Amazon vernetzt sich mit facebook

Wednesday, July 28th, 2010

Wir Frauen wissen es ja bereits länger – Social Shopping ist ein wichtiges Thema und groß im Kommen. Ob der Shoppingfeed der Freunde dank Blippy, Shopping à la Augmented Reality, und und und.

Jetzt erkennt auch Amazon die Attraktivität von Shopping 2.0 und erweitert seine Zusammenarbeit mit facebook. Via facebook Connect können nun Userprofile miteinander verbunden werden, auf Basis der facebook-Profilinfos erhält man nach dem Login bei Amazon Kaufempfehlungen. Je nachdem welche Fanpages man also auf facebook mag, werden dementsprechend Filme, Musiktitel, Bücher und Co. vorgestellt bzw. abgestimmt auf den Geburtstagskalender der Freunde auch Geschenkvorschläge erstellt.

Interessant zu wissen ist hier natürlich auch, dass Amazon nach der Verknüpfung mit dem facebook Profil auch die Interessen und Fanpages von Freunden durchsucht und auf Basis dieser Daten ebendiese Geschenkvorschläge erstellt. Weiters erstellt Amazon Listen beliebter Produkte im Freundeskreis.


amazonundfacebook


Amazon will mit dieser Zusammenarbeit das Kauferlebnis für den Kunden verbessern und die Interaktion mit der Community forcieren: “Improve your Amazon shopping experience by tapping into your Facebook network”, so der Online-Händler. Derzeit zwar noch im Beta-Stadium, können Amazon-User mit einem simplen Klick ihr facebook-Profil verknüpfen.

Einerseits zwar tolle Möglichkeiten und gewiss interessante Neuentdeckungen die sich hier finden lassen, andererseits bietet diese Zusammenschluss auch ein gefundenes Fressen für Verfechter des Datenschutzes. Amazon verspricht zwar absolute Diskretion in puncto persönlicher Daten und somit keine Weiterleitung des Kaufverhaltens an facebook sowie keine Kontaktaufnahme mit facebook-Freunden, inwieweit diese Aussagen jedoch zuverlässig sind, ist noch offen.

Bild- und Textquellen:
ReadWriteWeb
pressetext.at

Social Media and its new appearance

Tuesday, May 11th, 2010

Die Waschmaschine ist hinüber, man möchte seine Wohnung über den Sommer vermieten oder man sucht einen guten Chemie-Nachhilfelehrer. Das alles hat man auf Facebook und Konsorten bereits so oder so ähnlich gelesen. So richtig bereit ist man für solche Vermittlungen auf den Media noch nicht gewesen. Teils wurde es von den Usern als lästig empfunden, (groß-)teils wurden sie nicht von den Angeboten angesprochen. Nun kam die Idee auf, dieses Flohmarkt-Prinzip doch professionell aufzuziehen und dadurch in den Netzwerken einen großen Social Value zu generieren.

Neighbourgoods war bereits ein Vorreiter, nun ist auch frents.com online gegangen.

Der Grundgedanken von Nachbarschaftshilfe wird hierbei zum Vorbild genommen. Da Online-Nachbarschaft unbegrenzt möglich ist, sprich jeder User ist jedes Users Nachbar, kann Nutzen maximiert werden. Inspiriert durch Craiglist, Freecycle und ebay wurde nun das Konstrukt Social Media meets Marktplatz entworfen. Menschen sollen sich verbinden und ihre Sachen zu Schau stellen, empfehlen, verleihen oder verkaufen. Durch das Haut(gesprächs)thema “Besitz von Gegenständen” soll die Interaktion der User funktionieren. Eine Google-Map zeigt an, wo welche Gegenstände in der Umgebung von Nutzern hervorgehoben werden.

War bisher nur der Verleih von Gegenständen in dieser Form möglich (siehe Neighbourgoods, drivemycar, relayrides), geht Frents sogar noch einen Schritt weiter und ermöglicht Verleih und Verkauf sowie die effektive Möglichkeit des Geld-Verdienens. Im Sinne der User und im Sinne der Selbstfinanzierung, denn bei jedem Geldfluss, fällt Provision an die Macher ab, was den langfristigen Fortbestand von frents garantieren soll. Durch die Argumentation, man bringe Menschen durch Dinge zusammen, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche. Man befriedigt den (bei den Usern mehr als deutlich vorhandenen) Reiz neue Leute via Plattformen kennen zu lernen und im selben Moment schafft man einen greifbaren Mehrwert durch den Service des Angebot-Nachfrage-Spiels. Sprich: Hier sind Leute wirklich interessiert, Angebot zu lesen, Dinge zu erwerben oder zu borgen und de facto Hilfe anzubieten oder anzunehmen, was dann in networken resultiert.

