Warum Webuser mit Marken „schlussmachen“

Warum kündigen Webuser E-Mail-Newsletter, warum „unliken“ sie Marken auf Facebook oder entfolgen sie auf Twitter? Dieser Frage ging eine soeben präsentierte Studie nach. Das Ergebnis fällt ziemlich eindeutig aus: Hauptgrund, einer Marke im Netz „die Freundschaft zu kündigen“, sind zu häufige Posts – außer auf Twitter.

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Das Web hat die Kommunikation von Marken in den vergangenen 15 Jahren gehörig verändert: So gut wie jeder US-Inhaber einer E-Mail-Adresse bezieht aus freien Stücken wenigstens einen Marketing-Newsletter, knapp die Hälfte aller Facebook-User deklarieren sich als Fan von mindestens einer Marke. Angesichts ungebrochen steigender Social-Media-Nutzungszahlen – alleine im Januar stieg die Zahl der österreichischen Facebook-User um rund 26.000 an (das entspricht der doppelten Einwohnerzahl von Eisenstadt) – ist auch weiterhin noch lange keine Abflachung des Trends vorherzusehen.

Trotzdem kommt es natürlich vor, dass Webuser manchmal einen Schlussstrich ziehen: Der Newsletter wird abbestellt, die Facebook-Page „gefällt nicht mehr“ oder der Twitter-Account wird entfolgt. Mehr als 90 Prozent aller User haben auf einem dieser Wege schon einmal mit einer Marke „schlussgemacht“ – das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die nun von ExactTarget und CoTweet veröffentlicht wurde. Die Untersuchung, bei der 1.500 Personen befragt wurden, ist dabei den Gründen nachgegangen, wieso Konsumenten einer Marke im Netz die „Freundschaft kündigen“.

Bei E-Mails liegt die Hauptmotivation, einen Newsletter abzubestellen, beinahe auf der Hand: Mit 54 Prozent sind „zu häufig eintrudelnde Mails“ der Hauptgrund, sich von der Empfängerliste streichen zu lassen. 49 Prozent der Befragten geben „langweiligen, sich wiederholender Content“ als Grund an, einen Newsletter abbestellt zu haben. 47 Prozent sahen sich einfach insgesamt zu vielen E-Mails ausgeliefert – und wollten daher „von ein paar Unternehmenslisten runterkommen“. Weit abgeschlagen folgen Gründe wie „irrelevanter Inhalte von Anfang an“ (25 Prozent), „ich bevorzuge es, mir meine Informationen selbst zu suchen“ (24 Prozent) und „ich habe mich nur für ein einmaliges Angebot angemeldet“ (22 Prozent).

Bemerkenswertes Detail am Rande: Bloß zwei Drittel klicken auch wirklich den „Unsubscribe“-Link, um die ungewollte Post loszuwerden. Der Rest versucht sich damit zu behelfen, die E-Mails manuell zu löschen, sie vom E-Mail-Client herausfiltern zu lassen oder schlichtweg zu ignorieren.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch auf Facebook. Die meisten Facebook-User „unliken“ eine Marke wegen „zu häufiger Posts“ (44 Prozent) bzw. wegen insgesamt zu sehr von Marketing-Posts dominierter Pinnwände (43 Prozent). Ein weiterer Grund, sich von ein Marke auf Facebook zu trennen: Der Content wurde mit der Zeit langweilig (38 Prozent). Dahinter folgen Motive wie „ich wurde nur wegen eines einmaligen Angebots Fan“ (26 Prozent), „es wurden zu wenige Angebote offeriert“ (24 Prozent) und „die Posts waren zu sehr auf Werbung angelegt“ (ebenfalls 24 Prozent). „Von Anfang an kein relevanter Content für mich“ (19 Prozent) und „zu geschwätzige Posts ohne echtem Wert“ (17 Prozent) spielen als „Unlike-Motiv“ hingegen eine untergeordnete Rolle.

Allerdings: Von echten Konsequenzen bleiben Marken auf Facebook in erstaunlich hohem Maße verschont. 19 Prozent der Befragten geben an, als nervig empfundenen Content einfach zu ignorieren, 38 Prozent begnügen sich damit, das „X“ in ihrem Newsfeed zu klicken, um die Posts von der Pinnwand zu entfernen. Bloß 43 Prozent machen sich die Mühe, die Unternehmens-Fanpage aufzusuchen und den „Gefällt mir nicht mehr“-Button zu drücken.

Ein bisschen anders sehen hingegen die Ergebnisse aus, die die Studie über Twitter zutage fördert. In der flüchtigen Welt der Tweets sind nicht „zu häufige Posts“ (39 Prozent) und „mit Marketing-Content verstopfte Timelines“ (41 Prozent) die Hauptmotive, eine Marke zu entfolgen, sondern „langweiliger, sich wiederholender Content“ (52 Prozent). Auf Twitter zählen Inhalte offensichtlich mehr.

Warum Webuser im Netz mit Marken "schlussmachen"

Quellen:
http://www.facebookbiz.de
http://www.thomashutter.com
http://mashable.com
http://venturebeat.com

Tags: , , , - Gepostet von Rafael Buchegger

One Response to “Warum Webuser mit Marken „schlussmachen“”

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