MQ – MuseumsQuartierWien @ facebook

Als Geschäftsführerin von ambuzzador und als Social Media Beratung des MQ Wien ist es an der Zeit, zur offiziellen facebook Fanpage des MQ Stellung zu nehmen: denn was rund um die Übertragung der facebook Page kommunikativ lanciert wurde, schürt dermaßen viele absurde Behauptungen und Verwirrung unter selbst ernannten Social Media Experten und solchen, die es noch werden wollen, dass ich die reinen Tatsachen nochmal zusammen fassen will:

1. Seit 2009 wurde im Namen des MQ eine facebook Fanpage betrieben (mit den Kennzeichen des MQ – Logo und url), dessen Betreiber per Definition auf facebook nicht sichtbar und auch via facebook nicht kontaktierbar ist. Die Institution und Marke MQ (und nicht der Betreiber) schaffte es so bis 31.3.2011 knapp 25.000 Fans für sich zu gewinnen.

2. Das MQ Wien hat sich Anfang 2011 entschlossen, selbst auf facebook aktiv zu werden und eine nachhaltige Strategie erarbeitet, um den Kunst- und Kulturraum MQ Wien auch auf facebook erlebbar zu machen.

3. Der nächste logische Schritt war die Kontaktaufnahme mit dem Betreiber der inoffiziellen Seite, die sich als offizielle Seite ausgab – was nur mittels eines Postings möglich ist, auf das sich der Betreiber auch meldete. Nach ein paar Mails hin und her einigte man sich rund um die  Übernahme (siehe in der Stellungnahme des MQ).

4. Technisch verlief die Übertragung gemäß facebook Richtlinien: Eröffnung einer neuen offiziellen Page, Schließung der inoffiziellenPage (es wurden keine Inhalte übernommen), Übertragung der Fans – schließlich waren und sind diese Fans des MQ und nicht des anonymen Betreibers!

5. Dann wird es skurril: der Ex-Betreiber überlegt es sich anders, löscht seine versöhnlichen Postings wieder von der facebook Page und lässt sich eine ots Meldung sponsern.

Jetzt werden leider viele Dinge vermischt, denn unterm Strich ist und bleibt es nichts anderes als ein Übertragung der Moderation der vermeintlich offiziellen MQ Page an die Inhaber der Markenrechte. Und um ein scheinbares Missverständnis so mancher Social Media “Experten” auf der facebook Page zu klären: als Betreiber einer facebook Page hat man keinen Zugriff auf irgendwelche Userdaten. Die Fans sind freiwillig Fans, entscheiden Posting für Posting ob sie das weiterhin sein wollen und sind damit Gradmesser für die Betreiber einer facebook Page.

In Social Media gelten die selben Regeln wie im “echten Leben” – der Diskurs wird auch hier idealerweise fair, transparent und respektvoll geführt. Genau das vermisse ich in der momentanen Diskussion von einzelnen “Fans” des MQ. Schade, dass so mancheR mit der Transparenz des MQ Wien nicht umgehen kann und will. Für Social Media Pioniere, die sich auch wiederholt zu Wort gemeldet haben, scheint der Fall klar, so auch für mich.

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Tags: , - Gepostet von Sabine Hoffmann

9 Responses to “MQ – MuseumsQuartierWien @ facebook”

  1. Mike Patzig says:

    Liebe Frau Hoffmann, liebes MQ,

    ich sehe ein und verstehe, dass das MQ die vermeintlich offizielle Fanseite selbst betreiben will. Ich denke, dass das die meisten Kritiker auch so sehen. Aber wie – schwuppdiwupp – alle 25.000 Likes übernommen wurden, das stößt auf.

    Was ebenfalls aufstößt, ist die mangelnde Anerkennung für die Leistung von Herrn Lammer. Schließlich hat er die letzten 2 Jahre, wenn auch nicht ganz rechtens, so doch pro MQ agiert. Es mag sein, dass er mit der vermeintlich offiziellen MQ-Seite gegen die AGBs von Facebook verstoßen hat. Sicher ist jedoch, dass er für das MQ einen Nutzen geschaffen hat, während das MQ diese Zeit social-media-mäßig verschlafen und diesbezüglich selbst nichts auf die Beine gestellt hat.

