US-Startup Groupon am Vormarsch

Kaum ein Social-Media-Startup konnte Experten wie Fans so rasch von sich überzeugen wie der Rabatt-Dienst Groupon. Nicht umsonst versuchte Google im vergangenen Dezember, Groupon um rund 6 Milliarden Dollar zu übernehmen. Doch was bringt Groupon eigentlich den teilnehmenden Unternehmen?

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„Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung“, lautet ein berühmtes Zitat von Oscar Wilde. Und daran mangelt es Groupon nicht. So ist in Deutschland eben erst die Mediengruppe Madsack mit dem Couponing-Portal „norddeal.de“ an den Start gegangen. Die Gründe für die Goldgräberstimmung sind nicht schwer zu erraten: Gerade einmal zwei Jahre nach seinem Start war Groupon Google bereits ein (abgeschlagenes) Übernahmeangebot von rund 6 Milliarden Dollar wert. Kurz darauf berichtete die New York Times, dass Groupon seinen Börsengang vorbereitet. Möglicher Börsenwert: 15 Milliarden Dollar.

Ob diese astronomisch anmutenden Beträge den realen Wert des jungen Chicagoer Unternehmens widerspiegeln oder ob sie vielleicht doch zu hochgestochen sind, darüber wird momentan heftig spekuliert. Tatsache ist, dass die junge Unternehmensgeschichte des Rabatt-Anbieters bislang einer wahren Erfolgsstory gleicht, die seinesgleichen sucht. Bereits in der kurzen Zeit konnte Groupon in 35 verschiedenen Ländern über 50 Millionen Nutzer gewinnen, davon eine halbe Million in Österreich. Derzeit bereitet das 4.300 Mitarbeiter zählende Unternehmen den Start in China vor. Es hat also durchaus seine Gründe, weshalb Experten das „Einkaufen nach dem Groupon-Prinzip“ zum großen Trend erklären.

Seine Anziehungskraft bezieht Groupon aus seinem bestechend-einfachen Geschäftsmodell: Jeden Tag wird ein regional angepasster Rabatt angeboten, wenn sich genügend Interessenten melden – eine Kombination aus künstlicher Verknappung und sozialem Druck, der offenbar immer weniger Kunden widerstehen können.

Kritiker unken, dass anstürmende Massen von Gutschein-Käufern kleine Geschäfte ernsthaft in Bedrängnis bringen könnten; ein Problem, dem Groupon mit Überzeugungsarbeit für Gutschein-Obergrenzen zu begegnen versucht. Lohnt sich also die Kreuzung aus „Groups“ und „Coupon“ auch für die teilnehmenden Unternehmen? Diese Frage versucht eine Infografik von MyCouponCodes.com zu beantworten. Das Ergebnis fällt dabei ziemlich eindeutig aus:

Collaborative Consumption
Groupon for Business Infographic By My Coupon Codes

Der „Trick“, der Groupon-Rabatte für Unternehmen rentabel machen lässt, ist freilich nicht neu: Die Gutscheine werden so angelegt, dass die Kunden vor Ort mehr Geld ausgeben, als der Coupon wert ist, so Groupon-Gründer Andrew Mason. „Im Restaurant zum Beispiel geben die Kunden durchschnittlich ungefähr die Hälfte mehr aus als den Gutscheinwert.“

Quellen:
http://kress.de
http://dealbook.nytimes.com
http://news.orf.at
http://online.wsj.com
http://www.futurezone.at
http://www.faz.net
http://www.mycouponcodes.com (Grafik)

Tags: , , , , , - Gepostet von Rafael Buchegger





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