Mit Pinterest scheint die Social-Media-Welt anno 2012 ihren ersten großen Hype zu erleben. Doch die Fakten sprechen für einen nachhaltigen Erfolg.
Mit rund 12 Millionen User fristet Pinterest derzeit zwar noch ein Nischendasein, doch der Trend ist nicht zu übersehen: Mit Riesenschritten eilt der Social Catalog Service in den Blickpunkt der Social-Media-Sphäre. Der Hype rund um die Online-Pinnwand kommt jedoch nicht von ungefähr, sondern hat gute Gründe.
Brands entdecken Pinterest
Schon jetzt haben mehr als 100 Brands Pinterest für sich entdeckt, darunter Lindt Schokolade, die Sesamstraße, Newsweek, das Time Magazine, The Wall Street Journal und die UNICEF. Gleichzeitig erscheinen im Web täglich neue Artikel und Blogposts, wie man Pinterest nützen kann: „Content-Optimierung für Pinterest“, „Teilnehmen an Pinterest als Brand-Kurator“ oder „Überlisten Sie Ihre Pinterest-Boards mit diesem einfachen Trick“. Doch woher kommt das (P)Interesse an einem Unternehmen mit gerade einmal 16 Mitarbeitern?
User-Explosion 2012
Der Hauptgrund, weshalb Pinterest derzeit heißdiskutiert wird, ist simpel: Eine wahre Explosion an Zugriffen. Seit Anfang 2012 haben sich die täglichen Zugriffe um mehr als 145 Prozent gesteigert – trotz Einladungssystem. So beeindruckend diese Zahl auch ist: Einen nachhaltigen Erfolg muss sie noch nicht bedeuten. Doch auch hinter der Oberfläche spricht einiges dafür, dass hinter Pinterest mehr steht als bloß ein kurzfristiger Hype:
- Pinterest hat schneller als jede andere unabhängige Website 10 Millionen Unique Visitors in den USA erreicht
- Von allen Pinterest-Nutzern sind 9 Millionen mit Facebook verbunden. Ein Fünftel dieser User besucht Pinterest täglich (2 Millionen)
- Pinterest ist weiblich – 97 Prozent aller Facebook-Likes für Pinterest kommen von Frauen
Und was vielleicht am meisten für Pinterest spricht:
- Pinterest generiert mehr Traffic zu Websites als YouTube, Google+ und LinkedIn zusammen
Wird Pinterest Twitter überholen?
Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass die Erwartungen an Pinterest hoch sind. In einem Blogpost vermutet Socialmediatoday-Autor Adrian Johnson, dass der Social Catalog sogar Twitter in den Schatten stellen könnte. Neben der einfachen und intuitiven Bedienung führt Johnson unter anderem die „Meinungs-Freiheit“ an, die Pinterest für viele Leute attraktiv macht: „Man braucht keine Meinung, um zu pinnen. Ich kenne eine Menge intelligenter Menschen, die bei Twitter deswegen nicht einsteigen, weil sie denken, sie hätten nicht genügend interessante Gedanken und Meinungen.“ Als weiterer Argument führt er unter anderem demografische Gründe ins Treffen. Pinterest-User seien keine technisch versierten Early Adopters, so Adrian Johnson. Pinterest-User „sind einfach normale Menschen“.
Natürlich sind Prognosen schwierig – vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Ein Blick auf Google Trends sagt manchmal jedoch mehr als tausend Worte:
Quellen:
http://mashable.com
http://socialmediatoday.com
http://pinterest.com (Screenshot)
http://www.google.at/trends (Screenshot)