    Mit dem (verbalen) Finger auf andere zu zeigen, um von den eigenen Fehlern abzulenken, ist nicht unbedingt die feine Art, die man sich von einer Marke und Institution MQ erwarten würde. Das trifft auch darauf zu, Kommentare von der Pinnwand einer offenen Diskussionsplattform zu löschen oder Kommentatoren abfällig als selbst ernannten Social Media Experten zu kategorisieren.

    Es wäre fair gewesen, eine neue und offizielle MQ-Seite einzurichten, auf der vermeintlich offiziellen Seite einen Hinweis zu hinterlassen, die neue, offizielle Seite zu “liken” und die Pinnwand der Lammer-MQ-Seite zu sperren.
    Wenn Sie so sicher sind, wie unter 1. beschrieben, dass es nicht der Betreiber, sondern die Marke und die Institution MQ geschafft hat, die 25.000 Fans zu gewinnen, dann wäre es leichtes gewesen alle 25.000 Fans auf die neue, offizielle Seite zu “transferieren”. Zumindest hätten so die Fans frei wählen können …

    Ich bin definitiv kein Social Media Experte. Aber ein Social Media Experte sollte es dann doch wissen, dass Fanseiten auf Facebook, eine Eigendynamik entwickeln können, die vom eigentlichen Sinn und Zweck der Seite abweicht, nämlich wie aktuell zu beobachten ein negatives, statt ein positives Image schafft.

    Ach ja, was ich auch noch loswerden wollte: Es ist ein Scharren, den Betreiber einer Seite über Facebook nicht erreichen zu können.

  2. Nassi says:

    @mike patzig. tolles kommentar. sie haben den nagel auf den kopf getroffen.

  3. Gerhard Kittel says:

    Scheinheiliger gehts net. Sie reden von Fairness, Respekt und Transparenz?

    Ihr habt es vergeigt und zwar vollständig.

  4. Vielen Dank für die zahlreichen konstruktiven Inputs, die wir heute bekommen haben. Aus diesem Anlass liegt mir ein Nachtrag zu meinem Blogpost am Herzen: ich anerkenne, dass es in der aktuellen Diskussion zwei sehr unterschiedliche Positionen rund um die Übertragung von facebook Pages gibt, wobei beide Seiten von ihrer Position jeweils sehr überzeugt sind.

    Für mich stellen sich diese beiden Positionen wie folgt dar:

    Seite A: der Aufbau einer facebook Seite im Namen einer Marke ist Usus und dem Betreiber der Seite steht in jedem Fall (monetäre) Anerkennung für seine Leistung zu, sofern diese der Marke zuträglich war.

    Seite B: die Fans einer Marke sind eben die Fans jener Marke und nicht des Betreibers und eine Übertragung zu Gunsten des Inhabers der Marke gemäß Recht und facebook Richtlinien ist selbstverständlich jederzeit möglich. Die Vorleistung des Betreibers wird selbstverständlich anerkannt, allerdings nicht monetär.

    In beiden Fällen ist es für mich klar, dass der Betreiber einer Seite Vorleistung erbracht hat und für diese auch entsprechend entschädigt wird – ob dabei aber Geld fließen muss das ist meiner Meinung nicht so klar.

    Ich nehme den Titel “selbsternannte Social Media Experten” zurück und schlage vor, wir führen die Diskussion der offensichtlich ungeklärten Sachlage inhaltlich und sachlich. Dazu schlage ich eine Art Podiumsdiskussion zum Thema vor: wir als ambuzzador werden den Rahmen dafür bereit stellen.

  5. [...] ist die eine Sache. Insofern hat auch die handelnde und ich hoffe beratende Agentur recht wenn sie unter anderem meint: In Social Media gelten die selben Regeln wie im “echten Leben” – der Diskurs wird auch [...]

  6. es geht doch nur darum um 2000 euro aufmerksamkeit zu erregen fuer die betroffenen ? wenn man die bezahlt ist alles wiede r ok – oder sehe ich das falsch ?

  7. [...] ich heute Morgen 2 Posting + Posting gelesen habe, wollte ich die Ereignisse rund um den Übergang der inoffiziellen Fanpage des MQ zur [...]

  8. [...] ich heute Morgen 2 Posting + Posting gelesen habe, wollte ich die Ereignisse rund um den Übergang der inoffiziellen Fanpage des MQ zur [...]

  9. [...] Mitteilung von der Agentur (Sonntag Nacht) im Nachhinein bearbeitet wurde, aber hier die aktuelle Version. Beim Lesen dieser Stellungnahme bzw. der Timeline/Erklärung des MQ Page wird eines ersichtlich: [...]





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