Wieder da: als Mama im Job

Da sitz ich also und werde bald wieder das Legohaus und die Puppenküche und die Spielplatzausflüge gegen Customer Experience Projekte, Qualitätsmanagement Einsätze und PR Pläne tauschen. Oder auch einfach nur ergänzen :) Denn jetzt bin ich Mama und buzzistin!

Diese zwei Kinder in den letzten 3 Jahren bei ihrem Wachsen und Entwickeln zu begleiten, war einer der intensivsten “Ausbildung“ in meinem Leben – und sie geht noch weiter, ohne Pause.

Meine Kinder waren manchmal ganz schön strenge Lehrer, ließen mir keine Pause, forderten immer wieder eine Wiederholung, egal ob Tag oder Nacht. Aber ich bin ihnen dankbar für ihre Konsequenz, denn das konnte ich bisher lernen und bring ich nun mit an meinen Arbeitsplatz:

  • Raus aus der Komfortzone: Lauthals Kinderlieder singend und mit einer Tochter im Piratenkostüm wandern wir ins Geschäft zum Einkaufen. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht so der extrovertierte Mensch bin. Aber mit Kindern macht und erlebt man Dinge, die man vorher noch nie versucht hat – und das macht stolz und glücklich.
  • Priorisieren: Und zwar wirklich! Denn Kinder kennen keine Gnade. Was einem wirklich wichtig ist oder unbedingt getan werden muss, macht man am besten genau jetzt. Weil ein später gibt’s vielleicht nicht, denn da muss dann schon wieder eine Windel gewechselt oder ein umgestürzter Turm repariert werden.
  • Seine Grenzen erkennen und verteidigen: Kinder erkennen schnell wo Grenzen sind und versuchen sie zu durchbrechen. Dann muss man sich die Frage stellen: Ist mir diese Grenze wirklich wichtig? Will ich, dass sie eingehalten wird, kämpfe ich dafür? Und dann heißt es konsequent „nein“ sagen und dazu stehen. Kostet Kraft, bringt aber auf lange Sicht Erfolg.
  • Den Moment genießen: Die schönen Momente im Leben entstehen meist spontan und lassen sich nicht mehr wiederholen. So auch die ersten Schritte, das erste Mal selber die Schuhe anziehen und das erste Mal alleine eine Blume gießen. Diese Momente zu beobachten und sich zu freuen braucht Ruhe – sonst sind sie weg und vorbei.
  • Seine Schwächen kennen und damit umgehen: Kinder haben eine Spürnase für die Schwächen der Mama! Sie kann nicht „Nein“ sagen? Sie will 5 Dinge auf einmal machen? Das fordern wir heraus! So muss man sich seinen Stärken stellen und zugeben, dass man auch mal Hilfe braucht.
  • Gesunder Egoismus: Sich me-time zu verschaffen, wird mit Kindern schwer, sehr schwer aber essentiell. Weiterhin einem Hobby nachgehen, Kontakte pflegen, Yogastunden besuchen. Die Kinder auch mal abgeben ohne die Zeit zum Einkaufen, Putzen oder Kochen zu verwenden, sondern einfach nur auf sich selbst konzentrieren. Das darf und muss sein.