Renault erprobt den Messestand der Zukunft: Mit einem digitalen Pass konnten dieses Jahr Besucher der größten niederländischen Autoshow Renault-Modelle direkt auf ihre Facebook-Pinnwand posten.

Eigentlich ist die Amsterdamer AutoRAI eine ganz normale Automesse. Von ihrer Bedeutung her ist sie nichts Besonderes, nicht zu vergleichen mit der internationalen Automobilausstellung in Genf, dem Pariser Autosalon oder der Detroit Auto Show. Trotzdem konnte bei der AutoRAI im April dieses Jahres ein kleines Detail bewundert werden, das sich als zukunftsweisend erweisend könnte – nicht für den Autosektor, sondern für das Marketing von Ausstellungen, Museen oder touristischen Zielen. Zu verdanken ist dies allerdings nicht der Autoshow selbst, sondern einem Aussteller.
Renault hat sich für seinen Messestand etwas einfallen lassen, das bei größeren Messen bald zur Standardausstattung gehören könnte: Ein RFID-System. Hinter dem kryptischen Akronym RFID verbergen sich die Wörter „radio-frequency identification“, was so viel wie „Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen“ bedeutet. Mit einem Transponder und einem Lesegerät lassen sich damit Gegenstände bzw. Lebewesen spielend leicht identifizieren und lokalisieren. Der Transponder war in diesem Fall eine Karte, die Besuchern des Renault-Messestands gratis ausgehändigt wurde. Das Lesegerät befand sich in kleinen Säulen, die der französische Autohersteller vor jedem seiner ausgestellten Autos platzierte.
Diese aufwändig klingende Maßnahme hatte einen guten Grund: Das RFID-System stand nämlich in Verbindung mit Facebook. Mit ihrer „RFID Facebook card“ konnten sich die Besucher bei Facebook einloggen; hielten sie danach die Karte vor die Säule eines Autos, postete das RFID-System den Wagen unverzüglich auf ihre Pinnwand.
Natürlich lässt sich kritisch einwenden, dass der Aufwand für Besucher, sich wegen eines einzelnen Ausstellers bei Facebook einzuloggen, etwas hoch ist. Als umfassendes System für ein gesamtes Messeareal wären die Vorzüge des RFID-Systems für Aussteller wie Veranstalter jedoch umwerfend – vor allem wenn es sich um eine Messe mit 250.000 Besuchern wie die Amsterdamer AutoRAI handelt.
Ganz neu ist die Idee übrigens nicht: Bereits im vergangenen Jahr erprobte Coca Cola ein mit Facebook verknüpftes RFID-System in seinem israelischen Feriendorf „Coca Cola Village“. Bloß 650 Teenagern gelang es dabei, an einem einzigen Tag über 35.000 Facebook-Posts zu generierten.
Quellen:
http://www.cherryflava.com
http://www.youtube.com (Screenshot)
Tags: AutoRAI, facebook, Renault, RFID - Gepostet von Rafael Buchegger























Ist eigentlich ne klasse Idee. Die Leute können ihren Freunden zeigen das sie auf der Messe waren und das sie ein Modell von Renault gut finden…
Aber bestimmt teuer
[...] hier den Originalbeitrag weiterlesen: Renault fusioniert Messestand mit Facebook-Wand | ambuzzador [...]