Richard Gutjahr bei blog n’BUZZ – Finale: Vermarktung von Blogs

Beim ambuzzador blog n’BUZZ Finale dieses Jahres sprach der deutsche Journalist & Blogger Richard Gutjahr am Dienstag im l’Office Wien über erfolgreiche Finanzierungsmöglichkeiten für Blogs.

Für die Story brennen und authentisch sein

Am Dienstagabend gab Richard Gutjahr bei blog n’BUZZ Tipps und Tricks für das erfolgreiche Geldverdienen mit dem Bloggen. Der deutsche Journalist, TV-Moderator und Blogger sieht dafür so gute Erfolgschancen wie noch nie. Seine Empfehlung an die anwesenden BloggerInnen ist, sich eine Nische zu suchen und mutig neue Themen aufzugreifen. Sein Erfolgsgeheimnis: Wer für seine Themen brennt wird auch gute Stories liefern und sich vor allem dank Social Media einen Ruf erarbeiten, der sich später auch finanziell lohnt. 2010 wurde Gutjahr einer breiten Öffentlichkeit als weltweit erster iPad-Käufer bekannt. Für ihn bedeutete die Aktion ein „Markenerwachen“, denn er stellte fest, dass er einen Vertriebskanal auch abseits klassischer Medien aufbauen kann.

Keine Kostenloskultur durch Micro Payment

Seinen Blog www.gutjahr.biz vermarktet Gutjahr heute über einen jährlichen Hauptsponsor sowie Affiliate-Links, während er auf Google AdSense vollständig verzichtet. Zunehmend relevanter wird für ihn das Micropayment-Modell „LaterPay“. Als weltweit erster Blogger setzt er die Bezahltechnologie des gleichnamigen Münchner Startups ein. Bei LaterPay reicht ein Klick auf „ja, ich zahle später“ erstmal aus. Der Leser kann dann später gesammelt für seinen Konsum bezahlen. Gutjahr verwendete den Service bereits bei zwölf Blogposts und verdiente damit in den ersten sechs Monaten insgesamt 1.200 Euro – immerhin knapp 100 Euro pro Artikel. Sein Fazit: „Mit Micropayment lässt sich durchaus Geld verdienen. Entgegen aller Behauptungen zahlen die Menschen auch im Internet für gute Inhalte! Es fehlte bisher nur an einer entsprechend komfortablen Bezahlmethode.“

Disruptive Kraft des Social Webs

Mit Richard Gutjahr konnten wir einen digitalen Pionier nach Wien holen. Er nutzt erfolgreich die disruptive Kraft des Social Webs und das bei schwierigsten Ausgangsvoraussetzungen für journalistische Medien. Im Journalismus zeigt sich deutlich, dass aufgrund der digitalen Technologie alte Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren und die neuen noch nicht. Dieser dynamische Prozess erfasst heute annähernd alle Branchen und umso wichtiger wird es für Unternehmen, sich zum Social Business weiterzuentwickeln, um offen und partizipativ Impulse von außen und innen aufnehmen zu können. Das birgt im Gegenzug dafür aber neue Dimensionen an Innovation, Kreativität und Vernetzung, kurz gesagt: Business!

Lesetipps: