Nach dem Riesenerfolg von Groupon startet nun auch Google sein eigenes Rabatt-Service. Ob mit „Google Offers“ die Konkurrenz von Facebook in Schach gehalten werden kann, ist allerdings fraglich.

Der Erfolg von Groupon ist schon erstaunlich: Während bei vielbesuchten Plattformen wie YouTube oder Twitter nach wie vor daran getüftelt wird, die riesigen Userzahlen zu Geld zu machen, scheint der kommerzielle Siegeszug des erst Ende 2008 gegründete Rabatt-Dienstes unaufhaltsam zu sein.
Groupons jüngster Erfolg: Ein Deal mit dem US-amerikanischen Lebensmittelhersteller General Mills, der den Usern in San Francisco und Minneapolis angeboten wurde. Die offerierte Probesendung enthält General-Mills-Produkte im Wert von 40 Dollar, inklusive Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie eines Gutscheinheftes. Der Preis: 20 Dollar. Der Andrang der Konsumenten war dementsprechend groß; in Minneapolis etwa waren sämtliche Groupons bereits um drei Uhr nachmittags ausverkauft. General Mills erhofft sich dadurch eine Stärkung seiner Marke.
Kein Wunder, dass angesichts einer solchen Erfolgstory die großen Player des Web 2.0 nicht lange tatenlos zusehen wollen. Nachdem Google zuletzt vor allem mit – zumindest aus der Sicht von Börsianern – schwachen Quartalszahlen für Schlagzeilen sorgte, gerät der Suchmaschinen-Riese langsam unter Zugzwang. Nun soll ein Groupon-Klon die Kassen zum Klingeln bringen.
„Google Offers“ heißt der neue Dienst, der soeben ans Netz ging. Das Konzept dahinter ist wohlbekannt: Via E-Mail werden die Nutzer über den – ortsbezogenen – „Deal des Tages“ informiert. Darauf haben sie die Möglichkeit, innerhalb einer begrenzten Zeit das rabattreduzierte Angebot anzunehmen. Wenn sich genügend User melden, kommt es zum Geschäftsabschluss. Derzeit ist Google Offers noch in der Betaphase und damit nur für User aus einigen ausgewählten Regionen der USA nutzbar. Ein nettes kleines Imagevideo im Stil eines Kinderliedes soll aber schon jetzt Geschmack auf mehr machen:
Auf allzu lange Zeit sollte der Konzern die Einführungsphase von Google Offers jedoch wohl besser nicht ausdehnen. Mit Facebook Deals ist Googles Hauptkonkurrent nämlich abermals um eine Nasenlänge voraus. Der Vorteil, den Facebook am Geschäftsfeld des Social Buyings genießt, ist allerdings nicht nur zeitlicher Natur, denn im Gegensatz zu Google ist Facebook ja bereits ein Social Network – was die Aufgabe wohl gehörig erleichtern dürfte. Zudem versteht es Facebook geschickt, seine User an sich zu binden: Sollte es tatsächlich gelingen, der Plattform-Währung Facebook Credits zum Durchbruch zu verhelfen, wird es Google nicht leicht haben.
Dass einige Experten bereits davon sprechen, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, bis mehr Geschäfte auf Facebook als auf Amazon abgewickelt werden, dürfte die angespannte Situation in Mountain View wohl nicht gerade entschärfen.
Quellen:
http://mashable.com
http://www.adweek.com
http://t3n.de
Tags: facebook deals, Google Offers, Groupon - Gepostet von Rafael Buchegger






















