Die Facebook-Seite von Obermutten GR in der Schweiz wächst stündlich. Das Erfolgsrezept: Wer auf den Like-Button drückt, kommt auf die Dorf-Anschlagwand.
Beispiele für gelungenes Social Branding gibt es viele. Jene von Obermutten GR gehört sicherlich zu den charmantesten. Vor allem liegt das am Betreiber selbst. Obermutten GR ist ein Ortsteil der Schweizer Gemeinde Mutten, Kanton Graubünden, die mit etwas über 80 Einwohnern sicherlich nicht zu den großen Playern im Touristikbereich zählt. Umso bemerkenswerter die Idee, mit der Obermutten GR derzeit von sich reden macht.
Seit ein paar Tagen hat das auf 1.395 m Seehöhe gelegene Dorf eine eigene Facebook-Seite. Das ist an sich noch nicht ungewöhnlich. Brillant ist hingegen die Art und Weise, wie Obermutten GR für seine Fanpage wirbt. Und die lässt sich mit einem Satz zusammenfassen: „Wer auf den Like-Button drückt, kommt auf die Dorf-Anschlagwand“.
Facebook-Seite wächst stündlich
Innerhalb von 30 Stunden hatte Obermutten GR so viele Likes wie Einwohner. Mittlerweile haben über 1.600 User den „Gefällt mir“-Button gedrückt. Stündlich werden es mehr. Damit hat das kleine Dorf bereits vier Tage nach dem Launch seiner Facebook-Seite mehr als zwanzig Mal so viele Fans als Einwohner.
Die Aktion wird zudem mit einer Reihe von YouTube-Videos begleitet. Hier stellt der Ortsvorstand die – damals noch leere – Anschlagwand vor, die für die Obermutten-Fans reserviert ist:
Doch das ist noch nicht alles. Um die digitalen Fans auch wirklich in das Dorf zu locken, winkt Real-Besuchern noch ein zusätzlicher Preis: „Machen Sie ein Foto von sich neben Ihrem Bild an unserer Anschlagwand. Wenn Sie die Foto auf unsere Facebook-Website stellen, spendieren wir Ihnen ein Kaltgetränk nach Wahl im Hotel Restaurant Post!“
Anschlagtafel bereits voll
Der Erfolg hat die Obermuttener sichtlich überrascht. Die neuen Fotos aufzuhängen sei eine „Heidenarbeit“ gewesen, heißt es auf der Facebook-Seite. „Aber wir haben es gerne gemacht. Sie können sich jetzt entdecken und vielleicht sogar markieren.“ Nun muss bereits eine Scheunenwand für die Facebook-Ausdrucke herhalten. Die Anschlagtafel ist bereits voll.
Kein Wunder, sind doch mittlerweile auch schon klassische Medien auf den Zug aufgesprungen. „Heute hat das Tessiner Fernsehen einen Bericht über Obermutten gebracht“, vermeldeten die Betreiber der Facebook-Seite sichtlich stolz: „Wir sind im Fernsehen!“
Quellen:
;http://www.suedostschweiz.ch
http://allfacebook.de
http://www.drs.ch
https://www.facebook.com/obermutten
Tags: facebook, Schweiz, tourismus - Gepostet von Rafael Buchegger
























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