Ein “Like” ist mehr wert als ein Tweet

Ein Facebook-Like bringt 54 US-Cent mehr ein als ein Tweet – zumindest, wenn es um den Verkauf von Tickets geht. Der Grund: Facebook spiegelt reale Beziehungen besser wider. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die Veranstaltungsplattform Eventbrite nun veröffentlicht hat.

Social Commerce
Event ticketing made social through Eventbrite

„Eventbrite ermächtigt Sie mit einfachen, aber mächtigen Tools, Ihren Event zu managen, promoten und zu verkaufen“, verspricht die Website Eventbrite.com. Der Gedanke dahinter: Um mehr Besucher anzulocken, können User der Veranstaltungsplattform ihre Events registrieren und pushen, sei es nun ein Symposium, eine Charity-Veranstaltung oder ein Konzert. Im Lauf der Zeit sammeln sich dabei natürlich eine Menge Daten an – Daten, auf die ein näherer Blick durchaus lohnenswert ist. Denn: Events sind „von Natur aus sozial; Freunde über Events zu informieren, die einem wichtig sind, ist ein natürliches Verhalten“, so Eventbrite in seinem Blog. Mit welchem Social-Media-Tool man eine Veranstaltung empfiehlt, sagt also Einiges über die soziale Power des verwendeten Dienstes aus.

Das Ergebnis der Auswertung fällt dabei ziemlich eindeutig aus: Über Facebook wurden Events in den letzten sechs Monaten knapp viermal häufiger verbreitet als auf Twitter. Das hat zum einen mit der höheren Anzahl an Usern zu tun, zum anderen aber auch „mit der Tatsache, dass Beziehungen auf Facebook jene der realen Welt eher widerspiegeln“, wie man bei Eventbrite vermutet. Das schlägt sich auch pekuniär nieder: Während ein Tweet über einen Event Ticketverkäufe im Wert von 80 US-Cent einbringt, wirkt sich ein Facebook-Like im Durchschnitt mit 1,34 Dollar aus.

Bemerkenswert sind die Ergebnisse der Untersuchung auch betreffend der Art der Veranstaltung. Am häufigsten werden Ankündigungen zu Networking-Events verbreitet, danach folgen Business-Veranstaltungen, Konferenzen und Seminare. Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn man die finanziellen Auswirkungen eines „Shares“ betrachtet: Während sich dieser bei Konzerten und Musikveranstaltungen mit rund 12 Dollar, bei Charities und Fundraising-Events mit über 11 Dollar niederschlägt, beträgt dieser Wert bei Konferenzen, Networking- und Business-Veranstaltungen weniger als 2 Dollar.

Doch warum verbreiten Webuser überhaupt Informationen über Events, die sie interessieren? Die Antwort ist naheliegend: Weil sie sich dadurch erhoffen, dass Personen aus ihrem Freundeskreis mitgehen. Das spiegelt sich auch in den Zahlen von Eventbrite wider. 40 Prozent aller Facebook-Shares werden noch vor dem Kauf eines Tickets von der Event-Seite getätigt. 60 Prozent erfolgen von der Kaufbestätigungs-Seite, nachdem also bereits die Bestellung erfolgt ist. Facebook-Freunden scheint dies eine Art Sicherheit zu geben, die sie zum Mitgehen motiviert: Wird die Information über eine Veranstaltung nach der Bestellung geteilt, schlägt sie sich mit einem Mehr von 20 Prozent an Ticketverkäufen zu Buche, als wenn sie vor dem Kauf verbreitet wird.

In Summe zeigen die Ergebnisse zweierlei: Erstens ist der Besuch eines Events tatsächlich ein hochsozialer Akt und zweitens ist Facebook tatsächlich eine Plattform, bei der genau dies zum Tragen kommt.

Quellen:
http://blog.eventbrite.com
http://blog.eventbrite.com (Grafik)

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Tags: , , , - Gepostet von Rafael Buchegger





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