Gelingen kann dieses Vorhaben durch Connect zu Facebook und auch zu anderen Marktplatz-Plattformen wie Amazon. Auf der einen Seite kann man sich über Facebook auf der Seite einloggen, zum anderen kann man Produkte von Amazon ebenfalls direkt platzieren. Das schafft Komfort und eine breite Spanne an Möglichkeiten für private Nutzer. Jedoch nicht nur für private. Frents bringt auch die gewerblichen Anbieter ins Bild, die Vermietung im Sinne der Kerngeschäftstätigkeit machen. Einfachstes Beispiel: Rent-a-Car Unternehmen.

Durch die Übermacht etablierter „einfacher“ Netzwerke, allen voran Facebook, darf der Erfolg solcher Newcomer interessiert beobachtet werden. Die Grundidee und das durchgängige Konzept (also das angestrebt einfache Handling der Seite für User kombiniert mit der Funktion des Vernetzens mit anderen Social Media und Marktplätzen) dahinter sind bereits einwandfrei. Doch wer weiß ob das im „Morgen“ des Web2.0 denn nicht schon bald wieder Geschichte ist.

Gefunden auf:
best-practise-business
redwriteweb
netzwertig
Neighbourgoods war bereits ein Vorreiter, nun ist auch frents.com

Produkte empfehlen für den guten Zweck

Wednesday, April 21st, 2010

Persönliche Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis sind weltweit die glaubwürdigste Art der Werbung überhaupt. Nicht erst seit dieser Erkenntnis von Nielsen legen Unternehmen großen Wert darauf, was über sie und insbesondere auch ihre Produkte gesprochen wird. Das gilt natürlich auch für Online-Medien und Social Media im speziellen: Laut einer Studie von Publicis geben 46% der Befragten an, dass sie ihren Freunden via facebook ein Produkt empfehlen würden oder zumindest darüber diskutieren. Immerhin 44% haben das auch bereits auf twitter getan.

Heutzutage ist das genaue “Hinhören” in der Off- und Online-Welt somit gleichermaßen von Bedeutung. Das Beobachten von Amazon-Rezensionen ist zumindest in einigen Branchen schon Standard. Der Nachteil für den Konsumenten ist allerdings, dass es zunehmend schwieriger wird, die Glaubwürdigkeit einzuschätzen – denn viele Unternehmen haben erkannt, wie sich die Produktbewertungen zu ihren Gunsten beeinflussen lassen und geben bezahlte Rezensionen in Auftrag.

Genau hier setzt Rec.fm an: Diese Plattform ermöglicht es, kurze Produktbewertungen abzugeben und via bekannter Social Networks an seine Freunde und Followers zu kommunizieren. Diese können über einen Link das Produkt direkt können und sogleich einen guten Zweck unterstützen. Das funktioniert erstaunlich einfach in nur drei bzw. vier Schritten: Man wählt zunächst ein Produkt aus, das man empfehlen möchte. Dabei wird auf die Amazon.com Datenbank zurückgegriffen, entsprechend groß ist also die Chance, dass hier auch Nischenprodukte gefunden werden können. Anschließend hat man – wie bei twitter – 140 Zeichen zur Verfügung, um zu erklären, weshalb man das Produkt empfiehlt. Anschließend loggt man sich via OAuth bzw. facebook Connect auf twitter oder facebook ein und postet eine automatisch generierte Nachricht, die auch einen verkürzten Link zur Produktempfehlung und somit zu Rec.fm beinhaltet. Entscheidet sich nun jemand aufgrund meiner Empfehlung das Produkt zu kaufen, geht ein gewisser Prozentsatz des Verkaufserlös an eine Hilfs- bzw. Charity-Organisation meiner (eingeschränkten) Wahl.  Ich habe das gleich getestet und das Album “Tourist History” von Two Door Cinema Club empfohlen:

Rec.fm - Tweet

Rec.fm - Produktempfehlung

Meiner Meinung nach wird durch diese Art der (Online-)Empfehlung deren Glaubwürdigkeit erhöht, weil dabei auf transparente Weise sichergestellt wird, dass nicht ich es bin, der durch eine positive Rezension profitiert, sondern eine wohltätige Organisation. In letzter Zeit wurde Bloggern nämlich vermehrt vorgeworfen, sogenannte Affiliate-Links in ihren (unabhängigen?) Beiträgen zu setzen und somit finanziell an allfälligen Verkaufserlösen mitzuschneiden. Wie man jedoch auch auf den ersten Blick sieht, ist Rec.fm (noch) eine rein amerikanische Plattform und die Auswahl an unterstütztungswürdigen Organisationen sehr bescheiden. Zudem müsste man hierzulande derzeit auch über den US-Store von Amazon einkaufen. Dennoch besitzt Rec.fm einige sehr interessante Ansatzpunkte und es würde mich nicht wundern, wenn diese oder ähnliche Plattformen auch in Europa um Produktempfehlungen der User rittern.

Quelle:
mashable.com