu verbringen. Diese halbe Ewigkeit will Toyota nun mit seiner neuen iPhone-App „Backseat Driver“ verkürzen.
Die Funktionsweise ist einfach: Mittels GPS werden die Daten der Wegstrecke auf das iPhone übertragen und als halbfiktionale Cartoon-Autofahrt dargestellt. Die Kinder können sich ihr virtuelles Auto individuell anpassen, wenn sie genügend Punkte gesammelt haben – lange Autofahrten dürften dabei durchaus hilfreich sein:
„Backseat Driver“ ist Teil von Toyotas neuer Innovationsplattform „ToyToyota“, deren Ziel es sei, das „Toy“ in „Toyota“ zum Leben zu erwecken. Dabei ist ToyToyota nur ein Beispiel von vielen, das von der immer größer werdenden Bedeutung von Augmented Reality (AR) zeugt. „Bald geht nichts mehr ohne“, ist etwa marketing-blog.biz überzeugt: „Das ist kein Hype sondern ein begründeter, stabiler Trend. Gartner hat AR bereits 2008 zu den TOP 10 Technologien unserer Zeit gezählt.“
Neuen Auftrieb für diese Einschätzung bietet nun eine Studie der Marktforscher von Juniper Research: 11 Millionen AR-Apps wurden im vergangenen Jahr bereits heruntergeladen. Zudem sei das Interesse an Marken, die sich AR-Content bedienten, in der zweiten Hälfte 2010 dramatisch angestiegen. Und dieser Trend dürfte noch einige Zeit anhalten, wenn es nach der Einschätzung von Juniper Research geht: Für 2015 prognostizieren die Marktforscher, dass 1,4 Milliarden Augmented-Reality-Apps heruntergeladen werden; der Umsatz soll dann bei 1,5 Milliarden Dollar liegen.
Ein Player, der auch diesmal wieder ganz vorne mit dabei ist, ist Apple. Das geht aus Dokumenten des United States Patent and Trademark Office hervor, wie AppleInsider berichtet. Demnach arbeitet Apple an interaktiven AR-Anwendungen und transparenten Displays. Augmented Reality dürfte auch ein wesentlicher Mitgrund gewesen zu sein, das iPad 2 mit gleich zwei Videokameras auszustatten. Denn der große Durchbruch von AR-Anwendungen wird wohl nicht an Desktop-Rechnern zu erwarten sein, sondern bei bei Smatphones und Tablets.
Quellen:
http://www.digitalbuzzblog.com
http://www.marketing-blog.biz
http://juniperresearch.com
http://www.appleinsider.com
http://vimeo.com (Screenshot)























